Macht Lust auf Sylt und auf Zitronenkuchen
Eine neue Reihe des Autors der "Morden ohne Sorgen" Reihe. Statt im beschaulichen Potsdam spielt dieser Krimi auf der Insel Sylt. Es ist Andreas K. Buchholz auch in diesem Buch hervorragend gelungen das Lokalkolorit einzufangen. Er zeigt Sylt sowohl von der überlaufenen touristischen Seite als auch aus der Sicht der Einheimischen. Das hat mir sehr gut gefallen. Die namensgebende Grete ist eigentlich Sekretärin in einem Kriminalkommissariat in Hagen. Als ihr Cousin, der eine Pension auf Sylt führt, jedoch beim Surfen einen Unfall erleidet ist sie bereit für ihn einzuspringen und den Wallhof zu führen. Doch schon im Zug nach Sylt stolpert sie über eine Leiche. Zusammen mit ihren beiden Angestellten und einem überaus charmanten Junggesellen den sie aus früheren Zeiten noch gut kennt macht sie sich daran den Mord aufzuklären... Ich habe das Buch super gerne gelesen. Der Schreibstil ist flott und humorvoll, es kommt keine Langeweile auf. Zusammen mit Grete wuselt man als Leser über die Insel, immer auf der Suche nach dem Täter. Es werden eine Menge falscher Spuren gelegt und man denkt immer: Ja, genau der muss den Mord begangen haben, ganz klar! Nur um im nächsten Moment dann eines besseren belehrt zu werden und einen neuen Verdächtigen zu haben. Es hat mir einen Riesenspaß gemacht mitzurätseln und auf den wahren Täter bin ich wirklich erst ganz am Ende gekommen. Auch die Figuren sind toll beschrieben. Grete ist eine unglaublich sympathische Protagonistin mit viel Herz. Ich habe sie auf Anhieb gemocht. Auch ihre Mitstreiter sind toll beschrieben, jeder mit seinen Ecken und Kanten und mit viel Persönlichkeit. Das mag ich an den Büchern des Autors sehr gerne, das alle Personen, egal ob Freunde oder Feinde so lebendig wirken. Das trägt viel zu dem Lesevergnügen bei. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich freue mich schon auf weitere Abenteuer von Grete & Co.


