Richtig heftige Geschichte über Münchhausen by proxy das war eine harte kost .Aber absolut spannend zu lesen
Das Thema ist wirklich sehr spannend & ergreifend. Mir persönlich war es aber viel zu viel Wiederholung von Fakten & Sätzen, was sich gegen Ende wirklich sehr nervig zog. Wichtiges, erschreckendes Thema, Umsetzung für mich persönlich aber zu zäh und redundant.
Der Anfang war super, konnte gar nicht aufhören, zum Schluss haben mich die vielen Wiederholungen etwas genervt

Das Schlimme an diesem Buch ist: Es ist keine erfundene Geschichte. Das, was hier erzählt wird, passiert wirklich – häufiger, als man es glauben möchte. Es ist kaum zu ertragen, dass Eltern, vor allem Mütter, ihren eigenen Kindern so etwas antun können. Die Geschichte ist in verschiedene Abschnitte gegliedert: Man erlebt den Alltag der kleinen Mia, spürt ihre Angst, ihre Schmerzen, ihre Hilflosigkeit. Danach folgen die Sichtweisen des Vaters, der Mutter, der behandelnden Ärzte – und schließlich die Aufdeckung des Falls, der Gerichtsprozess und Mias weiterer Lebensweg. Besonders stark ist, dass das Buch nicht dort endet, wo der Missbrauch aufgedeckt wird. Das ist nur der Beginn. Der eigentliche Schwerpunkt liegt auf dem Danach – auf dem Umgang im Krankenhaus, auf der Frage nach Verantwortung, Schuld und Hilflosigkeit. Dieses Buch bewegt zutiefst. Es erschüttert, weil es die Realität so ungeschönt zeigt. Wer jemals erlebt hat, wie schmal der Grat zwischen Verdacht und Wahrheit ist, zwischen Hilfe und falscher Anschuldigung, wird die Intensität dieser Geschichte fühlen. „Im Namen der Liebe“ ist keine leichte Lektüre, aber eine, die notwendig ist. Sie rüttelt auf, macht nachdenklich und zeigt, wie ernst das Krankheitsbild Münchhausen by Proxy genommen werden muss. Ein Buch, das man nicht vergisst.



