Wer schon immer mal lesen wollte, wie eine naive Heldin ihren makellosen Traummann anbetet, bis alle Glaubwürdigkeit im Kitsch ertrinkt – bitte sehr.
Selten habe ich ein Buch erlebt, das vielversprechend anfängt und dann so gnadenlos in die Belanglosigkeit absäuft. The Love Code versprach zu Beginn noch etwas Witz und Charme, aber schon nach wenigen Kapiteln war klar: Hier gibt es keine Figuren mit Tiefgang, sondern nur Pappaufsteller im Rampenlicht.
Melody als Hauptfigur? Ein Totalausfall. Sie stolpert von einer peinlichen Szene in die nächste und verbringt die restliche Zeit damit, Jeremy anzuhimmeln, als wäre er die fleischgewordene Mischung aus Adonis, Ryan Gosling und einem Gott. Leider wirkt er dabei so übermenschlich perfekt, dass selbst eine Disney-Prinzessin genervt die Augen verdrehen würde.
Authentizität? Fehlanzeige. Stattdessen hangelt sich die Handlung von einem ausgelutschten Klischee zum nächsten. Keine Figur verhält sich, wie ein echter Mensch jemals handeln würde. Alles wirkt konstruiert, oberflächlich und einfach nur ermüdend.
Und das Ende? Ein einziges Fremdschäm-Feuerwerk. So cringe, dass man fast schon Mitleid mit den Seiten hat, auf denen es gedruckt wurde.
Kurzum: Wer Lust auf ein Karikatur-Karussell aus platten Figuren, null Substanz und maximaler Fremdscham hat – bitte sehr. Alle anderen: spart euch die Nerven.
Melody und Jeremy lernen sich zufällig zu ihrer College Zeit kennen. Sie verbringen eine Nacht zusammen und gehen dann getrennte Wege.
Als Melody 3 Jahre später ein Vorstellungsgespräch in LA hat, läuft sie auch Jeremy wieder über den Weg.
Er arbeitet nicht nur in der selben Firma, er ist auch der Sohn der Firmen Eigentümerin und außerdem in einer Beziehung.
Trotzdem Freunden sie sich an. Auch wenn sie aus unterschiedlichen Welten kommen, versteh sie sich sehr gut mit einander.
Irgendwann landen sie in einem Fake Dating und Melody spürt das ihre Gefühle gar nicht so fake sind. Aber wie ist es bei Jeremy, der auch noch einen bekannten Ruf als Playboy hat?
Eine süße Story mit slow burning Charakter.
Manchmal braucht man einfach eine Liebesgeschichte zu der man sich mit einer heißen Schokolade gemütlich einkuscheln kann. Für mich war das genau so eine!
Die beiden Protas treffen sich zu Beginn des Buches und man spürt schon eine gewisse Energie zwischen ihnen. Er hilft ihr in einer Bar aus der Patsche, als ein schleimiger Typ sie anmacht, zum Dank lädt sie ihn auf ein Bier ein. Sie findet ihn sympathisch, auch wenn sie merkt, dass sie als MIT-Studentin aus ärmlichen Verhältnissen eher wenig bis gar nichts mit diesem reichen Söhnchen gemeinsam hat, der bereits von der zweiten Uni geflogen ist. Es folgt ein One-Night-Stand der im Buch so extrem süss beschrieben ist, dass ich die ganze Zeit breit grinsen musste.
Melody ist sich sehr unsicher in ihrem Sozialverhalten, darüber auch durchaus bewusst, was wiederum zu noch weiterer Verunsicherung führt. Jeremy fängt das hier unheimlich feinfühlig auf und scheint ihre nervöse Art auch irgendwie süss zu finden.
Nach diesen 3 Kapiteln aus der Rückblende war ich bereits in die beiden als Paar verschossen. ☺️
Nach ihrem Abschluss bewirbt sich Melody in einer Firma in LA und erinnert sich daran, dass sie Jeremy anrufen sollte, wenn sie jemals dort sein sollte. Da sie niemanden in der Stadt kennt überwindet sie sich und meldet sich tatsächlich bei ihm. Sie treffen sich auf einen Kaffee und ab dann geht die Sory eigentlich erst los. Er ist in einer Beziehung, sie erfährt Dinge aus seiner Vergangenheit die sie schockieren. Aber sie findet auch Freunde in LA und es kommt zu einer Art Freundschaft zwischen den beiden. Man bekommt auch sehr oft den Eindruck, dass Jeremy nur bei Melody wirklich er selbst sein kann.
Man erlebt mit, wie sich die Freundschaft mal etwas abkühlt aber auch wieder annähert. Schmerzhaft wird es, wenn es um ihren verstorbenen Exfreund oder seinen an Krebs gestorbenen Vater geht. Auch als sie merkt, dass sie mehr fühlt als sie sich selbst gegenüber zugegeben hat, konnte ich das gut nachempfinden. Die Worte der Autorin bzw. der Schreibstil waren hier emotional ohne übertrieben zu wirken.
Einige Elemente hätten meiner Meinung nach weiter ausgebaut werden können. Das hätte das Buch möglicherweise deutlich verlängert, könnte thematisch aber viel hergegeben. Allem voran ihr Job. Es wird etwas beschrieben was sie tut, aber viel mehr auch nicht. Dass Melody schwierig Anschluss findet unter den Kollegen wird erwähnt. Wie es generell Frauen in MINT-Berufen und in der Wissenschaft ergeht hätte gerade hier sehr gut hinein gepasst. Natürlich kann ein Buch nicht die Welt verbessern, aber es wäre eine Möglichkeit gewesen, gewisse gesellschaftlich bedingte Umstände in diesem Arbeitsumfeld zumindest anzuprangern. So wirkt es einfach nur wie ein zufällig gewähltes Setting.
Die Beziehungen zu Jeremys Freunden hätte ich ebenfalls gern etwas näher beleuchtet gesehen. Besonders in der Freundschaft zu Drew liegt ja irgendwas im Argen. Aufgrund der Dinge die Melody im Laufe der Zeit so erfährt kann man zwar Vermutungen anstellen, genaueres erfährt man jedoch nicht. Was ich wirklich etwas schade finde.
Dennoch. Für mich entsprach dieses Buch genau dem Inbegriff einer Cozy Lovestory und ich habe sie sehr genossen. Vielleicht ist es ja auch einfach mal gut eben nicht über alles nachzudenken.
Wie immer muss man für dieses Genre gerade in der entsprechenden Stimmung sein. Wenn man aber danach sucht, dann kann ich das Buch eindeutig empfehlen.
Cozy Geschichte für zwischendurch. Jeremy ist ein absoluter Good Guy, jedenfalls Melody gegenüber. Das er vor ein paar Jahren noch charakterlich komplett anders war bekommt man nur erzählt, aber erlebt man selbst nicht. Zudem ist er eine wandelnde Green Flag. Er ist so, wie man seine Söhne erziehen sollte. Jedenfalls Melody gegenüber. Melody selbst wird als Nerd bezeichnet nur weil sie in der IT arbeitet, aber das finde ich stark übertrieben. Ist jede intelligente Frau gleich ein Nerd? Gemütliches Buch, das ohne übertriebenes Drama auskommt, das mir gut gefallen hat!
Es war ganz nett, nichts besonderes und teile der Story fand ich erzwungen, was das ganze irgendwie unnatürlich gemacht hat. Am Ende wollte ich es einfach nur endlich zu Ende lesen.
Ich fand das Buch sehr unterhaltsam, auch wenn ich eher was im Hazelwood-Stil erwartet hätte.
Zum Buch:
Melody würde man wohl als Nerd bezeichnen, sie studiert am MIT in Boston IT und interessiert sich hauptsächlich für Mathe und wissenschaftliches. Dann lernt sie in einer Bar Jeremy kennen und verbringt mit ihm eine Nacht. Drei Jahre später findet sie ausgerechnet in der Firma seiner Familien ihren ersten Job und zieht von Boston nach LA.
Meine Meinung:
Der Titel ist etwas irreführend, ich habe eher was in der Art von Hazelwoods Romanen erwartet. Aber ich habe mich gut amüsiert und unterhalten gefühlt. Melody tut sich schwer mit dem Zwischenmenschlichen, freundet sich aber trotzdem mit Jeremys Freundin an und findet langsam gefallen an LA. Als ihre Mutter zu Besuch kommt, spielt Jeremy Melodys Freund, damit diese Melody in Ruhe lässt und dann nimmt alles seinen Lauf. Ich fand es ganz unterhaltsam, stellenweise auch ein wenig romantisch und habe es gerne gelesen. Ein richtig schöner Sommerroman.
Leider nicht so gut wie ich erwartet habe. Melody blieb bis zum Schluss farblos und langweilig und Jeremy‘s Probleme waren sehr oberflächlich. Hätte ich das Buch gelesen hätte ich es wahrscheinlich abgebrochen. Von mir gibt es 2,5 ⭐️
Ich fand die Story echt süß, aber finde dass es falsch vermarktet wird und dadurch falsche Erwartungen schürt. Klar, habe ich mich auch angesprochen gefühlt als ich gelesen habe "für Fans von Ali Hazelwood" und "die neue Romance-Reihe über MINT-Frauen". Aber das spielt halt nicht wirklich eine Rolle, Melody war zwar am MIT und arbeitet im IT-Bereich, aber trotzdem ist es weit entfernt von einem naturwissenschaftlichen Setting. Sie könnte genauso gut in der Werbebranche oder irgendwo anders arbeiten.
Melody und Jeremy sind sympathisch und ich mochte sowohl ihr erstes Treffen, das Wiedersehen, wie sich ihre Freundschaft entwickelt, wie es zum Fake-Dating kommt und sich daraus mehr entwickelt, aber es hat mir der Funke gefehlt. Vielleicht wär auch Jeremys Sicht nett gewesen, denn irgendwie hat man nicht gespürt wie die beiden sich eigentlich verlieben, das konnte man noch nicht mal zwischen den Zeilen lesen. Das Buch hat mich aber trotzdem gut unterhalten und war perfekt für zwischendurch.
Als die Informatikerin Melody nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums einen Job bei einer großen Tech-Firma annimmt, zieht sie nicht nur nach Los Angeles sondern trifft dort auf Jeremy, ihren One-Night-Stand aus Collegezeiten, der sich als Sohn der Firmenchefin entpuppt. Die beiden sind sich sympathisch, können tiefgründige Gespräche führen und landen irgendwie in einer Fake-Dating-Beziehung.
Der Schreibstil der Autorin hat mich von der ersten Seite an an Ali Hazelwood erinnert. Das ist einerseits ein Kompliment, andererseits wirkt es zu gewollt und zu offensichtlich nachgemacht. Die Geschichte selbst ist süß erzählt, hier und da auch etwas tiefgründig, nicht zu kitschig, kurzweilig und einfach schön zu lesen. Melody und Jeremy sind eigentlich ganz unterschiedlich, aber passen doch wunderbar zusammen.
Das Cover und der Hinweis auf "Chemistry-Lessons" passt hier jedoch überhaupt nicht, auch wenn Melody in einem MINT-Beruf arbeitet. Schade, dass ich so viel Kritik übe, was aber eher den Verlag und das Marketing betrifft. Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen und mich gut unterhalten gefühlt. Es bietet eine unterhaltsame Mischung aus Romantik, Humor und Freundschaft und ist definitiv lesenswert. Vielleicht lese ich auch die folgenden Bücher der Autorin.