5. Jan.
Bewertung:5

Der Roman „Bis(s) zum Sieg“ aus der Vampirjägerin inkognito – Reihe ist 2016 als Neuauflage des bereits 2012 im dp – Verlag erschienen Romans herausgekommen. Derzeit ist das Buch nur als E-Book verfügbar. Von der Autorin Fiona Winter habe ich bisher nichts gelesen und war auf den Serienauftakt gespannt. Worum geht es? Amelie ist eine Zauberin, deren Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Chris, dessen Eltern ebenfalls verstorben sind, ist ein Kindheitsfreund von Amelie und vor zwei Jahren verschwunden und Amelie auf der Suche nach ihm. Plötzlich nimmt ein Geheimbund Kontakt mit der mächtigen Zauberin auf, und bietet ihr Informationen über den Verbleib von Chris – dazu muss Amelie allerdings einen alten und mächtigen Vampir zur Strecke bringen, womit sie keine Erfahrungen hat aber sehr motiviert ist. Meine Meinung: Amelie gefällt mir als Protagonistin sehr gut, ich habe in ihr eine Projektionsfigur gefunden und vom Fleck weg die Geschichte aus ihrer Sicht erlebt. Der Bund kam mir sehr seltsam vor – und warum geben die überhaupt keine Informationen an Amelie weiter? Ich hätte mir so gewünscht, dass Amelie härter verhandelt, was aber überhaupt nicht zu ihrer Rolle gepasst hätte. Die Entwicklung passt gut zur Geschichte und ist auch nicht übertrieben. Amelie hat ein Ziel und ist gewillt, es zu erreichen, doch sie hat auch ein Gewissen und denkt mit – außer, wenn ihr Verstand irgendwie umnebelt wird. Lucian ist ein sehr charismatischer Vampir – wie auch hätte Amelie ihm nicht verfallen sollen? Er spielt offenbar nicht gerne mit offenen Karten, will Amelie jedoch offensichtlich von Beginn weg beschützen. Spannend sind seine Erzählungen von seinen Reisen in den vergangenen Jahrhunderten. Der Titel ist gut gewählt, denn ähnlich wie in der Bis(s) Reihe lehnt die Protagonistin den Vampir zwar zu Beginn ab, wird sich ihrer Gefühle ihm gegenüber aber immer stärker bewusst. Meine Lieblingsfigur im Buch ist allerdings Sassa – die treffsicheren Bemerkungen und sein Verhalten passen total gut zu ihm. Ihn hatte ich lebhaft vor Augen und habe immer gehofft, dass es Amelie nicht schaffen wird, ihn wieder zurück zu schicken. Auch Sassa hat im Buch eine große Entwicklung durchgemacht – und ich hoffe, ihn auch im nächsten Band wiederzusehen. Wobei ich mir gar nicht sicher bin, ob Sassa ein Geschlecht hat, genannt wurde nämlich keines. Ebenso gefällt es mir, dass sich in der Handlung die Ereignisse überschlagen. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und war traurig, als es aus war. Zum Glück ist der zweite Teil der Serie schon erschienen, so dass ich gleich weiterlesen kann. Fazit: Romantasy mit tollen Figuren.

Vampirjägerin inkognito (Chick-lit, Liebesroman, Romantasy): Bis(s) zum Sieg
Vampirjägerin inkognito (Chick-lit, Liebesroman, Romantasy): Bis(s) zum Siegvon Fiona WinterDP Digital Publishers Gmbh