Toller Genremix
Das Buch ist grob in drei Teile gegliedert. Zuerst erfahren wir viel über die Insel und ihre Bewohner, mit den ausführlichen Beschreibungen Staudachers konnte ich mir das Setting sehr gut vorstellen. Außerdem gibt es vorne im Buch eine Karte der Insel, was ich immer ein schönes Extra finde. Im mittleren Teil erfahren wir sowohl Pomyonos tragische Vergangenheit als auch die Wurzel der wachsenden Feindschaft zwischen Stadtbewohnern und Fischern. Den Schluss bildet ein großer Showdown, der ein überraschendes Storyende mit sich bringt. Ich fand das Buch interessant, da es sich in kein Genre so richtig einordnen lässt: wir erleben den schleichenden Zerfall einer Gesellschaft, politischen Machtmissbrauch, menschliche Abgründe, aber auch Freundschaft, Liebe und das mysteriöse Rätsel um einen kleinen Jungen. Der Schreibstil wirkte noch etwas holprig, was mich stellenweise etwas im Lesefluss gestört hat, aber die facettenreiche Geschichte dahinter empfehle ich trotzdem weiter.






