29. Juli
Bewertung:4

Hab den Gastro Guide 24 von Julius Vapiano durch – und ich war wirklich richtig gut unterhalten. Der Stil ist schön flott, wie ein Chat oder ein Blog – so frei Schnauze, direkt aus dem Alltag, roh, witzig, manchmal auch herrlich böse. Die 1-2-Sterne-Rezis fand ich besonders gut – die lese ich auch auf Amazon am liebsten, weil sie oft am ehrlichsten sind. Die Zeichnungen waren charmant, passend zum Text, sehr schön gemacht. Einige der beschriebenen Lokale kannte ich vom Vorbeigehen, ein paar auch von innen – viele aber nicht, aber das kann sich ja ändern. Was mir besonders gefallen hat: Ich konnte mich oft wiederfinden – beim Thema "zu teuer", bei der Angst vorm Reingehen, beim Beobachten, beim Alleinsein – es ist oft sehr persönlich, und das macht das Buch stark. Auch schön: Es geht gar nicht nur ums Essen oder die Lokale, sondern um das Drumherum, ums Miteinander, um den Alltag dazwischen. Kleines Highlight: Er geht übrigens zum selben Proktologen wie ich. Ich wär gerne zu einer Lesung von ihm gegangen – ich glaube, das würde richtig gut funktionieren, laut gelesen, von ihm selbst. ^.^ Sein Nachname (oder Pseudonym?) – Vapiano – auch ein guter Gag. Wie die Kette, die zwar pleite ist, aber irgendwie immer noch da. Und wie das Essen dort: schlecht. Egal, in welcher Stadt – immer enttäuschend. Danke für den Tipp – ich war unterhalten, inspiriert, und hatte sehr viel Spaß. ^.^

It Tastes Like Ashes: GASTRO GUIDE 24
It Tastes Like Ashes: GASTRO GUIDE 24von Julius VapianoStrzelecki Books