Der Schweizer Gymnasiallehrer Ingmar Saidl wäre eigentlich gerne Roman-Schriftsteller, doch seine Manuskripte werden ständig abgelehnt. Bei einer Kroatienreise lernt er Nada kennen und erfährt von ihr von einer Sprache, die nur noch in ein paar Dörfern in Istrien gesprochen wird: istrorumänisch. Er kommt auf die Idee, einen Roman zu schreiben und dann zu behaupten, er hätte dieses Manuskript gefunden und aus dem istrorumänischen übersetzt. So will er beweisen, dass für Verlage nicht nur die Qualität eines Buchs zählt, sondern auch die Hintergründe, wenn diese sich vermarkten lassen. Tatsächlich wollen nun sogar zwei Verlage seinen Roman haben ... Das Buch ist definitiv außergewöhnlich und lässt sich gut lesen. Ich hatte jedoch gehofft, hier mehr über die vom Aussterben bedrohte Sprache erfahren zu können, doch eigentlich geht es vor allem um das Ego eines verkannten Schriftstellers. Wer etwas über die Zusammenarbeit zwischen Autoren, Übersetzern und Verlagen lernen möchte, dem kann ich das Buch empfehlen.
1. Mai1. Mai 2025
Matija Katun und seine Söhnevon Karl RühmannRüffer & Rub
