Ein sehr intensives und bedrückendes Buch mit ernsten und wichtigen Thematiken und der Message sein Leben zu leben, da es viel zu schnell endet. Toll geschrieben mit einer authentischen Atmosphäre, was mir aber leider viel zu traurig war. Es hat bei mir persönlich sehr viele alte Wunden aufgerissen und hat mich sehr verletzlich und nachdenklich zurück gelassen. Objektiv betrachtet, aber sicherlich ein schönes Buch!
ein etwas in die Länge gezogener Roman, über das Leben von mehreren Fremden, die alle durch schicksalshafte Begegnungen miteinander verbunden sind
Der Anfang des Buches, ist zu Beginn etwas "schwülstig". Aber der Autor schält sich immer tiefer in seine so unterschiedlichen Figuren hinein und das ganz ohne Pathos oder Kitsch. Was mich besonders begeistert, ist (neben der ganz eigenen Melancholie, der dadurch so authentischen Stimmung dieser Kleinstadt und ihrer Bewohner und der vielen schönen Sätze), dass er jedem seiner fünf Erzähler eine ganz eigene Stimme gibt. Das drückt er auch in der jeweiligen ganz eigenen Sprache aus. Ich finde es ist ihm erstaunlich gut gelungen - angefangen vom pubertierenden Teenager bis hin zum alten Witwer - die dem Alter und den Lebensumständen geschuldeten, verschiedenen Denkweisen darzustellen. Der Autor selbst ist ja noch sehr jung für so viel "Lebensweisheit". Ein toller Debütroman (4,5 Sterne), von einem Autor, den ich im Blick behalten werde.


