14. Feb.
Bewertung:3

Katharina ist 17 Jahre alt und in einer geschlossenen Einrichtung für Jugendliche. Wegen einer durch sie begangenen Tat ist sie verpflichtet sich regelmäßig mit einem Psychiater zusammenzusetzen und zu sprechen. Aber Katharina ist die einzige die spricht. In einem Monolog beginnend erzählt sie von sich, von der Beziehung zu ihrer sogenannten Tante und ihrem Vater. Der Psychiater darf kein Ton sagen, kein Geräusch, nichts was Katharina aus dem Konzept bringen könnte. Doch dann erlaubt sie ihm mit Kärtchen mit ihr zu kommunizieren. Schifferli schafft es in dem kleinen Buch viel intimes Preis zu geben und das ziemlich kunstvoll. Katharina ist für ihr Alter ziemlich klug und tiefsinnig, sie hinterfragt Dinge und weiß genau was sie möchte. Auf den paar Seiten bin ich fasziniert von ihr. Ich mochte diese spezielle Atmosphäre und den Monolog.

Meinetwegen
Meinetwegenvon Dagmar SchifferliNAGEL & KIMCHE
26. Sept.
Geschickt geschrieben und viel Raum für eigene Interpretationen
Bewertung:5

Geschickt geschrieben und viel Raum für eigene Interpretationen

Ich habe mich von der Erzählform an „Der Gott des Gemetzels“ erinnert gefühlt aber auf eine eigene innovative Art. Das Buch wirkt erst sehr herzlich und mitfühlend aber auf den zweiten Blick könnte man eine zweite Ebene erahnen. Das muss man für sich entscheiden. Die Frage ist, ob Katharina authentisch ist oder ein manipulativer Charakter. Mit einer Gewissheit lässt einen das Buch nicht zurück.

Meinetwegen
Meinetwegenvon Dagmar SchifferliNAGEL & KIMCHE