Abenteuer im magischen Norden
„Fjara: Lied der Dämmerung“ ist der Auftakt einer Fantasy-Trilogie von Fabienne Zwicker. Liebhaber von Hexenmagie und nordischer Mythologie kommen hier voll auf ihre Kosten. Fjara war aufgrund ihrer hellen Haut- und Haarfarbe und den lila Augen schon immer etwas Besonderes. Doch erst die brutale Entführung ihrer Mutter setzt ihr wahres Potenzial frei. Zum Glück hat sie dabei Unterstützung von einem Gott – oder ist er vielleicht ihr Untergang? Fabienne Zwicker hat meiner Meinung nach einen tollen Mix aus sachlicher und bildlicher Beschreibung, sodass man nicht mit Emotionen oder Details überladen wird. Die Geschichte war recht geradlinig und an manchen Stellen hätte ich mir noch etwas mehr Tempo oder Spannung gewünscht. Die Geschehnisse kann man aus Fjaras und Esas Perspektive verfolgen. Dadurch, dass Fjaras Kapitel in der Ich-Perspektive sind, fiel es mir leicht, mit ihr mitzufühlen und ihre Entwicklung nachzuvollziehen. Esas Kapitel sind dagegen in der dritten Person verfasst. Das schafft nicht nur beim Lesen eine Distanz zu den Geschehnissen, sondern auch zu Esa selbst – und ich denke, das ist durchaus so beabsichtigt. Denn Esa macht eine sonderbare Wandlung durch. Allgemein ist die Anzahl der Charaktere und die Welt gut überschaubar. Auch die Schilderung der Magie fand ich super, da keine neuen Begriffe oder besonders abgefahrene Sachen eingeführt wurden. Die Details der nordischen Mythologie habe ich geliebt! Ich mochte auch, wie im Laufe der Geschichte immer mehr Details über Fjaras Vergangenheit ans Licht kamen. Zum Ende hin hat Fjara eine enorme Entwicklung durchgemacht und nicht nur in magischer Hinsicht mehr zu sich selbst gefunden. Ich bin gespannt, wie sie an den Herausforderungen im nächsten Teil wachsen wird und wie mächtig sie tatsächlich ist.
