Ein Rezensionsexemplar aus der Literaturagentur. Wobei ich von dem Autor selber noch nie etwas gehört hatte. Das war aber nicht sein erstes Buch, welches auf den Markt gekommen ist. Am Ende wurde ich ganz gut unterhalten, aber es wäre noch Luft nach oben gewesen.
Die Handlung startet langsam, fast harmlos. Eine Detektivin, welche sich wohl gerade beim Sprung in die Selbstständigkeit befindet, gerät durch ihr Helfersyndrom in eine Sache hinein, die am Anfang eine ganze Nummer zu groß für sie scheint. Zumal sie nicht als Zeugin, sondern als Verdächtige behandelt wird. Allein diese Ausgangssituation macht ihr komplettes Vorhaben schon einmal zu einem kompletten Wahnsinn. Die Handlung schraubt sich dann nach und nach immer mehr ins Dramatische hinein. Dabei kommt hier alles ohne viel Blut aus, sondern besticht durch seine unterschwelligen Bedrohungen. Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass sich die Frau hier mit Leuten angelegt hat, die wohl eine Nummer zu groß für sie zu sein scheinen. Hin und wieder wirkt die Protagonistin ein wenig unbeholfen und agiert definitiv am Rande der Realität. Vernünftig betrachtet, setzt sie ihre eigene Existenz aufs Spiel für ein junges Mädchen, welches sie bestohlen hat und scheinbar immer wieder an der Nase herumführt. Der Text war einfach und gut verständlich geschrieben. Er bestand, zum größten Teil, aus einem einzelnen Handlungsstrang, der dementsprechend gut erklärt werden konnte. Langweilig war es irgendwie trotzdem zu keinem Zeitpunkt, da immer irgendwie die Kacke am Dampfen war. Der Hintergrund des Täters war, für meinen Geschmack, dann fast schon ein wenig dick aufgetragen, aber zumindest hätte man da noch Leute ohne Ende mitspielen lassen können. Ich gebe dem Buch die volle Punktzahl, weil ich am Ende dann doch sehr gut unterhalten war, aber allein vom Genre „Thriller“ hätte ich mir dann doch etwas weniger dick aufgetragene, aber größere Verwirrung gewünscht. Es wurde schon am Anfang zu schnell klar, wo der Hase hier langlaufen würde.








