Ein sehr informatives und aufklärendes Buch über die Diskriminierungserfahrungen Psychiatrieerfahrener
Die Autorin Lea de Gregorio schreibt ausgehend von ihren Erfahrung ein sehr informatives Buch über eine große Bandbreite an Diskriminierungserfahrungen von Psychiatrieerfahrenen. Zugegeben war ich nach dem Lesen des vierten Kapitels kurz davor das Buch abzubrechen. Ich hatte den Eindruck, dass sich vieles wiederholt. Im fünften Kapitel "Hadamar. Von der Vergangenheit, die niemand entschädigen will" hat der für mich besonders interessante Teil begonnen. Ab hier wurde insbesondere die strukturelle Ebene geöffnet. In diesem Kapitel werden die Verbrechen während des Nationalsozialismus hervorgehoben. "Ärzte und Ärztinnen gehörten 'zu einem höheren Prozentsatz als irgendeine andere Berufsgruppe der NSDAP (45%) und/oder der SA oder SS an' schreiben [Weingart/Kroll/Bayertz]." In diesem Kapitel geht es viel um Ethanasie und Zwangssterilisation. In den darauf folgenden Kapiteln, erzählt Lea de Gregorio von ihrem zweiten Psychiatrie Aufenthalt, ihrem Aufenthalt in einer Reha, das Kennenlernen von Verbündeten und vom Aktivismus. Falls du also auch nach den ersten Kapiteln unsicher bist, bleib dabei, ließ weiter, es lohnt sich voll!! Danke Lea de Gregorio für diese sehr wichtige Aufklärung und Sensibilisieren in Bezug auf "Ver-Rückungen" im Leben.




