21. Dez.
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Bewertung:3

📝 „Ich wollte mich versuchsweise lossagen vom Geld, weil mein Lebenshunger bisher zu meinem Einkommen und zu meinem Alter proportional gestiegen ist.“ (S.28) 📖 Journalist Michael Holzach wandert 1980 zu Fuß von Hamburg an die Deutsch-Österreichische Grenze und zurück. Begleitet wird er von seinem vor der Reise erhaltenen vierbeinigen Gefährten Feldmann, einem halben Jahr alten Boxermischling. 💭 Das Buch wirkt für mich größtenteils wie ein nüchternen Reisebericht. Dadurch kommt man meiner Meinung nach der Person Michael Holzach auf seiner Reise nicht so nahe. Da hat mir Hape Kerkelings Werk „Ich bin dann mal weg“ mit seinen Dialogen zwischen ihm und Mitwandernden, aber insbesondere den inneren Dialogen, schon besser gefallen. Aus diesem Grund wirkt das Geschehen in diesem Buch für mich oft nicht so lebendig. Die Begegnungen mit dem Almbauern Leo oder dem Wanderer Fred Eisfeld sind daher meine Highlights. Man sollte das Buch im Kontext der damaligen Zeit lesen bzw. bewerten. Trotzdem ein interessantes und lesenswertes Buch, auch wenn ich gerne mehr von den Erkenntnissen, zu denen Holzach auf so einer Reise gekommen sein dürfte, partizipiert hätte. Ich bin auf eure Meinung zu dem Buch gespannt.

Deutschland umsonst
Deutschland umsonstvon Michael HolzachAtlantik Verlag