Und ich dachte wirklich, es geht nicht flacher!
Nach “Weichei” und “Nasenduscher” verschlägt es Robert Süßemilch in “Linksträger” nun in den Osten nach Apolda, wo er die Hochzeit von Janas verhasster Cousine Nora sabotieren soll. Doch vorher muss er noch mit Jana zu einer “spirituellen Paartherapeutin”. Die Story diesmal Der arme Robert wird von seiner schwangeren Jana zu einer völlig durchgeknallten Esoterik-Therapeutin geschleppt, die mit Chakren-Reinigung und kosmischen Energien hantiert. Als wäre das nicht genug, muss er anschließend auch noch beweisen, dass Noras Verlobter Falco schwul ist - seine einzige “Ermittlungsmethode” basiert dabei auf dem albernen Jugendspruch “Links ist cool und rechts ist schwul”. Die Klischees über den Osten werden hier genauso strapaziert wie die über die Esoterik-Szene. Die Therapeutin ist dabei so überzeichnet, dass es schon wieder witzig ist. Zwischen Aura-Readings und ostdeutscher Provinz taumelt unser Held von einem peinlichen Moment zum nächsten. Der Humor ist noch flacher als in den Vorgängern, aber einige Szenen sind tatsächlich so absurd, dass man laut loslachen muss. 2 von 5 Sternen - weniger geht wirklich nicht mehr. Das Buch ist wie ein abgestandenes Radler - flach und ohne Pep. Die skurrilen Therapiesitzungen bei der selbsternannten Energie-Heilerin sind zwar manchmal unterhaltsam, können aber auch nicht über das insgesamt schwache Niveau hinwegtäuschen.
