15. März
Bewertung:2

Träges Generations-Familien-Drama 😴

Im späten 19. Jahrhundert wachsen die beiden Schwestern Liddy und Mary unter der kühlen, tyrannischen Herrschaft ihres Vaters in einem trostlosen Elternhaus auf, bis Liddys skandalöse Heirat mit dem Maler Ned Horner ihnen einen Ausweg in die Freiheit eröffnet… Über ein Jahrhundert später wird das Leben von Kunsthändlerin Juliet völlig auf den Kopf gestellt, als sie wegen ihres übergriffigen Vorgesetzten ihren Job verliert, herausfindet, dass ihr Mann seit Monaten eine Affäre hat und unerwartet das herrschaftliche Anwesen ihrer verstorbenen Großmutter erbt, in dem ihr Urgroßvater, der Edwardianische Maler Ned Horner, sein berühmtestes Werk 'The Garden of Lost and Found' schuf. Doch das Erbe bietet ihr auch die Möglichkeit, aus ihrer unglücklichen Ehe auszubrechen und sich für ihre drei Kinder und sich selbst ein besseres Leben aufzubauen – doch in ‚Nightingale House' stößt Juliet auf bedrückende Familiengeheimnisse, die ihre gesamte Existenz in Frage stellen… ⭐️⭐️ Ich hab dieses Buch vor Jahren aus einer Laune heraus wegen des wunderschönen Covers gekauft und weil ich Bücher liebe, die in historischen britischen Settings spielen, in denen es um verwunschene Gärten und alte, prachtvolle Herrenhäuser geht. Aber nach etwa einem Viertel des Buches musste ich feststellen, dass der Fokus hauptsächlich auf einem Gemälde lag, dass vermeintlich von seinem labilen Schöpfer vernichtet wurde und ich mich stattdessen in einer generationsübergreifenden Familien-Tragödie befand. An sich war das erst mal auch nicht schlimm, ich lese gerne ab und an mal einen historischen Roman, allerdings hatte ich große Probleme mit den Charakteren. Ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen und mochte keinen von ihnen. Am schlimmsten war es die langatmige und unbefriedigende Entwicklung der Hauptprotagonistin Juliet mitzuverfolgen, die sich dauerhaft von ihrem Ex-Mann und den gemeinsamen Kindern auf der Nase rumtanzen lässt und irgendwie gar nix auf die Kette bekommt 😮‍💨 Es war auch super anstrengend, den Zeitsprüngen zu folgen, die immer recht abrupt kamen und auch nicht immer durch Jahreszahlen gekennzeichnet wurden und oft blieb der Bezug zur Gegenwart unklar. Wenn ich ehrlich bin, habe ich Großteile der Handlung auch im Nachhinein nicht verstanden bzw. wurden sie nicht aufgelöst… es gab zwar noch einen kleinen überraschenden Plot Twist im Epilog, aber da danach sofort Schluss ist und es keine Reaktion mehr darauf gab, machte dies die Enttäuschung über das Buch dann nur noch perfekt 🤷🏽‍♀️ Das Positivste, was ich aus dem Buch mitnehme, sind die Tipps und Tricks über Gartenpflanzen und -blumen, die Juliet in Form eines Tagebuchs ihrer Großmutter erhält. Da können die Grün-Däumlinge und Hobby-Gärtner unter den Lesern sicher noch was von Lernen 🌱 🌵TBR-Abbau: 7/27 ✨

Das Haus der wilden Rosen
Das Haus der wilden Rosenvon Harriet EvansKnaur Taschenbuch