26. Feb.
Bewertung:3

Ein humorvoller Mutmacher über den Neuanfang im „Hotel Mama“ und den Zusammenhalt in chaotischen Familien.

Luisa Binder hat hier einen kurzweiligen und humorvollen Roman geschrieben, der Mut in Lebenskrisen macht. Die Geschichte zeigt, dass irgendwann wieder die Sonne scheinen wird, auch wenn es dauert. Es ist eine köstliche Unterhaltung mit einer kleinen Portion Liebesgeschichte. Der Schreibstil war für mich am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, ich musste meine Gedanken erst sortieren, aber dann ließ es sich flüssig lesen. Marie, die Protagonistin, fand ich äußerst authentisch. Frisch getrennt, arbeitslos und in Geldnot muss sie in ihrem „fortgeschrittenen“ Alter wieder bei ihren Eltern einziehen. Ich bewundere ihre Stärke, dass sie trotz aller Zweifel nicht aufgibt. Das Haus ihrer Eltern ist voller Trubel, da sie dort auf zwei andere Frauen mit ähnlichen Schicksalen trifft. Das sorgt für skurrile und zu Herzen gehende Momente. Das Identifikationspotenzial ist hier ein großes Plus, da viele Menschen in chaotischen Familien leben. Leider war das Ende recht schnell vorhersehbar, aber insgesamt ist es eine leichte, unanspruchsvolle Unterhaltung für zwischendurch, um auf andere Gedanken zu kommen. Wissenswertes Luisa Binder ist ein Pseudonym der Autorin Christiane Dieckerhoff, die unter diesem Namen humorvolle Frauenliteratur veröffentlicht. Das Buch thematisiert den Trend der „Booster-Generation“–Erwachsene, die aufgrund von Krisen zurück ins Elternhaus ziehen müssen. Es nutzt das Setting einer Schicksalsgemeinschaft, um aufzuzeigen, dass ein Neuanfang in jedem Alter möglich ist.

Eigentlich sind wir nicht so
Eigentlich sind wir nicht sovon Luisa BinderKnaur Taschenbuch