12. Apr.
Bewertung:2

Es ist schwierig, ein Ekel als Romanhelden zu haben. Cellini ist kein Kandidat, den man lieben wird oder mit dem man gerne mitleidet. Damit hat sich die Autoren die Aufgabe wirklich nicht einfach gemacht. Ein unsympathischer Protagonist ist meiner Meinung nach schon eine Herausforderung. Leider hapert es aber beim ganzen Rest dazu auch noch gewaltig. Cellini selbst bleibt festgefahren und oberflächlich. Auch die anderen Charaktere stechen wenig hervor. Der Schreibstil war ok bis ausbaufähig. Die Grundidee des Romans mag eine gute gewesen sein, aber die Umsetzung krankt dann doch sehr. Ich hatte den Eindruck, im ersten Drittel kam die ganze Geschichte überhaupt nicht in die Gänge. Man hat sich mehrheitlich durch die Seiten gequält. Es wurde dann besser und stellenweise sogar spannend und mitreißend, aber um ein gutes Buch zu sein, fehlte mir dann doch zu viel... von allem irgendwie. Außerdem wurde für meinen Geschmack der Schwerpunkt viel zu sehr auf diese ganze (man verzeihe mir den Ausdruck) "Rumschwulerei" gelegt. Das war etwas nervtötend.

Benvenuto Cellini
Benvenuto Cellinivon Belinda Rodikdtv Verlagsgesellschaft