26. Dez.
Bewertung:4

Liebe, Pflicht und die Zukunft

**** Worum geht es? **** Das Château de Montclair ist ein Ort voller Geheimnisse und Einsamkeit. Als Léon den letzten Erben begegnet, ist er erschüttert von der Wahrheit. Doch dieser möchte nur ungern tatenlos zusehen und wagt einen Schritt – vielleicht in die richtige Richtung? **** Mein Eindruck **** Eine zarte Unterhaltung über das Leben nach der Französischen Revolution mit einem Adligen, der längst vergessen scheint. Zwischen Pflicht und Liebe wandelte ich durch das Leben des Monsieur und bekam ein Gefühl für das Verlorensein in Pflichten und die fehlende Energie für einen nächsten Schritt. Die Rolle des Gesprächspartners war passiv und gab an den relevanten Stellen den Anstoß für den Wandel in der Geschichte. Das gesamte Buch war leise gehalten und lädt dazu ein, sich selbst in die Zeit hineinzuversetzen. In den Details drehte sich das Gespräch für mich etwas zu häufig um dasselbe Thema, es gibt keinen klaren Fortschritt. Inhaltlich passt das zum Alter und der Vereinsamung des Monsieurs, aber so ganz konnte es mich diesmal leider nicht überzeugen. Das Ende wiederum war ganz und gar fürs Herz geschrieben, und diese letzten 10 Seiten feierte ich ganz besonders. Voller Hoffnung und Liebe statt Traurigkeit und Machtlosigkeit. Eine tolle und nachvollziehbare Entwicklung. **** Empfehlung? **** Ein ruhiges und nachdenkliches Buch über Liebe, Pflicht und den Wandel. Ideal für Leser*innen, die sich von leisen Erzählungen mit historischem Hintergrund ansprechen lassen.

Die traurige Seele des Monsieur de Montclair
Die traurige Seele des Monsieur de Montclairvon Fabrice Reberstredition