21. Dez.
Bewertung:4

Dies ist keine typische Faust-Neuerzählung, wenn auch darauf basierend. Maurensig hat eine kurzen, aber deftigen Text geschrieben, der auf gleich drei Ebenen funktioniert. Die Binnenhandlung ist dabei natürlich die Hauptgeschichte. Eine Geschichte, die einen mit einem unguten Gefühl zurücklässt. Willinglich. Dies ist kein Wohlfühlbuch über schöne Bücher und kuschelige Füchse, sondern eine mysteriöse Begebenheit. Düster und verschwörerisch. Ein Strudel, der mit Fuchsgelächter endet. Ich liebe solche Bücher. Knapp gehalten, reduziert, einprägsam. Ein Buch, das dazu führt, dass wir uns beobachtet fühlen. Das Gefühl haben, ständig über die Schulter schauen zu müssen. Dass Gefahr in allzu tiefer Leidenschaft liegen kann. Ein abgekatertes Spiel wird hier getrieben. Aber wer ist Jäger, wer gejagter? Wer Maus, wer Fuchs? Wer Engel, wer Teufel?

Der Teufel in der Schublade
Der Teufel in der Schubladevon Paolo MaurensigNagel & Kimche