11. Jan.
Bewertung:3.5

In Verschwörung erzählt Petros Markaris einen weiteren ruhig aufgebauten Fall rund um den Athener Ermittler Kostas Charitos. Dieses Mal stehen Selbstmorde, Impfstoffzerstörung und Morde im Kontext der Coronazeit im Mittelpunkt. Die Pandemie bildet dabei nicht nur den zeitlichen Rahmen, sondern prägt auch die Motive, Ängste und Spannungen der Figuren. Wie gewohnt ist die Geschichte angenehm zu lesen und lebt weniger von Action als von Atmosphäre, gesellschaftlicher Beobachtung und der Beharrlichkeit Charitos. Neben der Ermittlungsarbeit bleiben auch hier die Einblicke in sein Familienleben erhalten, was dem Roman aus meiner Sicht Bodenhaftung und Wärme gibt – ein Kontrast zu den düsteren Themen von Isolation, Misstrauen und Verzweiflung.

Verschwörung
Verschwörungvon Petros MarkarisDiogenes