Ziemlich tote Dinge

Ziemlich tote Dinge

Taschenbuch
3.513

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Beschreibung

Beim Betreten des Tierpräparationsgeschäfts ihrer Familie in Florida findet Jessa-Lynn Morton ihren Vater eines Morgens tot auf – er hat Selbstmord begangen. Obwohl sie unter Schock steht, muss Jessa in der kommenden Zeit versuchen, den Ruin des Geschäfts abzuwenden.
Alle Familienmitglieder gehen auf ihre eigene Weise mit dem Verlust um. Jessa trinkt zu viel billiges Bier. Ihre Mutter inszeniert die ausgestopften Tiere in absurden Posen im Schaufenster. Ihr Bruder Milo zieht sich ganz zurück. Und Milos Frau Brynn – die einzige Person, die Jessa je geliebt hat – verschwindet ohne ein Wort des Abschieds. Dann eskaliert das Kunstprojekt ihrer Mutter völlig – unter anderem gipfelt es in einem ausgestopften Büffel in einer sexuell anzüglichen Stellung. Wie soll diese Familie je wieder zusammenfinden?
Das tragikomische Porträt einer Familie, die um ihre Lebenden und ihre Toten trauert und daran fast zerbricht.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Generationenromane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
432
Preis
14.40 €

Autorenbeschreibung

Kristen Arnett ist eine queere Autorin, die 2017 für ihren ersten Erzählungsband den Coil Book Award gewann. Ihre Essays und Erzählungen sind in diversen Zeitschriften erschienen. Der New York Times-Bestseller »Ziemlich tote Dinge« ist ihr erster, von der Presse hochgelobter Roman.

Beiträge

2
Alle
3

weird girl fiction at it’s best

Die Prämisse des Buches fand ich super spannend. Wir begleiten Jessa die das Familienunternehmen, ein Laden der „tote“ Tiere präpariert, übernimmt nachdem sie ihren Vater der sich suizidierte aufgefunden hat. Neben dem plötzlichen Tod des Vaters haben Jessa und ihr Bruder Milo zusätzlich das Verschwinden seiner Ehefrau und Jessas großer Liebe zu verarbeiten. Bis es dazu kommt das ihre Mutter anfängt die Tiere für obszöne Skulpturen zu verwenden und alles droht auseinander zu brechen. Die Kernpunkte der Geschichte liegen hierbei zentral auf der Trauerverarbeitung. Jessa stützt sich in Arbeit, die Mutter erschafft Kunst und Milo zieht sich in sich zurück. Um heilen zu können müssen sich alle Protagonisten mit unschönen Wahrheiten auseinandersetzen. Zusätzlich ist die gesamte Familienkonstellation super spannend, Streit, Missverständnisse und Verletzungen stehen hierbei im Vordergrund. Trotzdem lieben sie sich und sind durch die Verluste stark aneinander gebunden. Auch das öffnen für neue Menschen fällt den Charakteren sehr schwer. Das Loslassen der Vergangenheit ist gerade für Jessa ein großer Schwerpunkt. Die Thematik der taxidermy fand ich super spannend und man hat sehr intensive Einblicke bekommen, die nicht für jedermann sind. Die Charaktere auf ihren individuellen und gleichzeitig gemeinsamen Reisen zu verfolgen war sehr faszinierend und hat wieder deutlich gemacht wie wir bestimmte Dinge einfach nicht beeinflussen können und jeder anders auf Erlebnisse reagiert. All in all ein gutes literary fiction Buch, mit Florida-vibes und einem queeren sub-plot, was sich gut zwischendurch lesen lassen hat aber auch nicht allzu sehr in die tiefe gegangen ist. Das genre muss man einfach mögen 🤷‍♀️

3

Eigentlich eine interessante Geschichte, zeitgleich humorvoll. Aber das Thema Präparate ist schon sehr präsent.

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