Zeilen der Zeit. Kolumnen aus einem Jahrhundert im Umbruch
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Beschreibung
Klartext gegen die Lüge – George Orwell über Macht, Meinung und Moral
Was ist Wahrheit – im Krieg, in der Politik, im Alltag? 1943 beendete George Orwell seine Arbeit für die BBC und wurde Feuilletonchef bei der
Tribune
. In den folgenden Jahren entstanden nicht nur seine Meisterwerke
Animal Farm
und
1984
, sondern zwischen 1943 und 1949 verfasste er regelmäßig Kolumnen, in denen er mit klarem Blick und scharfem Verstand auf die drängenden Fragen seiner Zeit reagierte.
Erstmals ins Deutsche übersetzt, zeigen sie einen der bedeutendsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts als hellsichtigen Zeitdiagnostiker. Kompromisslos, menschlich und pointiert schreibt er über Fortschritt und Moral, Verschwörungstheorien, soziale Ungleichheit oder Faschismus. Und wie Orwell vor 80 Jahren politische Manipulation, medialen Alarmismus oder gesellschaftliche Spaltung analysierte, wirkt heute wie ein erschreckend aktueller Kommentar zur Gegenwart.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
George Orwell (1903–1950), eigentlich Eric Arthur Blair, wurde in Indien als Sohn eines britischen Kolonialbeamten geboren. Nach Studienjahren in Eton und Wellington trat er 1922 in den burmesischen Polizeidienst ein. 1927 zog er zurück nach England und arbeitete dort sowie in Paris als Journalist, Tellerwäscher und Lehrer. Seine Romane Farm der Tiere und 1984 sind Klassiker der Weltliteratur.
Beiträge
Klartext aus einer brennenden Welt
Man schlägt dieses Buch auf und merkt ziemlich schnell: Hier schreibt keiner, der gefallen will hier schreibt einer, der aufklären muss. Zwischen vergilbtem Zeitungspapier-Gefühl und messerscharfer Analyse sitzt plötzlich George Orwell am Küchentisch und redet Klartext, als wäre 1946 gestern gewesen. Zeilen der Zeit versammelt Kolumnen aus den Jahren 1943 bis 1949 eine Epoche im Dauerfieber. Krieg, politische Machtspiele, Ideologien, Propaganda. Und mittendrin ein Mann mit klarem Kopf und erstaunlich viel Rückgrat. Während andere Nebelkerzen werfen, zieht Orwell die Vorhänge auf. Was Wahrheit ist? Keine bequeme Meinung. Sondern etwas, das verteidigt werden muss. Besonders beeindruckend: Wie unfassbar aktuell das alles klingt. Wenn er über mediale Hysterie, politische Manipulation oder Verschwörungsgeschwurbel schreibt, ertappt man sich bei dem Gedanken: Moment mal, das ist doch heute! Diese hellsichtige Nüchternheit hat Wucht. Keine Effekthascherei, kein moralischer Zeigefinger nur präzise Beobachtung, gewürzt mit britischem Understatement. Natürlich sind manche Texte stark im Zeitkontext verankert. Manchmal blättert man kurz zurück, um den historischen Rahmen einzuordnen. Aber genau das macht den Reiz aus: Hier denkt jemand laut über seine Gegenwart nach und trifft damit ins Herz unserer eigenen. Lutz-W. Wolff hat die Texte klar und angenehm zugänglich ins Deutsche übertragen, ohne ihnen die Kante zu nehmen. Reclam liefert dazu eine Ausgabe, die nicht geschniegelt, sondern ernsthaft wirkt. Passt. Unterm Strich bleibt ein Gefühl von Respekt. Für den Mut. Für die Klarheit. Für diesen unbequemen, aber notwendigen Blick auf Macht und Moral. Kein Wohlfühlbuch eher ein geistiger Espresso mit ordentlich Bitterkeit. Und genau deshalb so verdammt gut.

Beschreibung
Klartext gegen die Lüge – George Orwell über Macht, Meinung und Moral
Was ist Wahrheit – im Krieg, in der Politik, im Alltag? 1943 beendete George Orwell seine Arbeit für die BBC und wurde Feuilletonchef bei der
Tribune
. In den folgenden Jahren entstanden nicht nur seine Meisterwerke
Animal Farm
und
1984
, sondern zwischen 1943 und 1949 verfasste er regelmäßig Kolumnen, in denen er mit klarem Blick und scharfem Verstand auf die drängenden Fragen seiner Zeit reagierte.
Erstmals ins Deutsche übersetzt, zeigen sie einen der bedeutendsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts als hellsichtigen Zeitdiagnostiker. Kompromisslos, menschlich und pointiert schreibt er über Fortschritt und Moral, Verschwörungstheorien, soziale Ungleichheit oder Faschismus. Und wie Orwell vor 80 Jahren politische Manipulation, medialen Alarmismus oder gesellschaftliche Spaltung analysierte, wirkt heute wie ein erschreckend aktueller Kommentar zur Gegenwart.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
George Orwell (1903–1950), eigentlich Eric Arthur Blair, wurde in Indien als Sohn eines britischen Kolonialbeamten geboren. Nach Studienjahren in Eton und Wellington trat er 1922 in den burmesischen Polizeidienst ein. 1927 zog er zurück nach England und arbeitete dort sowie in Paris als Journalist, Tellerwäscher und Lehrer. Seine Romane Farm der Tiere und 1984 sind Klassiker der Weltliteratur.
Beiträge
Klartext aus einer brennenden Welt
Man schlägt dieses Buch auf und merkt ziemlich schnell: Hier schreibt keiner, der gefallen will hier schreibt einer, der aufklären muss. Zwischen vergilbtem Zeitungspapier-Gefühl und messerscharfer Analyse sitzt plötzlich George Orwell am Küchentisch und redet Klartext, als wäre 1946 gestern gewesen. Zeilen der Zeit versammelt Kolumnen aus den Jahren 1943 bis 1949 eine Epoche im Dauerfieber. Krieg, politische Machtspiele, Ideologien, Propaganda. Und mittendrin ein Mann mit klarem Kopf und erstaunlich viel Rückgrat. Während andere Nebelkerzen werfen, zieht Orwell die Vorhänge auf. Was Wahrheit ist? Keine bequeme Meinung. Sondern etwas, das verteidigt werden muss. Besonders beeindruckend: Wie unfassbar aktuell das alles klingt. Wenn er über mediale Hysterie, politische Manipulation oder Verschwörungsgeschwurbel schreibt, ertappt man sich bei dem Gedanken: Moment mal, das ist doch heute! Diese hellsichtige Nüchternheit hat Wucht. Keine Effekthascherei, kein moralischer Zeigefinger nur präzise Beobachtung, gewürzt mit britischem Understatement. Natürlich sind manche Texte stark im Zeitkontext verankert. Manchmal blättert man kurz zurück, um den historischen Rahmen einzuordnen. Aber genau das macht den Reiz aus: Hier denkt jemand laut über seine Gegenwart nach und trifft damit ins Herz unserer eigenen. Lutz-W. Wolff hat die Texte klar und angenehm zugänglich ins Deutsche übertragen, ohne ihnen die Kante zu nehmen. Reclam liefert dazu eine Ausgabe, die nicht geschniegelt, sondern ernsthaft wirkt. Passt. Unterm Strich bleibt ein Gefühl von Respekt. Für den Mut. Für die Klarheit. Für diesen unbequemen, aber notwendigen Blick auf Macht und Moral. Kein Wohlfühlbuch eher ein geistiger Espresso mit ordentlich Bitterkeit. Und genau deshalb so verdammt gut.





