Blick ins Buch

Romane

Zehnter Dezember

3,0(8)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

George Saunders, der unumstrittene Meister der zeitgenössischen Shortstory, hat mit seinen neuen Erzählungen nicht nur die literarische Welt im Sturm genommen. Sein Band »Zehnter Dezember« war das Buchereignis des Frühjahrs 2013 und sprang sofort auf die oberen Ränge der New-York-Times-Bestsellerliste. In Frank Heiberts kongenialer Übersetzung liegen diese brillanten, einzigartigen, witzigen, zärtlichen und übermütigen Erzählungen jetzt auch auf Deutsch vor. Niemand versteht es, so virtuos und ungewöhnlich über ganz gewöhnliche, unvollkommene Menschen zu schreiben, die sich mit einer nicht ganz gewöhnlichen, unvollkommenen Welt herumschlagen, wie George Saunders. Da ist zum Beispiel die fünfzehnjährige Alison. Als sie, den Kopf voller grandioser Weltumarmungsgefühle, von einem Fremden entführt zu werden droht, steht der Nachbarjunge, der alles mit ansieht, vor einer schweren Entscheidung: Soll er ignorieren, dass das schönste aller Mädchen vermutlich Opfer eines Verbrechens wird, oder soll er sich über alle moralischen Gebote, nach denen ihn seine Eltern großgezogen haben, hinwegsetzen und eingreifen? Oder da ist der Mann, den medizinische Versuche über die Grenzen seines Selbst hinausführen, und zwar sowohl in puncto Lust als auch in puncto Mordlust. Und da ist in der Titelgeschichte der dicke, einsame Junge, der sich auf unsicheres Eis begibt und dabei die Selbstmordabsichten eines alten kranken Mannes durchkreuzt…George Saunders seziert in seinen oft nur wenige Seiten langen Storys mit beißendem Humor und oft nur wenigen Strichendie ganze Fehlbarkeit und Schwäche der menschlichen Natur wie unserer Gesellschaft und Zeit. Diese Erzählungen vergisst man lange nicht.

Editionen (3)

ISBN9783630874272
VerlagLuchterhand
Erscheinungsdatum24.02.14
Seitenzahl272

Rezensionen & Bewertungen

8 Bewertungen

4 Rezensionen

3,0

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  • felix_libris
    felix_libris

    16 Follower

    3,0

    Kurzgeschichten vom amerikanischen Meister dieses Genres

    „Niemand versteht es, so ungewöhnlich über ganz gewöhnliche Menschen zu schreiben, die sich mit einer nicht ganz gewöhnlichen, unvollkommenen Welt herumschlagen, wie George Saunders. Da ist zum Beispiel die fünfzehnjährige Alison. Als sie, den Kopf voller grandioser Weltumarmungsgefühle, von einem Fremden entführt zu werden droht, steht der Nachbarjunge, der alles mit ansieht, vor einer schweren Entscheidung: Soll er ignorieren, dass das schönste aller Mädchen vermutlich Opfer eines Verbrechens wird, oder soll er sich über alle moralischen Gebote, nach denen ihn seine Eltern großgezogen haben, hinwegsetzen und eingreifen? Oder da ist der Mann, den medizinische Versuche über die Grenzen seines Selbst hinausführen, und zwar sowohl in puncto Lust als auch in puncto Mordlust. Und da ist in der Titelgeschichte der dicke, einsame Junge, der sich auf unsicheres Eis begibt und dabei die Selbstmordabsichten eines alten kranken Mannes durchkreuzt…“ Bei zeitgenössischen amerikanischen Kurzgeschichten ist für mich immer noch David Foster Wallace‘ „Kleines Mädchen mit komischen Haaren“ die Messlatte, die Saunters nach meinem Geschmack reißt. Länge und Sujet sind in den einzelnen Stories sehr unterschiedlich. Im Zentrum stehen endlose Selbstgespräche/Gedankenschleifen von Menschen unterschiedlicher Schichten mit teilweise dystopischen Kontext. Ich bin kein Fan von Kurzgeschichten und das amerikanische Wesen bleibt mir fremd. Hier bin ich dem guten Ruf Saunders und den überschwänglichen Kritiken gefolgt, kann das Buch aber aus meiner Sicht nicht empfehlen.

    29. Aug. 2024

  • danu
    danu

    46 Follower

    1,0

    Ehrlich gesagt, hängt mir das zu hoch. Ich habs abgebrochen.

    21. Apr. 2026

  • himariehelen
    himariehelen

    430 Follower

    0,5

    Wie liest man eigentlich Kurzgeschichten?

    Im Rahmen meiner Challenge die 100 besten Bücher des 21. Jahrhunderts zu lesen stand "Zehnter Dezember Stories" als Nächstes auf meiner Leseliste. Ich habe bisher nur wenige Short Story gelesen und das hat wohl auch seinen Grund. Ich habe mich beim Lesen gefragt ob ich das Buch genauso hintereinander weglesen sollte wie andere Bücher oder eher häppchenweise also eine Short Story nach der anderen. Die ersten 6 Short Story habe ich gelesen aber bei der 7. habe ich mich entschieden das Buch abzubrechen. Obwohl ich mir fest vorgenommen hatte jedes Buch der Challenge zu beenden ist es mir bei dem Angebot an wundervollen Büchern wichtiger Geschichten zu lesen die mich wirklich fesseln und mir Freude bringen. In Zehnter Dezember haben mir leider weder der Schreibstil noch die Inhalte zugesagt. Für mich ist das Buch keine Empfehlung.

    3. März 2026

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über George Saunders

George Saunders wurde 1958 in Amarillo, Texas, geboren und lebt heute mit seiner Frau und zwei Töchtern in Oneonta, New York. Er hat mehrere Bände mit Kurzgeschichten, einen Essayband und ein Kinderbuch veröffentlicht, wurde u.a. 2006 mit dem MacArthur „Genius Grant" ausgezeichnet und erhielt 2013 den PEN/Malamud Award sowie 2014 den Folio Prize.

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