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Romane

Wir waren frei

4,4(23)
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Über das Buch

2032 Kriege und Naturkatastrophen haben dazu geführt, dass große Teile der Erde nicht mehr bewohnbar sind. Der achtzehnjährige Paul ist einer der ersten Menschen, die auf den künstlichen Kontinent Lex im Pazifik umsiedeln - ein utopisches Paradies für all diejenigen, die es sich leisten können. 71 p. c. Siebzig Jahre später hat sich auf Lex eine neue, friedliche Gesellschaftsform etabliert, in der die Menschen ohne Konflikte zusammenleben. Um den Frieden und die innere Sicherheit zu wahren, wird in Kauf genommen, dass die Regierung stark in das Leben des Einzelnen eingreift. So werden den Bürgern sämtliche wichtige Entscheidungen abgenommen und bestimmte Rechte beschnitten. Die sechzehnjährige Vinnie steht kurz vor ihrer Zwangsheirat mit einem von der Regierung ausgewählten Fremden. Sie glaubt fest an das System - doch dann fällt ihr Pauls Tagebuch in die Hände und ihr Weltbild gerät ins Wanken.
ISBN9783750441774
VerlagBoD – Books on Demand
Erscheinungsdatum21.05.23
Seitenzahl300

Rezensionen & Bewertungen

23 Bewertungen

8 Rezensionen

4,4

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  • noraxxx
    noraxxx

    110 Follower

    4,0

    "Sicherheit ist eine Illusion. Jede Sicherheit ist zerbrechlich. Alles kann sich jederzeit ändern, was heute noch Gültigkeit hat, kann morgen schon längst vorbei sein. Wir haben uns so sicher gefühlt in unserem Wohlstand, in unserer schönen kleinen Blase, in der uns Gewalt und Armut und Klimawandel nichts anhaben könnten. Wir waren so dumm."

    Wow, ich hatte tatsächlich mit einigem gerechnet, aber eine so starke dystopische Geschichte im ersten Moment nicht. Wir begleiten ein "gutes und systemtreues" Mädchen Vinnie dabei, wie sie anfängt am System zu zweifeln, dass alle Lebendrelevanten Entscheidungen für die Bürger trift. Als Vinnie nun ihren zukünftigen Ehemann kennenlernt, welcher vom Staat Lex für sie ausgesucht wurde, beginnt es in ihr zu bröckeln. Also sie dann noch das Tagebuch eines Jungen findet aus den Anfangszeiten von Lex, dürfen wir eine wirklich spannende Charakterentwicklung beobachten. Diese Frau findet ihre Female Rage und ich liebe es. Das Buch zeigt viele Probleme der aktuellen Zeit in einer Überspitzten, aber nicht unmöglichen Zukunftsversion und löst damit viel Betroffenheit aus und regt deutlich zur Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Geschehnissen an. Außerdem stellt es wichtige Fragen zum Thema darf die Sicherheit über alles gestellt werden? Auch über individuelle Bedürfnisse, Privatsphäre und die Möglichkeit allein zu entscheiden. Und so bleibt die Frage des Buches "Aber ist es denn überhaupt möglich eine Gesellschaft zu erschaffen, in der jeder nach seiner Art glücklich werden kann, ohne das es früher oder später zu Problemen führen wird?" Immernoch unbeantwortet. Aber erschafft ein interessantes Gedankenspiel. Definitiv eine absolute Leseempfehlung.

    "Sicherheit ist eine Illusion. Jede Sicherheit ist zerbrechlich. Alles kann sich jederzeit ändern, was heute noch Gültigkeit hat, kann morgen schon längst vorbei sein. Wir haben uns so sicher gefühlt in unserem Wohlstand, in unserer schönen kleinen Blase, in der uns Gewalt und Armut und Klimawandel nichts anhaben könnten. Wir waren so dumm."

    27. Jan. 2026

  • mampalon
    mampalon

    3 Follower

    4,5

    Zwischen Zukunft und Realität

    Das Buch „Wir waren frei“ hat mir sehr gut gefallen und konnte mich auf mehreren Ebenen überzeugen. Besonders beeindruckend fand ich, dass die dargestellte Zukunft nicht überzogen oder unrealistisch wirkt. Statt einer typischen, stark futuristischen Dystopie begegnet man hier einer Welt, die erschreckend nah an der Realität ist. Gerade dieser Aspekt macht die Geschichte so eindringlich: Viele der geschilderten Zustände sind nicht bloß Fiktion, sondern für zahlreiche Frauen in verschiedenen Teilen der Welt auch heute noch – oder wieder – bittere Realität. Dadurch bekommt das Buch eine besondere Tiefe und Relevanz, die zum Nachdenken anregt und lange nachwirkt. Insgesamt ist „Wir waren frei“ ein bewegendes und wichtiges Werk, das nicht nur unterhält, sondern auch sensibilisiert und zum Reflektieren über gesellschaftliche Entwicklungen anregt.

    2. Apr. 2026

  • bibis.stuebchen
    bibis.stuebchen

    37 Follower

    5,0

    Lest dieses Buch, denn es kann immer und überall passieren...

    Diese Dystopie hat mich völlig überrascht. Schon die ersten Seiten haben mich gefesselt und ich war wütend und verzweifelt zugleich. Die Story wird quasi aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen ist da Vinnie, die in einer fiktiven Zukunft auf dem Kontinent Rex lebt. Zum anderen ist da Paul, der zu den ersten Siedelnden auf Rex gehörte und über seine Zeit Tagebuch führte. Dieses Tagebuch ist ein Zeugnis darüber wie schnell aus einem guten Willen eine Diktatur wird. Wie das System unter dem Deckmantel der Sicherheit immer weiter reguliert und die Rechte v.a. der Frauen immer mehr einschränkt. Das Ende hat mich sprachlos zurückgelassen. Einziges Manko: Die Geschichte war leider etwas zu schnell erzählt.

    10. Mai 2025

3 von 8 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 11639%
noraxxx
noraxxx27. Jan. 2026

Ich liebe diese neue rebellische Variante. "Pax Dunn wird sich damit abfinden müssen, so wie ich mich damit abfinden muss, dass er alt und hässlich ist." Female Rage...so brauchen wir das!

Autorin / Autor

Über Keah Rieger

Schon als Kind konnte Keah an keiner Tür vorbeigehen, ohne zu prüfen, ob sich dahinter ein verborgenes Wunderland befand. Also beschloss sie, selbst so ein Portal zu erschaffen und begann zu schreiben - am liebsten magische Geschichten über mutige Held*innen, die verbotene Türen öffnen und in fremde Welten aufbrechen. Wenn sie nicht gerade an ihren Manuskripten feilt, trainiert sie fleißig ihre telekinetischen Fähigkeiten (von denen sie überzeugt ist, dass sie irgendwo in ihr schlummern) oder streift mit ihren Kindern durch die Wälder, auf der Suche nach magischen Portalen. Als @bibliothekeah ist sie außerdem auf Instagram unterwegs und bloggt dort über Bücher und ihr Autorinnenleben. Keah Rieger lebt mit ihrer Familie in Bayern, doch sie träumt von einem kleinen Cottage an der irischen Westküste - natürlich mit eigenen Schafen.

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