Wir waren doch mal Feministinnen

Wir waren doch mal Feministinnen

Taschenbuch
4.17
KapitalismuskritikPopkulturGerechtigkeitDonald Trump

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Beschreibung

Feminismus ist hip. Beyoncé und Emma Watson bekennen sich zum »F-Wort«, Taylor Swift sowieso. Ob die TV-Serie Game of Thrones frauenfeindlich ist oder nicht, darüber redet sich mittlerweile nicht mehr nur die Community im Netz, sondern auch das Feuilleton die Köpfe heiß. Und eine ganze Marketingindustrie schreibt sich »Empowerment« auf die Fahnen, um damit so gut wie jedes Produkt, von Unterwäsche bis Frühstücksflocken, an die Frau zu bringen. Was als politische Bewegung für soziale Gerechtigkeit begonnen hat, scheint heute kaum noch mehr als ein Shoppingtipp in einem großen, bunten Markt zu sein, der uns Lösungen für Probleme und Problemzonen verkauft, die erst das System zu solchen macht. Der Feminismus als Marke setzt individuelle Selbstverwirklichung über kollektive Solidarität. Andi Zeisler, Gründerin und Herausgeberin des Bitch Magazine, nimmt in ihrem höchst unterhaltsamen Buch eine schillernde Reihe von Beispielen aus Popkultur, Medien und Werbung unter die Lupe und zeigt, wie der Feminismus vereinnahmt und verwässert wurde. »Ermächtigung« ist in aller Munde, auf der anderen Seite hat die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten gezeigt, dass Sexismus auf erschreckende Art salonfähig ist.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Gesellschaft & Sozialwissenschaften
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
300
Preis
27.80 €

Beiträge

1
Alle
4

Andi Zeisler kritisiert in »Wir waren doch mal Feministinnen« den Marktfeminismus der letzten Jahre. Kapitel für Kapitel widmet sie sich den verschiedenen Bereichen der Popkultur, beleuchtet deren Geschichte bezüglich feministischer Themen und der Partizipation von Frauen und räumt dabei mit vermeintlichen Errungenschaften und großen Rückschritten auf. Ich empfehle das Buch sehr, wenn mensch sich mit der Darstellung von Frauen in verschiedenen kulturellen Bereichen beschäftigen möchte. Zudem stellt Zeisler ausführlich heraus, an welchen Stellen sich politischer Statements zum kommerziellen Zweck bedient wird. Ich fand das Buch sehr lehrreich und habe viel darüber nachgedacht. Mir fiel aber der Einstieg etwas schwer, weil mir gerade in Bezug auf Film und Fernsehen viele Beispiel aus der US-amerikanischen Kultur nicht bekannt waren. Gerade die letzten Kapitel sind aber sehr lesenswert.

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