Wir Verlorenen

Wir Verlorenen

von Jana Taysen·Buch 1 von 3
Taschenbuch
4.315
JugendromanWir VerstoßenenCoronaPhilosophie

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Beschreibung

Dein Verstand weiß, dass du niemandem mehr trauen kannst – aber was tust du, wenn dein Herz etwas anderes verlangt? Smilla führt mit ihrer kleinen Schwester Jera ein tristes Leben in der Eifel. Die Welt, wie wir sie kannten, gibt es seit einer verheerenden Katastrophe nicht mehr. Wo vorher Gesetze und Ordnung herrschten, treibt nun der grausame Clan der Verlorenen Jungs sein Unwesen. Smilla weiß, dass es in dieser Welt keinen Platz für Liebe und Glück mehr gibt. Bis sie ihren einstigen Nachbarn Falk wiedertrifft ... Doch dann gerät Smilla selbst in eine Spirale aus Verrat und Lügen, die sie an allem zweifeln lässt, woran sie noch glaubte. Wem kann sie noch vertrauen, wenn es um das eigene Überleben geht? Und welche zwielichtige Rolle spielt Falk bei all den Ereignissen? Ein spannungsgeladener Roman voll Leidenschaft und Philosophie, der uns dabei zu den wichtigen Fragen des Lebens führt.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Dystopien & Utopien
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
414
Preis
12.70 €

Autorenbeschreibung

Jana Taysen wurde 1992 in Hagen geboren und lebt mit Freund und Hund im abenteuerlichen Köln. Dort arbeitet sie in einem Marktforschungsinstitut. Zuvor studierte sie English Studies und Medienwissenschaften im Bachelor und Markt- und Medienforschung im Master. Das Schreiben war schon von klein auf ein wichtiger Teil von Janas Leben und eine ihrer liebsten Freizeitbeschäftigungen. Sie liebt es, neue Welten und Charaktere zu erschaffen und selbst ganz und gar in die Geschichten abzutauchen.

Beiträge

8
Alle
5

Wow... Ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können, ein Highlight in diesem Jahr. Eine Empfehlung für alle, die gerne gut geschriebene Dystopien lesen.

5

Spannende Dystopie voller interessanter ethischer Fragestellungen

Eine Pandemie löscht einen Großteil der Bevölkerung aus und wirft die Menschheit in dunkle Zeiten. Die Überlebenden wie Smilla leben versteckt in kleinen Gruppen zusammen. Jede Begegnung mit Fremden wird vermieden. Es wird geplündert, entführt und niedergemetzelt. Ständig herrscht Angst. Alleine bist du so gut wie verloren, Kindheit gibt es nicht mehr. Wir begleiten die Figuren in ihrem neuen Alltag, der stark von Nahrungsbeschaffung geprägt ist. Wie viel Güte ist in solchen Zeiten möglich? Sie geht immer auf Kosten deiner eigenen kleinen Gemeinschaft. Steht diese über allem? Kannst du dir überhaupt noch ein Maß an Freiheit und Individualität erlauben? Oder geht die Sicherheit der Gruppe vor? Ihre allgemeine Hilfsbereitschaft macht Smilla in ihrer Gruppe zur Außenseiterin. So ist sie glücklich, zufällig Falk wiederzutreffen, den ehemaligen Nachbarsjungen aus der alten Welt. Es kommt zu einer zarten Annäherung, immer wieder unterbrochen von dem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Ansichten. Sind die Moralvorstellungen der alten Welt noch haltbar? Wie weit gehst du, um dein Überleben zu sichern? Jede Beziehung wird immer überschattet von der Frage, wem kannst du trauen? Jede Information, die du weitergibst, kann dich und deine Gemeinschaft in Gefahr bringen. Diese ethischen Fragen machen das Buch so lesenswert. Dazu kommt ein flüssiger, angenehmer Schreibstil. Die Charaktere sind mehrdimensional und lebendig beschrieben. Lediglich gegen Ende empfand ich deren Verhalten als nicht mehr ganz authentisch. Insgesamt eine große Leseempfehlung und ich freue mich auf die Fortsetzungen, denn glücklicherweise ist es ja eine dreiteilige Reihe.

5

Dystopie im Deutschlandsetting

Wie würdest du überleben, wenn du einer der letzten Menschen wärest? Spielen Moral und Demokratie noch eine Rolle? Gehst du anderen aus dem Weg? Schließt du dich einer Gruppe an? Raubst du andere aus oder wirst du zum Selbstversorger? Das sind alles Fragen, mit denen man sich beschäftigen könnte und mit allem wird Smilla konfrontiert. Wirklich gut geschrieben wird hier die Geschichte von Smilla, die sich nach Ausbruch der "Plage" mit ihrer Schwester durchkämpft. Nachdem ihre Mutter durch das Virus gestorben ist, kümmert sich Silla alleine um sie. Dank einer Gruppe, der sie sich anschließen können, überleben sie. Aber dann begegnet Smilla irgendwann ihrem ehemaligen Nachhilfeschüler und plötzlich steht ihre Sicherheit auf dem Spiel. Was das alles zu bedeuten hat und was das mit der Sekte und den "Verlorenen Jungs" zu tun hat, wird hier wirklich spannend erzählt. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Die ganze Geschichte ist sehr gut durchdacht. Selbst kleinste Kleinigkeiten werden bisher aufgelöst. Und eine hollywoodreife Dystopie in Deutschland ist auch noch ein guter Punkt.

Dystopie im Deutschlandsetting
2

Ich mag Dystopien. Es gefällt mir, zu sehen, was die schlimmste Zukunft ist, die sich ein Mensch vorstellen kann. Was mich an dieser Dystopie besonders interessiert hat, ist die Tatsache, dass hier eine Pandemie die Zivilisation ausgelöscht hat. Ist vielleicht eine schlechte Idee so ein Buch im Moment zu lesen, aber hey, wen interessierts? Unsere Hauptfigur hier ist Smilla. Sie war mir nicht sympathisch. Sie wirkte auf mich sehr überheblich, so als wäre sie etwas Besseres. Es freut mich ja sehr, dass sie ihre moralischen Überzeugungen nicht gleich aufgibt und sich für das einsetzt, das sie für richtig hält, aber Smilla scheint eine richtige Abneigung gegenüber allen anderen Menschen entwickelt zu haben. Und zwar nicht nur gegenüber von den Monstern, die Menschenhandel betreiben, nein, auch gegenüber allen, die halt einfach mit irgendeiner Art von Leben weitermachen wollen. Gleichzeitig scheinen aber die ganzen Erwartungen, die sie für jeden anderen hat, nicht für sie selbst zu gelten. Sie darf natürlich unzuverlässig sein, andere übers Ohr hauen und tun worauf auch immer sie gerade Lust hat. Gerade Smillas Unzuverlässigkeit fand ich sehr anstrengend und irgendwie auch unglaubwürdig. Die hat eine kleine Schwester, die auf sie zählt! Eine Gruppe, die sich um sie kümmern will und die die beiden bei sich aufgenommen hat! Und was macht sie? Hält sich nicht an Regeln, verschwindet immer mal wieder, das volle Programm. Mit Jera, also der kleinen Schwester, hatte ich totales Mitleid. Die Beziehung zwischen Falk und Smilla fand ich nicht glaubwürdig. Die zwei passen doch einfach überhaupt nicht zusammen! Smilla ist mega moralisch und brav und Falk gehört zu der Art von Menschen, die der Meinung sind, dass man jetzt eh einfach alles machen kann, was man will, weil es ja keine Gesetze mehr gibt. Survival of the fittest! Ich habe einfach nicht verstanden, was Smilla an Falk findet. Er behandelt sie nicht gut, die Einstellung der beiden passt einfach gar nicht zusammen und meiner Meinung nach braucht es mehr als eine Begegnung in der Welt vor der Apokalypse, um eine Beziehung zu begründen. Vor allem, wenn mir ein Typ bei der ersten Begegnung seinen Hund auf den Hals hetzt und mich ausrauben will! Da verliebe ich mich doch nicht in ihn! Das macht doch keinen Sinn! Die Idee der Geschichte fand ich eigentlich sogar ganz spannend. Wie gesagt, ich liebe Dystopien. Und gerade wenn man selbst in einer Pandemie lebt, finde ich es spannend über eine Welt zu lesen, die nach einer Pandemie spielt. Ich finde es gut, dass das Buch erst vier Jahre nach dem Ausbruch der Pandemie beginnt, wo sich zumindest eine Art der Routine entwickelt hat. Mein Fazit? Spannende Idee, allerdings war mir die Protagonistin absolut unsympathisch.

5

Sehr spannendes Buch mit einer düsteren, aber realistischen Sicht auf die Zukunft

Das Buch beginnt erst einmal relativ langsam, man lernt das Setting und die Charaktere kennen. Mir gefällt es sehr gut, dass das Buch in Deutschland und in bekannten Orten spielt. In dieser dystopischen Welt sind einige Jahre vergangen, seit eine furchtbare Krankheit ausbrach. Seitdem herrscht Anarchie und Chaos, es haben sich Gruppen gebildet und jeder sorgt für dich selbst. Die Protagonistin Smilla finde ich sehr sympathisch und tiefgründig gezeichnet. Ich konnte sehr mit ihr fühlen und fand das Verhältnis zu Falk, sowie die Entwicklung sehr spannend. Die ganze Welt, in der wir uns beim Lesen befinden, ist sehr realistisch gezeichnet. Nach Corona ist es vielleicht sogar noch einmal deutlicher, dass so etwas wie in dem Buch passieren könnte. Dabei werden sehr wichtige Themen wie Nachhaltigkeit angesprochen, aber auch tiefgründige Fragen wie der Sinn des Lebens und auch die Geschlechterunterschiede werden thematisiert. Dabei ist das Buch gesellschaftskritisch, ohne den erhobenen Zeigefinger zu nutzen. Das Ende bleibt erwartungsgemäß offen und macht Lust auf Band 2!

4

Brandaktuell. Und obwohl die Pandemie im Buch wesentlich schlimmer ausgegangen ist als unsere derzeitige (wobei, man weiß ja nie...), gibt dieses Buch auch Hoffnung. Der Mensch ist schon ganz schön widerstandsfähig. Und erfinderisch in Zeiten der Not. Es ist auch irgendwie leicht therapeutisch in der jetzigen Situation so ein Buch zu lesen. Mir ist das Cover auf Instagram aufgefallen (wunderschön!) und durch Zufall habe ich das Buch dann auf Netgalley entdeckt. Nach dem Lesen des Klappentextes und auch der Hintergrundgeschichte des Verlages war klar, dass ich es unbedingt lesen will - Jugendbuch, postapokalyptisch/dystopisch, Pandemie, ein Vergleich mit Tribute von Panem - I'm in! Und es hat zwar nichts mit dem Inhalt zu tun, aber KI-gestützte Software hat mich immer schon fasziniert. Danke, dass mir das Vorablesen ermöglicht wurde :) (NetgalleyDE und Kirschbuch Verlag) Smilla lebt mit ihrer jüngeren Schwester und einer Familie in einem Versteck. Wieso? Nach einer verheerenden und wahnsinnig tödlichen Pandemie ist die Weltordnung zerstört und es herrscht Anarchie. In der Gegend wo Smilla und ihre Gefährten sich niedergelassen haben, treibt eine Gruppe namens die "Verlorenen Jungs" ihr Unwesen. Alle Überlebenden versuchen sich gegen Hunger und Kälte durchzuschlagen - alle auf ihre eigene Art und Weise. Während Smillas Gruppe sich versteckt und für sich selbst sorgt, nutzen die Verlorenen Jungs Gewalt um an das zu kommen, was sie brauchen. Smilla trifft auf ihren ehemaligen Nachhilfeschüler Falk und spürt sofort eine Verbindung zur Vergangenheit. Doch ist Falk wirklich noch derselbe? Smilla war mir nicht sofort sympathisch, aber vielleicht, weil mir das Buch Angst gemacht hat. Falks Ansichten sind - wenn auch nicht immer moralisch vertretbar - doch soo nachvollziehbar für mich. Ich mag ihn sehr. Natürlich ist einiges problematisch. Aber auch zutiefst menschlich. Alles in allem hat mir das Buch von vorne bis hinten gut gefallen. Smilla war im richtigen Ausmaß naiv, Falk kämpft mit sich selbst und eigentlich wären beide einfach gerne wieder normale Teenager. Der Titel ist auch sehr passend. In diesem Auftakt wirken die Protagonisten alle etwas verloren. Auch wenn sie bereits mehrere Jahre "in der Wildnis" überleben und viele gute Strategien entwickelt haben, ist jeder Tag ein Blick ins Ungewisse. Der Gedanke an früher geht nie ganz weg. Ich bin extrem auf Folgebände gespannt, denn die Geschichte ist definitiv noch nicht zu Ende und ich will alle wiedertreffen! Außerdem war mir der erste Teil jetzt einfach zu wenig... Da hätte noch mehr Handlung sein dürfen. Die düstere Stimmung einer postapokalyptischen Welt ist extrem gut eingefangen worden. Was bei Jugendbüchern nicht so selbstverständlich ist, funktioniert hier gut: Smilla und Falk handeln nicht nur tatsächlich ihrem Alter entsprechend sondern auch situationsgemäß und wirken authentisch. Für erwachsene Leser mag daher ihr Handeln auch befremdlich sein, aber es ist passend. Ein wirklich spannendes und tiefgehendes Buch. Auch für nicht-mehr-ganz-so-jugendliche Leser auf jeden Fall empfehlenswert

3

Eine Dystopie einer deutschen Autorin und die Grundidee war gut. Ein Virus löscht den Großteil der Menschheit aus - Randnotiz: September 2020 wurde das Buch veröffentlicht; Ein Schelm, wer…. aber lassen wir das ;) - und nun begleiten wir eine der Überlebenden Smilla, wie sie in der Eifel der neuen Welt zurechtkommt. Erst noch mit einer kleinen Gruppe inkl. ihrer Schwester versteckend in einer Höhle und dann auch unterwegs mit diversen (schrägen“ Begegnungen. Die Spannung der Geschichte verlor sich bei mir ab dem Punkt als die Liebesgeschichte dominierte. Das hätte es für mich absolut nicht gebraucht. Ich wollte mehr über die Welt erfahren, Quasi ein Deutsches „The Walking Dead“ (nur halt ohne Zombies, aber mit Überlebenskampf) Leider ging es mir mit diesem Buch, so wie oft mit deutschen Filmen. Sie langweilen mich irgendwann. Über ein paar unlogische Handlungen hätte ich hinwegsehen können, wenn die Geschichte mich gepackt hätte, aber so war es leider nur Mittelmaß. Smilla war mir relativ sympathisch, allerdings immer nur dann, wenn es nicht um ihren Love Interest ging. Falk hat mich sehr aufgeregt, dabei war er vom Charakter her zumindest nicht eindimensional, aber ich konnte Smilas jugendliches Rosa-Rote-Brille-Gehabe wirklich nicht leiden. Mir war auch nicht bewusst, dass es sich hier um eine Trilogie handelt und es schon einen gewissen Cliffhanger gibt und ein großes Thema wohl erst zum Ende der drei Bände aufgelöst wird #Brüssel. Da ich den Schreibstil aber nur so ok fand und weite Teile des Buches langweilig, werde ich nicht weiterlesen. https://www.youtube.com/watch?v=pNIzbRFogBU

4

Danke an NetGalley und den Kirschbuch Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig. Wir Verlorenen ist der Debüt-Roman von Jana Taysen, und der Auftakt einer Reihe. Für mich ist es eine fast perfekte Dystopie! Worum geht es? Das Buch spielt in der Eifel, ein paar Jahre in der Zukunft. Eine höchst tödliche Pandemie (nein, nicht Corona), hat einen Großteil der Bevölkerung auf dem Gewissen, und Zivilisation und Ordnung sind nur noch Ideale in den Vorstellungen der Menschen. Vier Jahre ist es her, seit Smilla und Jera ihre Mutter verloren haben, und auf der Reise zu ihrem Vater nach Frankreich in der Eifel "gestrandet" sind. Seitdem verstecken sich die beiden Schwestern bei einer Familie in einem alten Bunker, und haben sich dort ein einigermaßen gutes Leben aufgebaut. Zufällig trifft Smilla ihren alten Nachhilfeschüler Falk wieder. Einerseits erwachen in ihr ungeahnte Gefühle für Falk, doch andererseits ist sie sich sicher, dass er etwas zu verbergen hat. Und dieses Geheimnis wird sie alle in Gefahr bringen. Im Verlauf des Buches erfahren wir immer mehr über die Plage und wie es zu dem Szenario gekommen ist, das in dem Buch vorhanden ist. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Wir werden beiläufig, durch Nebensätze, in die Welt eingeführt. Das finde ich super! Es gibt viele diverse Charaktere, die größtenteils sehr gut ausgearbeitet sind. Das Buch ist spannend und Jana Taysens Schreibstil hat mich wirklich überzeugt. Ich habe dieses Buch nicht aus der Hand legen können - ich habe es innerhalb von zwei Stunden am Stück weggelesen! Außerdem mag ich die philosophischen Denkanstöße, die uns die Unterhaltungen von Smilla und Falk geben sollen. Jetzt ein wenig negative Kritik - ich habe ja schließlich gesagt "fast perfekt". Zu Beginn hat Smilla eine unglaublich gute Beziehung zu ihrer Schwester Jera - im Verlauf des Buches vernachlässigt sie diese jedoch auf Grund von Falk. Für mich hat das nicht ganz zu Smillas Charakter gepasst. Auch die Flucht am Ende ist etwas klischeehaft; besonders die Szene mit Simon hätte nicht sein müssen. Das Ende von Band 1 ist jedoch wieder stimmig und macht mir Lust auf die Fortsetzung. Insgesamt komme ich so auf 4 von 5 Sternen und kann dieses Buch wirklich wärmstens weiterempfehlen!

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