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Dieser interessante Debütroman der jungen Autorin konfrontiert die Leser*innen mit den absolut unterschiedlichen Lebensläufen dreier Frauen einer polnisch stämmigen Familie. Marianna, Róza und Waleria aus Polen kommen auf unterschiedlichen Wegen und in verschiedenen gesellschaftlichen Zeiten mit Deutschland in Berührung. Sie machen jeweils ganz persönliche Erfahrungen im positiven wie auch im negativen Sinne. Der Roman erzählt feinfühlig und voller Empathie mit den drei Frauen diese Erlebnisse und zeigt uns Leser*innen wieviel gesunder Menschenverstand, Charakterstärke und Durchsetzungsvermögen in jeder dieser Frauen unterschiedlicher Generationen steckt. Er erklärt auch feinfühlig und leidenschaftlich wie sie ihre Beziehungen zueinander mit viel Liebe, Zuneigung, aber auch lebensnaher Kritik, realistisch betrachten und/oder bewertet haben. Die Autorin erzählt in bunter und der Situation angepasster Sprache, lebhaft und sehr genau das polnische Leben aus dem ländlichen Bereich, den Städten, aus Zeiten des Krieges und der Umbrüche nach der kommunistischen Herrschaft. Sie beobachtet wie sich die Migrationserlebnisse der beiden letzten Generationen mit der familiären Prägung durch Grossmutter Marianna vermischt haben. Auch beeindruckt beim Lesen, wie sich die zärtliche und verständnisvolle Beziehung zwischen der im Erwachsenenalter kinderlosen Enkeltochter Waleria und der Grossmutter entwickelte. Olivia Hälterlein berichtet in mehreren Zeitsträngen, die oft sehr abrupt beginnen oder enden. Es bedarf eines genauen, ruhigen Lesestils und guter Orientierung im Text um damit klar zu kommen. Die Autorin hat laufend polnische Begriffe, kurze Redewendungen in polnischer Sprache in ihrem Roman eingebunden. Das wirkt stilistisch sehr interessant und bringt die Leser*in eine stimmige Atmosphäre. Diese Ausdrücke werden zwar in einem Glossar übersetzt, aber längst nicht alles wird erwähnt und ich habe mich sehr in meinem Lesefluss dadurch stören lassen. Das empfand ich als sehr schade für diese ungewöhnlichen und guten Debütroman und ich hoffe sehr, dass sich Leser*innen dadurch nicht vom Buch abschrecken lassen. Denn dieser Roman beschreibt ein sehr treffendes Gesellschaftsbild über vergangene und aktuelle, heute bestehende Beziehungen zwischen Polen und Deutschland und ist eine absolute Leseempfehlung. VIER **** STERNE.
24. Apr. 2026
Dieser interessante Debütroman der jungen Autorin konfrontiert die Leser*innen mit den absolut unterschiedlichen Lebensläufen dreier Frauen einer polnisch stämmigen Familie. Marianna, Róza und Waleria aus Polen kommen auf unterschiedlichen Wegen und in verschiedenen gesellschaftlichen Zeiten mit Deutschland in Berührung. Sie machen jeweils ganz persönliche Erfahrungen im positiven wie auch im negativen Sinne. Der Roman erzählt feinfühlig und voller Empathie mit den drei Frauen diese Erlebnisse und zeigt uns Leser*innen wieviel gesunder Menschenverstand, Charakterstärke und Durchsetzungsvermögen in jeder dieser Frauen unterschiedlicher Generationen steckt. Er erklärt auch feinfühlig und leidenschaftlich wie sie ihre Beziehungen zueinander mit viel Liebe, Zuneigung, aber auch lebensnaher Kritik, realistisch betrachten und/oder bewertet haben. Die Autorin erzählt in bunter und der Situation angepasster Sprache, lebhaft und sehr genau das polnische Leben aus dem ländlichen Bereich, den Städten, aus Zeiten des Krieges und der Umbrüche nach der kommunistischen Herrschaft. Sie beobachtet wie sich die Migrationserlebnisse der beiden letzten Generationen mit der familiären Prägung durch Grossmutter Marianna vermischt haben. Auch beeindruckt beim Lesen, wie sich die zärtliche und verständnisvolle Beziehung zwischen der im Erwachsenenalter kinderlosen Enkeltochter Waleria und der Grossmutter entwickelte. Olivia Hälterlein berichtet in mehreren Zeitsträngen, die oft sehr abrupt beginnen oder enden. Es bedarf eines genauen, ruhigen Lesestils und guter Orientierung im Text um damit klar zu kommen. Die Autorin hat laufend polnische Begriffe, kurze Redewendungen in polnischer Sprache in ihrem Roman eingebunden. Das wirkt stilistisch sehr interessant und bringt die Leser*in eine stimmige Atmosphäre. Diese Ausdrücke werden zwar in einem Glossar übersetzt, aber längst nicht alles wird erwähnt und ich habe mich sehr in meinem Lesefluss dadurch stören lassen. Das empfand ich als sehr schade für diese ungewöhnlichen und guten Debütroman und ich hoffe sehr, dass sich Leser*innen dadurch nicht vom Buch abschrecken lassen. Denn dieser Roman beschreibt ein sehr treffendes Gesellschaftsbild über vergangene und aktuelle, heute bestehende Beziehungen zwischen Polen und Deutschland und ist eine absolute Leseempfehlung. VIER **** STERNE.
24. Apr. 2026







