Wir holen uns die Nacht zurück
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Beschreibung
Kann man jemanden retten, der nicht gerettet werden will?
Ilvy und Kaja. Zwei Mädchen, die im selben Haus aufwachsen und doch aus ganz unterschiedlichen Welten kommen. In ihrer Kindheit stehen sie sich fast so nah wie Schwestern. In der Pubertät ziehen sie zusammen los. Gemeinsam entdecken sie Jungs, Partys und Drogen. Aber mit der Zeit zeigt sich ein Riss. Was Ilvy gleichermaßen fasziniert und beunruhigt, wird für Kaja zum Mittelpunkt. Sie droht immer mehr in die Sucht abzurutschen. Ilvy muss herausfinden, wie sie Kaja schützen kann, ohne sich selbst zu verlieren.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Nora Hoch, geboren 1983 in Bochum, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und arbeitet heute als Schriftstellerin, Theaterpädagogin und Lehrerin. Mit ihrem Debütroman ›Das Salzwasserjahr‹ war sie für den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis und den Evangelischen Buchpreis nominiert. Ihr zweiter Jugendroman ›Wir holen uns die Nacht zurück‹ erhielt den Leserpreis „Buchsommer Sachsen“, wurde im Theater uraufgeführt und gewann den Ikarus-Preis. ›Das beste Versteck des Sommers‹ war für den Deutschen Kinderbuchpreis nominiert. Nora Hoch lebt mit ihrer Familie in Berlin.
Beiträge
Dieses Buch hat mich echt gefesselt.
Ich fand die Geschichte zwischen kaja & Ilvy oft spannend und auch so gut geschrieben, dass man sich super gut in die Geschichte hineinversetzen kann. Konnte teilweise gar nicht aufhören zu lesen, weil es so fesselnd war :D Die Geschichte ist auch schon ziemlich realitätsnah & deswegen finde ich dieses Buch auch so toll. Fand auch die kleinen „Zeichnungen“ im Buch total schön ♡

“Wir holen uns die Nacht zurück” hat es mir wahrlich nicht leicht gemacht – auf der einen Seite fand ich die Geschichte faszinierend zu verfolgen, da ich wissen wollte, was mit Kaja passiert ist; auf der anderen Seite sehe ich das Buch recht skeptisch, da Ilvy ihr eigenes Glück zu sehr von Kaja abhängig macht und sich selbst immer hintenan stellt. Bis zuletzt wusste ich nicht wirklich, welche der beiden Seiten überwiegt – und vor allem, wie ich es bewerten soll. Wie so oft gehen Ilvy und Kaja feiern, nur dass Kaja es wieder “übertreibt” und zu viel trinkt, zu viele Drogen nimmt und kaum noch weiß, wo vorne und hinten ist. In ihrem Rausch verschwindet sie plötzlich und Ilvy sucht tagelang verzweifelt nach ihrer besten Freundin. Eine Geschichte, die mit einer typischen Feier beginnt, mit einem Gefühl von Freiheit und Glück, wird nach und nach immer düsterer und es zeigt sich immer mehr, wie unterschiedlich die Leben der beiden Freundinnen wirklich sind, aus was für unterschiedlichen Welten sie kommen und wie sehr sie einander brauchen. Durch Rückblicke erleben wir immer mehr, was Ilvy und Kaja in der Vergangenheit zusammen erlebt haben, welche Momente sie immer mehr zusammengeschweißt hat und wir erfahren, wie Kaja Ilvy immer mehr aus den Händen glitt. Ilvy ist eine treue Seele, sie will immer nur das Beste für Kaja und vergisst dabei immer mal wieder ihr eigenes Glück bzw. stellt sich selbst bewusst hintenan. Ihre Gefühle, ihr Denken und Handeln macht sie abhängig von Kaja und ich weiß nicht so recht, wie ich dazu stehen soll. In einem Satz auf Seite 12 sagt sie selbst: “Ohne Kaja würde ich die besten Momente in meinem Leben verpassen. Sie würden nicht zustande kommen oder einfach an mir vorbeiziehen. Die schlimmsten allerdings genauso.” Das zeigt uns, dass sie sich ihrem Standpunkt bewusst ist und dennoch kommt sie schwer aus dem sich über Jahre gebildeten Muster heraus. Kaja hingegen wirkt so, als wäre ihr Alles und Jeder egal, ihr geht es nur darum zu vergessen und die schlimmen Dinge in ihrem Leben auszublenden, sich zu betäuben und so lange wie möglich vor ihnen zu fliehen. Hier muss ich sagen, dass die Autorin es geschafft hat, Kajas Weg in die Drogen- und Alkoholsucht nachvollziehbar zu beschreiben, sodass wir als LeserInnen verstehen konnten, was Kajas’ Antrieb gewesen ist. Dieses Buch behandelt wichtige Themen, über die definitiv aufgeklärt werden muss. Sie sind verpackt in eine Geschichte, die in moderner Sprache verpackt auf die Missstände aufmerksam macht, in welchen zu viele Kinder aufwachsen müssen, ohne dass irgendjemand wirklich hinschaut und ihnen hilft. Diese Geschichte öffnet Augen und zeigt deutlich, wie schnell ein junger Mensch aus nachvollziehbaren Gründen auf den falschen Weg geraten kann.

An sich eine gute Geschichte, die sich nach ein paar Seiten auch gut lesen ließ. Aber dennoch..... Warum sieht Paula nicht, dass ihre Tochter überfordert ist? Warum sieht sie weg, obwohl sie weiß, dass häusliche Gewalt im Spiel ist? Über all die Jahre? Ja, weil Menschen eben wegschauen.... Mag sein, ich hätte mir an dieser Stelle andere Impulse gewünscht, andererseits wäre dann natürlich die Story so nicht möglich gewesen. Das Ende mit Kayas Weggang kam plötzlich, was okay ist. Ilvys Sich-Abwenden von Kaya, ihre zunehmend negativen Gefühle der einstigen Freundin gegenüber hätten noch stärker dargestellt werden können. Aber das ist meine Sicht. Ich bin auch nicht Teil der Zielgruppe. Für diese ist das Buch sicher mehr als gelungen und geeignet. Ich habe es gern gelesen.
Beschreibung
Kann man jemanden retten, der nicht gerettet werden will?
Ilvy und Kaja. Zwei Mädchen, die im selben Haus aufwachsen und doch aus ganz unterschiedlichen Welten kommen. In ihrer Kindheit stehen sie sich fast so nah wie Schwestern. In der Pubertät ziehen sie zusammen los. Gemeinsam entdecken sie Jungs, Partys und Drogen. Aber mit der Zeit zeigt sich ein Riss. Was Ilvy gleichermaßen fasziniert und beunruhigt, wird für Kaja zum Mittelpunkt. Sie droht immer mehr in die Sucht abzurutschen. Ilvy muss herausfinden, wie sie Kaja schützen kann, ohne sich selbst zu verlieren.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Nora Hoch, geboren 1983 in Bochum, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und arbeitet heute als Schriftstellerin, Theaterpädagogin und Lehrerin. Mit ihrem Debütroman ›Das Salzwasserjahr‹ war sie für den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis und den Evangelischen Buchpreis nominiert. Ihr zweiter Jugendroman ›Wir holen uns die Nacht zurück‹ erhielt den Leserpreis „Buchsommer Sachsen“, wurde im Theater uraufgeführt und gewann den Ikarus-Preis. ›Das beste Versteck des Sommers‹ war für den Deutschen Kinderbuchpreis nominiert. Nora Hoch lebt mit ihrer Familie in Berlin.
Beiträge
Dieses Buch hat mich echt gefesselt.
Ich fand die Geschichte zwischen kaja & Ilvy oft spannend und auch so gut geschrieben, dass man sich super gut in die Geschichte hineinversetzen kann. Konnte teilweise gar nicht aufhören zu lesen, weil es so fesselnd war :D Die Geschichte ist auch schon ziemlich realitätsnah & deswegen finde ich dieses Buch auch so toll. Fand auch die kleinen „Zeichnungen“ im Buch total schön ♡

“Wir holen uns die Nacht zurück” hat es mir wahrlich nicht leicht gemacht – auf der einen Seite fand ich die Geschichte faszinierend zu verfolgen, da ich wissen wollte, was mit Kaja passiert ist; auf der anderen Seite sehe ich das Buch recht skeptisch, da Ilvy ihr eigenes Glück zu sehr von Kaja abhängig macht und sich selbst immer hintenan stellt. Bis zuletzt wusste ich nicht wirklich, welche der beiden Seiten überwiegt – und vor allem, wie ich es bewerten soll. Wie so oft gehen Ilvy und Kaja feiern, nur dass Kaja es wieder “übertreibt” und zu viel trinkt, zu viele Drogen nimmt und kaum noch weiß, wo vorne und hinten ist. In ihrem Rausch verschwindet sie plötzlich und Ilvy sucht tagelang verzweifelt nach ihrer besten Freundin. Eine Geschichte, die mit einer typischen Feier beginnt, mit einem Gefühl von Freiheit und Glück, wird nach und nach immer düsterer und es zeigt sich immer mehr, wie unterschiedlich die Leben der beiden Freundinnen wirklich sind, aus was für unterschiedlichen Welten sie kommen und wie sehr sie einander brauchen. Durch Rückblicke erleben wir immer mehr, was Ilvy und Kaja in der Vergangenheit zusammen erlebt haben, welche Momente sie immer mehr zusammengeschweißt hat und wir erfahren, wie Kaja Ilvy immer mehr aus den Händen glitt. Ilvy ist eine treue Seele, sie will immer nur das Beste für Kaja und vergisst dabei immer mal wieder ihr eigenes Glück bzw. stellt sich selbst bewusst hintenan. Ihre Gefühle, ihr Denken und Handeln macht sie abhängig von Kaja und ich weiß nicht so recht, wie ich dazu stehen soll. In einem Satz auf Seite 12 sagt sie selbst: “Ohne Kaja würde ich die besten Momente in meinem Leben verpassen. Sie würden nicht zustande kommen oder einfach an mir vorbeiziehen. Die schlimmsten allerdings genauso.” Das zeigt uns, dass sie sich ihrem Standpunkt bewusst ist und dennoch kommt sie schwer aus dem sich über Jahre gebildeten Muster heraus. Kaja hingegen wirkt so, als wäre ihr Alles und Jeder egal, ihr geht es nur darum zu vergessen und die schlimmen Dinge in ihrem Leben auszublenden, sich zu betäuben und so lange wie möglich vor ihnen zu fliehen. Hier muss ich sagen, dass die Autorin es geschafft hat, Kajas Weg in die Drogen- und Alkoholsucht nachvollziehbar zu beschreiben, sodass wir als LeserInnen verstehen konnten, was Kajas’ Antrieb gewesen ist. Dieses Buch behandelt wichtige Themen, über die definitiv aufgeklärt werden muss. Sie sind verpackt in eine Geschichte, die in moderner Sprache verpackt auf die Missstände aufmerksam macht, in welchen zu viele Kinder aufwachsen müssen, ohne dass irgendjemand wirklich hinschaut und ihnen hilft. Diese Geschichte öffnet Augen und zeigt deutlich, wie schnell ein junger Mensch aus nachvollziehbaren Gründen auf den falschen Weg geraten kann.

An sich eine gute Geschichte, die sich nach ein paar Seiten auch gut lesen ließ. Aber dennoch..... Warum sieht Paula nicht, dass ihre Tochter überfordert ist? Warum sieht sie weg, obwohl sie weiß, dass häusliche Gewalt im Spiel ist? Über all die Jahre? Ja, weil Menschen eben wegschauen.... Mag sein, ich hätte mir an dieser Stelle andere Impulse gewünscht, andererseits wäre dann natürlich die Story so nicht möglich gewesen. Das Ende mit Kayas Weggang kam plötzlich, was okay ist. Ilvys Sich-Abwenden von Kaya, ihre zunehmend negativen Gefühle der einstigen Freundin gegenüber hätten noch stärker dargestellt werden können. Aber das ist meine Sicht. Ich bin auch nicht Teil der Zielgruppe. Für diese ist das Buch sicher mehr als gelungen und geeignet. Ich habe es gern gelesen.






