Wir haben keine Angst

Wir haben keine Angst

Hardcover
2.65
DreißigElternErwachsenwerdenFreunde

Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.

Beschreibung

Die Chance meiner Generation war schon immer gleichzeitig auch ihr Fluch: Alles ist möglich! Uns alle plagt diese tiefsitzende, diese von Grund auf fertigmachende Angst davor, uns falsch zu entscheiden. Was, wenn wir im Job, in der Liebe, im gesamten Lebensstil ein falsches Jetzt leben, das das richtige Später verhindert? Nina Pauer beschreibt ihre Generation zwischen Zweifel und Glück, Ironie und Angst, zwischen Stress und Geborgenheit.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
208
Preis
14.40 €

Beiträge

3
Alle
3

Zeitlos! 13 Jahre her aber immer noch aktuell

Die Themen sind aktueller den je, globale Krisen, Angste, Verdrängung, es wird schon irgendwie, der Tinnitus in uns drin, Familie, Politische Unzufriedenheit, die Schockstarre, die „es ist doch egal“-Bewegungsunfähigkeit. Ich finde es schade, dass in den Kapiteln nicht ganz kenntlich gemacht ist wann die Autorin quasi „für sich" redet und wann sie von den Charakteren (Anna / Bastian) redet. Der Tausch zwischen den Charakteren ist klar durch einen Stern markiert aber in den Kapiteln fügt sie sich selbst ein, ihre Sicht und das ist genauso getrennt (nur durch den selben einen Stern). Außerdem hat das Buch mich an manchen Stellen verloren… Einige Kapitel sind wenig divers, wie zB das Eltern-Kapitel. Es wird nur von den perfekten Eltern, den glücklichen Familien und dem starken Familiengefühl ausgegangen. Der bedingungslosen Liebe in beide Seiten. Leider fehlt dort die zweite oder bzw eine weitere Perspektive ... der Blick auf nicht perfekte Familien. Zudem Autorin vergisst leider das auch kleine Schritte in eine richtige Richtung wichtig sind und es nicht darauf ankommt in einem Bereich alles „perfekt" und fair und richtig zu machen. Gerade das finde ich schade, da es sich ja um eine „Gruppentherapie“ handeln soll. Das Ende war wenig verheißungsvoll, dort hätte ich mir vielleicht noch etwas mehr gewünscht. Etwas tiefe, etwas reflektion und ein Richtung für die Zukunft, für einen selbst. ABER (großes aber) was mir gerade im Kapitel zu Freundschaft besonders gefällt, ist das sensibilieren der Wahrnehmung. Dass man darauf achtet nicht schnell beobachten festzuhalten um ein Bild einer Person zu haben, sondern im Hinterkopf zu behalten, eine Beobachtung / ein Bild, Versteckt viel mehr als wir nicht sehen können. Auch wenn dieses Miteinander Bewusstsein mittlerweile mehr verbreitet ist, finde ich es dennoch wichtig kontinuierlich zu sensibilisieren. Vergleichen zwischen auf die Erscheinung des Buchs (2011) zu heute, kann man sagen, dass sich das auch schon sehr verbessert hat. Ich habe mich in vielen Szenen verstanden gefühlt. Hier noch ein paar Zitate die ich wirklich gut fand: 👉🏻 „Wir werden uns weiterhin in einer Mischung aus Pseudo-Statement, wahrer Empörung und offener Schadenfreude Links von sich verhaspelnden oder stolpernden Ministern, Fotos ihrer schlechtsitzenden Frisuren, Clips ihrer grausamen Fremdsprachenkenntnisse und Karrikaturen ihrer sonstigen persönlichen Unzulänglichkeiten hin und her schicken“ (Lustig, weil war) 👉🏻 „Schuld an unserer Lethargie ist dieser verdammte Berg. I...] Das ganze große Unerledigte.“ 👉🏻 „Der Konjunktiv ist dem glücklichen Leben sein Tod"

2

Am Anfang war es lustig, dann war ich enttäuscht weil ich mich mit den beiden Hauptfiguren nicht identifizieren konnte ... also dachte ich, ich bin vielleicht etwas zu alt und gehöre nicht zur thematisierten Generation, obwohl mir das schon komisch vorkam. "Naja, vielleicht bin ich kein typisches Exemplar" habe ich mir dann gedacht. Und zumindest kenne ich ja Typen wie Bastian und Anna ... ABER ganz am Ende gibt es dann einen Psychotest ... "welcher Angsttyp bist Du?" und bei dem Ergebnis (B) musste ich dann doch lachen weil ich mich da dann wiedergefunden habe. Also bin ich wohl wirklich kein typisches Exemplar. So einfach ist das und irgendwie ist das auch gut so.

3

Und nach dem Buch das Schulterzucken.

Beitrag erstellen