Wiedersehen am Potsdamer Platz

Wiedersehen am Potsdamer Platz

Taschenbuch
4.03
Monuments MenTuchvillaKriegKünstler

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Beschreibung

Alice und John haben den Krieg in England überdauert. Doch die Sehnsucht nach der alten Heimat lässt Alice auch nach Jahren nicht los. Als sie 1945 das Angebot erhalten, nach Berlin zurückzureisen, um dort eine amerikanische Sondereinheit, die sogenannten »Monuments Men«, bei der Suche nach geraubten Kunstwerken zu unterstützen, sagen sie zu. Bei ihrer Ankunft wird Alice schmerzlich bewusst, was der Krieg zerstört hat: nicht nur Gebäude und Straßen, sondern auch Vertrauen, Würde und Menschlichkeit. Doch ihre Liebsten sind noch am Leben, und das ist alles, was für Alice zählt. Bis sie erfährt, was die vergangenen Jahre ihrer Familie tatsächlich abverlangt haben – und welch hohen Preis sie zu zahlen bereit waren, um durchzukommen.

»familiäre Dramen sind […] die Würze in ihrem Debütroman, der trotzdem noch mehr zu bieten hat. […] Der Leser erhält Einblicke in die Kunstszene und die Gesellschaft der frühen 1930er-Jahre.« Süddeutsche Zeitung

»Aufregende Familienchronik um eine junge Berlinerin.« Grazia

»Alexandra Cedrino zeichnet ein fiktives, aber dennoch authentisches Bild einer Elitenfamilie der Jahre 1930 bis 1933 in Berlin. Und einer jungen Frau, die ihren eigenen Weg sucht und findet, auch wenn er hin und wieder in Sackgassen führt.« Wiener Zeitung

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
304
Preis
15.50 €

Autorenbeschreibung

Alexandra Cedrino, geboren 1966 in München, stammt aus der Kunsthändlerfamilie Gurlitt. Sie wuchs zwischen Bildern und Büchern auf und lebt heute in Berlin.

Beiträge

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Dies ist der letzte Band einer Trilogie über Galeristen im 2. Weltkrieg. Die anderen beiden habe ich nicht gelesen. Ich hatte aber keine Verständnisschwierigkeiten, da es gut eingefügte Rückblenden gibt. Und da mir keine der Personen richtig ans Herz gewachsen ist, habe ich auch nicht das Bedürfnis die ersten beiden Bände zu lesen. Eindrucksvoll werden die Verwüstungen der Großstädte und im Gegensatz dazu die vergleichsweise gehobene Lebensweise der Sieger geschildert. Was sich hinter dem Begriff Monuments Men verbirgt, wusste ich nicht, obgleich ich von den beschlagnahmten Bildern und Skulpturen durch die Nazis wusste. Die Quintessenz ist, dass es zum Überleben nie ein richtig oder falsch geben kann, sondern nur eine moralische Haltung, selbst wenn man sich dadurch Nachteile einhandelt. Das gefällt mir an dem Buch. Dieser Zwiespalt der Moral wird behutsam geschildert, sodass ich gezwungen bin, eine eigene Position zu finden. Ich bin dankbar dafür, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben. Teilweise habe ich das Hörbuch dazu gehört, fand den aufgesetzten irischen Akzent derart nervig, dass ich aufgehört habe.

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Bei „Wiedersehen am Potsdamer Platz“ handelt es sich um Band 3 der Galeristinnen Trilogie. Während mich Band 1 nicht und Band 2 erst ab der Hälfte mitreißen konnte, schaffte es Band 3 mich direkt in den Bann zu ziehen. Die Entwicklung der Geschichte und die immer wieder eingefügten Rückblicke auf die vergangenen Jahre haben in mir eine Spannung aufgebaut, welche mir in der Geschichte bisher leider zumeist gefehlt hatte. Hätte ich Alice erst in Band 3 kennengelernt, so hätte ich sie auf Anhieb gemocht. Ihre Einstellung gegenüber der Familie, Freunden aber auch Fremden, welchen Leid erfahren war, war absolut emphatisch und in meinen Augen vorbildlich. Daher zeigt sich für mich eine deutliche Entwicklung, da ich ja zunächst mit Alice als Protagonistin nicht wirklich warm wurde. So habe ich mich sehr gefreut, als Alice in Deutschland dann auch ihre Tante und ihre beiden Onkel wiedergefunden hat. Auch mit dem Schreibstil kam ich dieses mal viel besser zurecht als in den beiden vorausgegangen Bänden. Für mich ist dieser Teil der Geschichte, definitiv der Stärkste von den drei Teilen und somit ein toller Abschluss. Fazit: Eine leider durchwachsene Buchreihe, bei der mir Band 3 schließlich am Besten gefallen hat.

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Ein spannender Abschluss der Galeristinnen-Trilogie verbunden mit dem Wunsch Alice und John noch ein wenig mehr folgen zu dürfen.

„Endlich, mein Kind. Du hast deinen eigenen Weg gefunden.“ (Seite 294) Zum Abschluss der Galeristinnen-Trilogie findet Alice als Hauptprotagonisten, ihren Weg verbunden, mit dem Blick in eine gerechtere Welt nach dem zweiten Weltkrieg. Der letzte Teil ist geprägt von der Hoffnung, dass in der eigenen Familie und der eigenen Geschichte nicht so viele schlimme Taten in der Zeit des Zweiten Weltkrieges vollführt wurden - aber Misstrauen, Unwissenheit und eigene Anspruch an die Ehrlichkeit sorgen dafür, dass der Wunsch nach Wieder Aufbau und Neuanfang für Alice nicht so einfach wird wie vielleicht gedacht. Der dritte Roman der Reihe bettet sich ein in die historischen Entwicklung zum Ende des Zweiten Weltkrieges, der Kapitulation Deutschlands und der Suche nach Kunstwerken, welche die Nazis versteckt oder zerstört hatten. Historische Kontext nimmt uns mit in ein zerstörtes Berlin in einer Mischung aus Verzweiflung und Aufbruch. Manchmal hat man das Gefühl, dass die Menschen am Krieg gar nicht beteiligt gewesen wären, so wie sie sich noch im Jahr 45 wieder völlig normal verhalten, aber sie können ihre Schuld und ihre Mittäter:innenschaft nicht leugnen. Die gesamte Reihe ist eine Leseempfehlung, weil sie den Blick auf die politischen Lagen in der Weimarer Republik im dritten Reich und in der Nachkriegs Zeit mit dem Fokus der Kunstgeschichte verbindet und die Leser:innen somit auf einer wirklich intensive Reise nimmt . „Wenn der Tag kommt, an dem ich sterbe, möchte ich sagen können, dass ich einen winzigen Teil dazu beigetragen habe, dass es besser wurde. Dass ich nicht nur danebengestanden habe.“ (Seite 188)

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