Wessen Erinnerung zählt?
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Beschreibung
Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus
Über Deutschlands koloniale Geschichte wird aktuell wieder heftig debattiert. Es geht um Straßennamen aus der Kolonialzeit, Statuen alter Kolonialherren und die Bestände von Museen. Im Mittelpunkt stehen ehemalige Kolonien in Afrika wie Kamerun oder Namibia.
Doch auch polnischsprachige Gebiete wurden vom Deutschen Reich besetzt, ebenso wie sich der deutsche Imperialismus auf Südosteuropa und das Osmanische Reich richtete.
Wessen Erinnerung zählt?
erzählt die ganze Geschichte des deutschen Expansionsstrebens.
Nur so können wir heute angemessen über Rassismus, Migration und Erinnerung sprechen.
Mit aktuellem Vorwort für die Taschenbuch-Ausgabe
»Terkessidis zeigt klar wie keiner vor ihm, wie gerade in Deutschland der Rassismus als Grundprinzip des Kolonialismus weiterlebt, viel weniger beachtet und geächtet als in anderen Ländern.« Süddeutsche Zeitung
»Gedankenreich und brillant formuliert.« Kölner Stadt-Anzeiger
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Mark Terkessidis, geboren 1966, ist freier Autor und hat u. a. für taz, Tagesspiegel, Die Zeit und Süddeutsche Zeitung geschrieben sowie Radiobeiträge für den Deutschlandfunk verfasst und im WDR-Radio moderiert. Er promovierte über die Banalität des Rassismus und unterrichtete an den Universitäten Köln, Rotterdam und St. Gallen. Zuletzt veröffentlichte er Interkultur (2010), Kollaboration (2015) und Nach der Flucht (2017). Er lebt in Berlin.
Beiträge
"Wessen Erinnerung zählt" befasst sich mit Rassismus und vor allem Kolonialismus in der deutschen Vergangenheit und welche Auswirkungen er bis heute auf unsere Gesellschaft hat. Interessant fand ich, dass nicht nur der Kolonialismus Afrikas betrachtet wird, sondern auch die Besetzung Polens, die per Definition tatsächlich auch unter diese Rubrik fällt, worüber aber heute nicht gern gesprochen wird. Kritisch betrachtet wird generell der Umgang mit den damaligen Kolonien, mit den geraubten Schätzen (zB im just eröffneten Humboldt Forum in Berlin) und mit den gesellschaftlichen Folgen. Darf man sich zB wundern, dass viele Menschen aus Afrika sich auf den Weg in ein vermeintlich besseres Leben in Deutschland machen, wenn die Deutschen dort eingefallen sind und ihre Werte und Kultur /Herkunft als die einzig richtigen prießen? Darf man sich wundern,wenn man Länder besetzt und seine Männer als Arbeitskräfte nach Deutschland holt, und diese dann dort bleiben und ihre Familie nachholen wollen? All diese Themen werden im Buch aufgegriffen. Ich habe viel gelernt und neue Anregungen zum Nachdenken bekommen.
Beschreibung
Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus
Über Deutschlands koloniale Geschichte wird aktuell wieder heftig debattiert. Es geht um Straßennamen aus der Kolonialzeit, Statuen alter Kolonialherren und die Bestände von Museen. Im Mittelpunkt stehen ehemalige Kolonien in Afrika wie Kamerun oder Namibia.
Doch auch polnischsprachige Gebiete wurden vom Deutschen Reich besetzt, ebenso wie sich der deutsche Imperialismus auf Südosteuropa und das Osmanische Reich richtete.
Wessen Erinnerung zählt?
erzählt die ganze Geschichte des deutschen Expansionsstrebens.
Nur so können wir heute angemessen über Rassismus, Migration und Erinnerung sprechen.
Mit aktuellem Vorwort für die Taschenbuch-Ausgabe
»Terkessidis zeigt klar wie keiner vor ihm, wie gerade in Deutschland der Rassismus als Grundprinzip des Kolonialismus weiterlebt, viel weniger beachtet und geächtet als in anderen Ländern.« Süddeutsche Zeitung
»Gedankenreich und brillant formuliert.« Kölner Stadt-Anzeiger
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Mark Terkessidis, geboren 1966, ist freier Autor und hat u. a. für taz, Tagesspiegel, Die Zeit und Süddeutsche Zeitung geschrieben sowie Radiobeiträge für den Deutschlandfunk verfasst und im WDR-Radio moderiert. Er promovierte über die Banalität des Rassismus und unterrichtete an den Universitäten Köln, Rotterdam und St. Gallen. Zuletzt veröffentlichte er Interkultur (2010), Kollaboration (2015) und Nach der Flucht (2017). Er lebt in Berlin.
Beiträge
"Wessen Erinnerung zählt" befasst sich mit Rassismus und vor allem Kolonialismus in der deutschen Vergangenheit und welche Auswirkungen er bis heute auf unsere Gesellschaft hat. Interessant fand ich, dass nicht nur der Kolonialismus Afrikas betrachtet wird, sondern auch die Besetzung Polens, die per Definition tatsächlich auch unter diese Rubrik fällt, worüber aber heute nicht gern gesprochen wird. Kritisch betrachtet wird generell der Umgang mit den damaligen Kolonien, mit den geraubten Schätzen (zB im just eröffneten Humboldt Forum in Berlin) und mit den gesellschaftlichen Folgen. Darf man sich zB wundern, dass viele Menschen aus Afrika sich auf den Weg in ein vermeintlich besseres Leben in Deutschland machen, wenn die Deutschen dort eingefallen sind und ihre Werte und Kultur /Herkunft als die einzig richtigen prießen? Darf man sich wundern,wenn man Länder besetzt und seine Männer als Arbeitskräfte nach Deutschland holt, und diese dann dort bleiben und ihre Familie nachholen wollen? All diese Themen werden im Buch aufgegriffen. Ich habe viel gelernt und neue Anregungen zum Nachdenken bekommen.




