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Zurück in Bremen Über ein Jahr musste ich warten, bis ich endlich erfuhr, wie es Louise, Felix und Emilie in Australien ergangen ist. Entgegen meiner Erwartungen spielt der zweite Teil "Weserglanz" nicht wie erwartet auf dem kleinsten Kontinent der Erde, sondern wieder in Bremen. Denn Louise ist zurück in der Hansestadt, da ihr Onkel schwer erkrankt ist. Während sie in Australien ein weitgehend freies und selbstbestimmtes Leben geführt hat, muss sie sich jetzt wieder in die strengen gesellschaftlichen Regeln Bremens fügen und das fällt ihr alles andere als leicht. Auch Felix und Emilie konnten in Australien ihre Liebe und Zuneigung für einander zulassen, was nach ihrer Rückkehr nach Bremen undenkbar ist. In diesem zweiten Teil ist nich viel mehr passiert, als im ersten. Ein Zwischenfall mit Nolthenius im australischen Dschungel überschattet die ganze Expedition, die zwar sehr erfolgreich, aber auch grausam war. Lange erfährt der Leser nicht, was denn genau vorgefallen ist und wer alles involviert war. Und auch in Bremen ist die Lage ernst, Louises Familie steht vor dem geschäftlichen Ruin, Emilie wird von ihrem Mann Albert erpresst und über allem kreisen Nolthenius und Osterloh, wie die Geier am Himmel. Christiane Lind versteht es, für mich, wie keine zweite brillant recherchierte geschichtliche Ereignisse und Gegebenheiten in einen Roman einzuflechten und dabei stetig die Spannung zu steigern. Die Australien Ausstellung und die Expeditionen dafür gab es zu dieser Zeit wirklich. Es waren aber eher prestigeträchtig, als wissenschaftlich. Die feine Gesellschaft stillte so ihre Sensationsgier an toten Tieren und menschlichen Skeletten. Auch die Schwierigkeiten einzelner Kaufleute, verursacht durch riskante Investitionen, ist keine Erfindung. Authentisch dargestellt wird auch wieder die Rolle der Frau, die sich zu fügen und ihre gesellschaftlichen Verpflichtungen hat. Eigenständiges Denken und Handeln sind nicht erwünscht. Louise und Emilie lassen sich das aber nicht gefallen. Sie gehen ihren Weg und finden dadurch auch ihr eigenes Glück. Die Protagonisten sind so facettenreich beschrieben mit all ihren Hoffnungen und Zweifeln, mit ihren schlechten und grausamen Eigenarten und ihrem Willen ein möglichst gutes Leben zu führen. Dadurch waren mir einige unglaublich sympathisch, andere dagegen absolut unsympathisch. Das machte die Menschen in dieser Geschichte so authentisch. Die detailreichen Beschreibungen von Australien und Bremen haben mich ganz tief in die Geschichte eintauchen und Bilder in meinem Kopf entstehen lassen. Lind beschönigt und romantisiert hier nichts. Ganz im Gegenteil, sie beschreibt die ganze Härte, aber auch Schönheit des Dschungels, die Kälte und Rauheit Bremens und die Klassenunterschiede zwischen den einzelnen Stadtteilen. Die Liebesgeschichten halten sich hier ganz zart im Hintergrund und nehmen keinen großen Raum ein und dich hoffte ich ständig auf ein Happy End für alle. Ob das Louise, Emilie, Felix und Christian gewährt wurde müsst ihr schon selber lesen! Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für diesen Teil und nochmal für den ersten. Denn nur in Kombination lässt diese Dilogie ihre ganze Spannung wirken.
3 Tage vor
Zurück in Bremen Über ein Jahr musste ich warten, bis ich endlich erfuhr, wie es Louise, Felix und Emilie in Australien ergangen ist. Entgegen meiner Erwartungen spielt der zweite Teil "Weserglanz" nicht wie erwartet auf dem kleinsten Kontinent der Erde, sondern wieder in Bremen. Denn Louise ist zurück in der Hansestadt, da ihr Onkel schwer erkrankt ist. Während sie in Australien ein weitgehend freies und selbstbestimmtes Leben geführt hat, muss sie sich jetzt wieder in die strengen gesellschaftlichen Regeln Bremens fügen und das fällt ihr alles andere als leicht. Auch Felix und Emilie konnten in Australien ihre Liebe und Zuneigung für einander zulassen, was nach ihrer Rückkehr nach Bremen undenkbar ist. In diesem zweiten Teil ist nich viel mehr passiert, als im ersten. Ein Zwischenfall mit Nolthenius im australischen Dschungel überschattet die ganze Expedition, die zwar sehr erfolgreich, aber auch grausam war. Lange erfährt der Leser nicht, was denn genau vorgefallen ist und wer alles involviert war. Und auch in Bremen ist die Lage ernst, Louises Familie steht vor dem geschäftlichen Ruin, Emilie wird von ihrem Mann Albert erpresst und über allem kreisen Nolthenius und Osterloh, wie die Geier am Himmel. Christiane Lind versteht es, für mich, wie keine zweite brillant recherchierte geschichtliche Ereignisse und Gegebenheiten in einen Roman einzuflechten und dabei stetig die Spannung zu steigern. Die Australien Ausstellung und die Expeditionen dafür gab es zu dieser Zeit wirklich. Es waren aber eher prestigeträchtig, als wissenschaftlich. Die feine Gesellschaft stillte so ihre Sensationsgier an toten Tieren und menschlichen Skeletten. Auch die Schwierigkeiten einzelner Kaufleute, verursacht durch riskante Investitionen, ist keine Erfindung. Authentisch dargestellt wird auch wieder die Rolle der Frau, die sich zu fügen und ihre gesellschaftlichen Verpflichtungen hat. Eigenständiges Denken und Handeln sind nicht erwünscht. Louise und Emilie lassen sich das aber nicht gefallen. Sie gehen ihren Weg und finden dadurch auch ihr eigenes Glück. Die Protagonisten sind so facettenreich beschrieben mit all ihren Hoffnungen und Zweifeln, mit ihren schlechten und grausamen Eigenarten und ihrem Willen ein möglichst gutes Leben zu führen. Dadurch waren mir einige unglaublich sympathisch, andere dagegen absolut unsympathisch. Das machte die Menschen in dieser Geschichte so authentisch. Die detailreichen Beschreibungen von Australien und Bremen haben mich ganz tief in die Geschichte eintauchen und Bilder in meinem Kopf entstehen lassen. Lind beschönigt und romantisiert hier nichts. Ganz im Gegenteil, sie beschreibt die ganze Härte, aber auch Schönheit des Dschungels, die Kälte und Rauheit Bremens und die Klassenunterschiede zwischen den einzelnen Stadtteilen. Die Liebesgeschichten halten sich hier ganz zart im Hintergrund und nehmen keinen großen Raum ein und dich hoffte ich ständig auf ein Happy End für alle. Ob das Louise, Emilie, Felix und Christian gewährt wurde müsst ihr schon selber lesen! Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für diesen Teil und nochmal für den ersten. Denn nur in Kombination lässt diese Dilogie ihre ganze Spannung wirken.
3 Tage vor




