Werke / Der Nazi & der Friseur

Werke / Der Nazi & der Friseur

Hardcover
3.722
NationalsozialismusLebensabendSchlesienLebensgeschichte

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Beschreibung

Dieser Roman aus Deutschlands schlimmster Vergangenheit hat seine eigene Geschichte. Erst sieben Jahre nach seinem Welterfolg in Amerika, Italien, England und Frankreich erschien der ursprünglich auf deutsch geschriebene 'Der Nazi & der Friseur' auch in der Bundesrepublik. 'Es wäre interessant zu wissen, was das deutsche Volk zu diesem Buch sagen würde', schrieb Jahre zuvor Times Literary Supplement. Diese lang erwartete Antwort auf das Buch eines Juden mit deutscher Vergangenheit, Sprache und Kultur, das von der Geschichte dieses Landes diktiert und für das es geschrieben wurde, war ein überraschender sensationeller Erfolg. Doch es ist nicht nur der surreale Horror, der Kritiker und Leser dieser turbulenten Großdeutschland-Parodie betroffen machte. Es war nicht nur diese Geschichte von der Höllenfahrt des gelernten Friseurs und späteren SS-Oberscharführers Max Schulz aus der deutschen Provinzstadt, der, als Massenmörder an Tausenden von Juden nach dem Krieg gesucht, in der Identität seines durch ihn umgekommenen jüdischen Jugendfreundes Itzig Finkelstein Schutz sucht, der mit einem Sack voll Goldzähnen auf dem Schwarzmarkt in Berlin sein Geld macht und schließlich mit seinem Gesicht wie ein 'Stürmer-Jude' unangefochten nach Israel auswandert und dort seinen gesicherten Lebensabend antritt. Der Erfolg gilt auch einem literarischen Meisterwerk, der Entdeckung eines großen Satirikers und seiner Sprache, 'die wild wuchert und doch oft genug trifft, eine düstere und auch stille Poesie entfaltet', wie Heinrich Böll schrieb.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
N/A
Preis
23.50 €

Beiträge

5
Alle
3.5

Das Buch ist unerträglich. Die Geschichte eines Massenmörders, der sich häutet wie eine Schlange und sich dadurch den jeweiligen gesellschaftlichen Gegebenheiten anpasst. Kaltblütig und gewissenlos schlängelt er sich durch sein Leben, wird für nichts bestraft und zeigt auch keine Reue. Ein Mensch, der ein einziger Abgrund ist. Der Roman soll eine Satire sein, allerdings finde ich gar nichts komisch daran. Der Humor passt abartig zur Hauptfigur, bei mir löst er Ekel aus. Auf 465 Seiten nutzt sich da auch einiges ab, wenn zum 100. Mal die Wendung"ich, Itzig Finkelstein oder der Massenmörder Max Schulz" fällt. Da kann ich dann nur noch mit den Augen rollen. Kann man lesen, muss man aber nicht.

4.5

Ganz starkes Buch! Edgar Hilsenrath wirft mit seiner Geschichte des Max Schulz bzw. des Itzig Finkelstein eine ganz eigenständige Perspektive auf das Dritte Reich und die Nachkriegszeit. Bizarr, nüchtern, düster, grausam, sarkastisch und schwarzhumorig . Alles zusammen, alles durcheinander. Für mich bislang eines der eindrucksvollsten Bücher über diese Zeitepoche. Und nicht zuletzt die Zurückhaltungen und Schwierigkeiten der ersten deutschen Ausgabe, als das Buch im Ausland schon längst ein Bestseller war, machen diesen Roman besonders.

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4

Ein unglaublich innovatives und überraschendes Buch. Mit seiner drastischen und düster-humorigen Schreibweise zieht Hilsenrath einen direkt in den Bann! Ein Buch, das einen nochmal ganz anders auf das dritte Reich blicken lässt. Pflichtlektüre!

3

Ich weiß gar nicht so genau , was ich über dieses Buch sagen soll...skurril? Grausam? Ein ernstes Thema mit schwarzem Humor versetzt? Ich bin zwiegespalten. Die Tatsache, dass Herr Hilsenrath selbst Holocaust Überlebender war, macht es noch grausamer.

2.5

Ein heftiges Thema, aber ich bin leider nicht richtig rein gekommen ins Buch. Somit zog es sich ganz schön in die Länge für mich.

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