Wenn die Hoffnung stirbt, geht's trotzdem weiter
Jetzt kaufen
Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.
Beschreibung
»Peng! Ein hochinfektiöses, explosives Gesamtkunstwerk. Vorsicht, Ansteckungsgefahr!« Günter Wallraff
Sibylle Berg sagt: »Einer der cleversten Aktivisten, die ich kenne.«
Sie meint den Aktionskünstler und investigativen Journalisten Jean Peters, der hier von seinen wahnwitzigsten, skurrilsten, mutigsten und kreativsten Versuchen, die Welt zum Besseren zu verändern, erzählt.
Als sich abzeichnete, dass die Rechten auf dem Vormarsch sind, als Klimaforscher*innen vor den Folgen exponenziellen Wachstums warnten und alle weitermachten wie bisher, da verspürte Jean Peters das Gefühl politischer Ohnmacht. Um dem zu entkommen, gründete er zusammen mit Gleichgesinnten das Peng! Kollektiv: Mit Fakes, Subversion und Ironie brechen sie die Krusten der Macht auf.
Klug, witzig, reflektiert und unterhaltsam erzählt Jean Peters, wie sie Shell und Vattenfall in den Panikmodus versetzen, Webseiten von Waffenhändler*innen hacken oder Menschen zur Flucht innerhalb Europas verhelfen. Und während sein pessimistisches Ich ihn immer wieder daran erinnert, dass Hoffnung der erste Schritt auf der Straße der Enttäuschung ist, sucht sein optimistisches Ich stets nach neuen Trampelpfaden. Denn wenn die Hoffnung stirbt, geht es trotzdem weiter…
»Endlich wird der Schleier über dem aktivistischen Spektakel des teuflisch klugen Peng!-Kollektivs gelüftet.« Mike Bonanno, The Yes Men
»Jean Peters macht, wo andere nur möchten.« Tim Wolff, Titanic Herausgeber
»Jean Peters zeigt uns, wie man mit Kreativität und Entschlossenheit konkret etwas tun kann.« Carola Rackete
»Wikipedia bezeichnet ›Hacken‹ eine einfallsreiche Experimentierfreudigkeit. Genau diese zeigt Jean auf dem Weg, Missstände in unserer Gesellschaft zu thematisieren und zu verändern.« Linus Neumann, Sprecher des Chaos Computer Clubs
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Jean Peters, Jahrgang 1984, ist Journalist und Aktionskünstler. Er hat in London und Berlin Politikwissenschaften studiert und das medientaktische Kollektiv Peng! gegründet, mit dem er regelmäßig Unternehmen unterwandert, auf mehreren Kunst-Biennalen ausstellt und das mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet wurde. 2018 war er Mitbegründer der NGO Seebrücke und war 2019 für das Recherchezentrum Correctiv undercover in der Klimaleugnerszene. Jean Peters lebt in Berlin.
Beiträge
Jean Peters hat als Teil des Peng Kollektiv, deren Mitglieder ein wenig die deutschen Yes Men sind, schon viele subversive Aktionen durchgeführt, um auf das Unrecht auf der Welt aufmerksam zu machen. Die Spannbreite reicht von eher kleineren Aktionen wie Tortenwürfe auf Politiker*innen zu komplizierten und gefährlichen wie die Gründung eines Vereins für Aussteiger*innen aus Geheimdiensten. Der Inhalt des Buches wechselt von theoretischen Abhandlungen über praktische Anleitungen zu lustigen Anekdoten, der Tonfall schwankt zwischen alarmierend-schockierend und skurril-lustig. Es ist bspw. einfach zu großartig, wenn eine Klimaleugnerin einer Mitarbeiterin von Peters gerade stolz ihren Spionage-Kugelschreiber vorführt, mit dem sie am nächsten Tag Klimaaktivist*innen aufzeichnen will, während sie gerade mit genau dem gleichen Modell (bei ebay zu kaufen) gefilmt wird. Man muss nicht jede Aktion von Peng gutheißen, zum Nachdenken regen sie auf jeden Fall an. Schön finde ich auch, dass es immer wieder Optimismus gibt. Wenn sich Jean Peters auf einer Shell-Veranstaltung einschmuggeln konnte, auf der er auf der Bühne eine Ölfontäne explodieren lassen will, drei der vier vor ihm auftretenden (echten) Nachwuchswissenschaftler*innen die Bühne aber bereits für Protestaktionen gegen Shell genutzt haben, ist es einfach toll. Denn auch "wenn die Hoffnung stirbt, können wir uns trotzdem organisieren" (S. 217).
Heute rezensiere ich mal wieder ein Buchclubbuch für euch - und ausnahmsweise mal vor unserem Treffen. Normalerweise gehöre ich nämlich zu den Menschen, die so eine Lektüre bis zur letzten Sekunde aufschieben und die letzten paar Seiten auf dem Weg zum Clubtreffen lesen. Ups. Dieses Buch hatte ich seit Weihnachten auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Ich habe es dem Club vorgeschlagen, weil es mir immer Spaß macht, mit ihnen über politische Aspekte unserer Bücher zu diskutieren. Und ja, da gibt es immer was zu besprechen. Selbst wenn es auf den ersten Blick nicht so wirkt. Ich sag nur: Angelini Josephin. Die Buchclubmädels wissen, was da los war. Der Rest von euch bekommt irgendwann noch einen kurzen Einblick, wenn ich dieses Buch dann endlich mal rezensiere. Und nein, ich bin nicht diejenige, die die Diskussionen auf politische Themen lenkt. Zumindest bei weitem nicht immer. Auf jeden Fall dachte ich mir, dass es wahrscheinlich auch spannend wäre, ein bisschen über politischen Aktionismus zu quatschen. Ich hab vor unserem Treffen schon in das Buch reingelesen und ich war mir sicher, dass der Buchclub den Tortenwurf auf die damalige Afd-Chefin feiern würden. (Das Video gibt es übrigens auch auf Youtube. Sucht dort an eurem nächsten schlechten Tag einfach mal nach dem "Tortalen Krieg".) Bei anderen Aktionen war ich mir wiederum nicht ganz so sicher, ob das alle gut finden würden. Aber dafür lese ich diesen Text ja in einem Buchclub: Ich will über die Aktionen sprechen und wenn irgendwer ganz anderer Meinung ist, dann möchte ich wissen warum und ob ich die Argumentation der anderen Person nachvollziehen kann. Auf jeden Fall wurde dieses Buch dann zur nächsten Lektüre gewählt und jetzt dauert es nur noch eine halbe Ewigkeit, bis wir endlich unser nächstes Treffen haben. Wie weit würdet ihr persönlich gehen, wenn ihr euch für ein Thema einsetzt, dass euch wirklich am Herzen liegt? Ich habe bisher demonstriert, Mails an politische Entscheidungsträger:innen geschrieben, gehe regelmäßig die aktuellen Volksbegehren durch, gehe zu jeder Wahl und ich engagiere mich immer mal wieder ehrenamtlich. Das Peng-Kollektiv geht da weiter und gestaltet Aktionen, für die ich wohl einfach zu feige bin. Vor der NSA für einen Aussteigerverein für Geheimagent:innen werben? Mich in die Szene der Klimaleugner:innen einschleusen? Politiker:innen/Nazis Kuchen ins Gesicht klatschen? Obwohl... Für letztere Aktion hätte ich eine lange Liste an Politikern (aktuell nicht gegendert), denen so ein bisschen Sahne im Gesicht wohl nicht schaden würde... Dieses Buch hat mir einfach Spaß gemacht und mich gleichzeitig dazu gebracht, nachzudenken und mich und meine Privilegien zu hinterfragen. Und das auch nachdem ich das Buch schon beendet habe. Vor allem in Supermärkten muss ich jetzt ständig an diesen Text denken. Darin wird nämlich eine Frau zitiert, die sich darüber ärgert, dass Menschenrechte im Supermarkt durch Kund:innen verhandelt werden. Und sie hat recht: Es ist total absurd, dass wir beim Einkaufen darüber entscheiden sollen, ob es Sklaverei in dieser Welt gibt, ob Kinder Schokolade herstellen müssen, ob Menschen ausgebeutet werden. Genauso absurd wie dort zu entscheiden, ob Tiere anständig behandelt werden oder ob die Umwelt vergiftet wird. Warum sollten das Kund:innen entscheiden? Sollte nicht eigentlich die Politik sicherstellen, dass menschenwürdige Arbeitsbedingungen, kein Tierleid und Umweltschutz ganz normal sind? Was ist das nur für eine verkorkste Gesellschaft, in der wir leben? Mein Fazit? Ich werde das Kollektiv und seine Aktionen auf jeden Fall weiter beobachten. Und ich freue mich schon sehr auf die Diskussion im Club.
Beschreibung
»Peng! Ein hochinfektiöses, explosives Gesamtkunstwerk. Vorsicht, Ansteckungsgefahr!« Günter Wallraff
Sibylle Berg sagt: »Einer der cleversten Aktivisten, die ich kenne.«
Sie meint den Aktionskünstler und investigativen Journalisten Jean Peters, der hier von seinen wahnwitzigsten, skurrilsten, mutigsten und kreativsten Versuchen, die Welt zum Besseren zu verändern, erzählt.
Als sich abzeichnete, dass die Rechten auf dem Vormarsch sind, als Klimaforscher*innen vor den Folgen exponenziellen Wachstums warnten und alle weitermachten wie bisher, da verspürte Jean Peters das Gefühl politischer Ohnmacht. Um dem zu entkommen, gründete er zusammen mit Gleichgesinnten das Peng! Kollektiv: Mit Fakes, Subversion und Ironie brechen sie die Krusten der Macht auf.
Klug, witzig, reflektiert und unterhaltsam erzählt Jean Peters, wie sie Shell und Vattenfall in den Panikmodus versetzen, Webseiten von Waffenhändler*innen hacken oder Menschen zur Flucht innerhalb Europas verhelfen. Und während sein pessimistisches Ich ihn immer wieder daran erinnert, dass Hoffnung der erste Schritt auf der Straße der Enttäuschung ist, sucht sein optimistisches Ich stets nach neuen Trampelpfaden. Denn wenn die Hoffnung stirbt, geht es trotzdem weiter…
»Endlich wird der Schleier über dem aktivistischen Spektakel des teuflisch klugen Peng!-Kollektivs gelüftet.« Mike Bonanno, The Yes Men
»Jean Peters macht, wo andere nur möchten.« Tim Wolff, Titanic Herausgeber
»Jean Peters zeigt uns, wie man mit Kreativität und Entschlossenheit konkret etwas tun kann.« Carola Rackete
»Wikipedia bezeichnet ›Hacken‹ eine einfallsreiche Experimentierfreudigkeit. Genau diese zeigt Jean auf dem Weg, Missstände in unserer Gesellschaft zu thematisieren und zu verändern.« Linus Neumann, Sprecher des Chaos Computer Clubs
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Jean Peters, Jahrgang 1984, ist Journalist und Aktionskünstler. Er hat in London und Berlin Politikwissenschaften studiert und das medientaktische Kollektiv Peng! gegründet, mit dem er regelmäßig Unternehmen unterwandert, auf mehreren Kunst-Biennalen ausstellt und das mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet wurde. 2018 war er Mitbegründer der NGO Seebrücke und war 2019 für das Recherchezentrum Correctiv undercover in der Klimaleugnerszene. Jean Peters lebt in Berlin.
Beiträge
Jean Peters hat als Teil des Peng Kollektiv, deren Mitglieder ein wenig die deutschen Yes Men sind, schon viele subversive Aktionen durchgeführt, um auf das Unrecht auf der Welt aufmerksam zu machen. Die Spannbreite reicht von eher kleineren Aktionen wie Tortenwürfe auf Politiker*innen zu komplizierten und gefährlichen wie die Gründung eines Vereins für Aussteiger*innen aus Geheimdiensten. Der Inhalt des Buches wechselt von theoretischen Abhandlungen über praktische Anleitungen zu lustigen Anekdoten, der Tonfall schwankt zwischen alarmierend-schockierend und skurril-lustig. Es ist bspw. einfach zu großartig, wenn eine Klimaleugnerin einer Mitarbeiterin von Peters gerade stolz ihren Spionage-Kugelschreiber vorführt, mit dem sie am nächsten Tag Klimaaktivist*innen aufzeichnen will, während sie gerade mit genau dem gleichen Modell (bei ebay zu kaufen) gefilmt wird. Man muss nicht jede Aktion von Peng gutheißen, zum Nachdenken regen sie auf jeden Fall an. Schön finde ich auch, dass es immer wieder Optimismus gibt. Wenn sich Jean Peters auf einer Shell-Veranstaltung einschmuggeln konnte, auf der er auf der Bühne eine Ölfontäne explodieren lassen will, drei der vier vor ihm auftretenden (echten) Nachwuchswissenschaftler*innen die Bühne aber bereits für Protestaktionen gegen Shell genutzt haben, ist es einfach toll. Denn auch "wenn die Hoffnung stirbt, können wir uns trotzdem organisieren" (S. 217).
Heute rezensiere ich mal wieder ein Buchclubbuch für euch - und ausnahmsweise mal vor unserem Treffen. Normalerweise gehöre ich nämlich zu den Menschen, die so eine Lektüre bis zur letzten Sekunde aufschieben und die letzten paar Seiten auf dem Weg zum Clubtreffen lesen. Ups. Dieses Buch hatte ich seit Weihnachten auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Ich habe es dem Club vorgeschlagen, weil es mir immer Spaß macht, mit ihnen über politische Aspekte unserer Bücher zu diskutieren. Und ja, da gibt es immer was zu besprechen. Selbst wenn es auf den ersten Blick nicht so wirkt. Ich sag nur: Angelini Josephin. Die Buchclubmädels wissen, was da los war. Der Rest von euch bekommt irgendwann noch einen kurzen Einblick, wenn ich dieses Buch dann endlich mal rezensiere. Und nein, ich bin nicht diejenige, die die Diskussionen auf politische Themen lenkt. Zumindest bei weitem nicht immer. Auf jeden Fall dachte ich mir, dass es wahrscheinlich auch spannend wäre, ein bisschen über politischen Aktionismus zu quatschen. Ich hab vor unserem Treffen schon in das Buch reingelesen und ich war mir sicher, dass der Buchclub den Tortenwurf auf die damalige Afd-Chefin feiern würden. (Das Video gibt es übrigens auch auf Youtube. Sucht dort an eurem nächsten schlechten Tag einfach mal nach dem "Tortalen Krieg".) Bei anderen Aktionen war ich mir wiederum nicht ganz so sicher, ob das alle gut finden würden. Aber dafür lese ich diesen Text ja in einem Buchclub: Ich will über die Aktionen sprechen und wenn irgendwer ganz anderer Meinung ist, dann möchte ich wissen warum und ob ich die Argumentation der anderen Person nachvollziehen kann. Auf jeden Fall wurde dieses Buch dann zur nächsten Lektüre gewählt und jetzt dauert es nur noch eine halbe Ewigkeit, bis wir endlich unser nächstes Treffen haben. Wie weit würdet ihr persönlich gehen, wenn ihr euch für ein Thema einsetzt, dass euch wirklich am Herzen liegt? Ich habe bisher demonstriert, Mails an politische Entscheidungsträger:innen geschrieben, gehe regelmäßig die aktuellen Volksbegehren durch, gehe zu jeder Wahl und ich engagiere mich immer mal wieder ehrenamtlich. Das Peng-Kollektiv geht da weiter und gestaltet Aktionen, für die ich wohl einfach zu feige bin. Vor der NSA für einen Aussteigerverein für Geheimagent:innen werben? Mich in die Szene der Klimaleugner:innen einschleusen? Politiker:innen/Nazis Kuchen ins Gesicht klatschen? Obwohl... Für letztere Aktion hätte ich eine lange Liste an Politikern (aktuell nicht gegendert), denen so ein bisschen Sahne im Gesicht wohl nicht schaden würde... Dieses Buch hat mir einfach Spaß gemacht und mich gleichzeitig dazu gebracht, nachzudenken und mich und meine Privilegien zu hinterfragen. Und das auch nachdem ich das Buch schon beendet habe. Vor allem in Supermärkten muss ich jetzt ständig an diesen Text denken. Darin wird nämlich eine Frau zitiert, die sich darüber ärgert, dass Menschenrechte im Supermarkt durch Kund:innen verhandelt werden. Und sie hat recht: Es ist total absurd, dass wir beim Einkaufen darüber entscheiden sollen, ob es Sklaverei in dieser Welt gibt, ob Kinder Schokolade herstellen müssen, ob Menschen ausgebeutet werden. Genauso absurd wie dort zu entscheiden, ob Tiere anständig behandelt werden oder ob die Umwelt vergiftet wird. Warum sollten das Kund:innen entscheiden? Sollte nicht eigentlich die Politik sicherstellen, dass menschenwürdige Arbeitsbedingungen, kein Tierleid und Umweltschutz ganz normal sind? Was ist das nur für eine verkorkste Gesellschaft, in der wir leben? Mein Fazit? Ich werde das Kollektiv und seine Aktionen auf jeden Fall weiter beobachten. Und ich freue mich schon sehr auf die Diskussion im Club.





