Welt der Wunder
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Beschreibung
In ihrer Jugend nannte Aimee Nezhukumatathil viele Orte ihr Zuhause: das Gelände einer psychiatrischen Anstalt in Kansas, wo ihre philippinische Mutter als Ärztin tätig war; der offene Himmel und die hohen Berge von Arizona, wo sie mit ihrem indischstämmigen Vater wanderte; und die kühleren Gefilde im Westen von New York und Ohio. Aber ganz gleich, wohin sie durch die vielen Umzüge ihrer Familie verpflanzt wurde – ganz gleich, wie neu, befremdlich oder sogar unangenehm der Ort oder die Landschaft war –, sie konnte sich immer an die wilden und lustigen Kreaturen unserer Welt wenden, um sich zu erden. In einer fantastischen Mischung aus Nature Writing und Memoir erzählt Aimee Nezhukumatathil von der Liebe zur Natur, von Unterstützung durch Pflanzen und Tiere in Zeiten großer Ungewissheit – und von der Kraft der Imagination.
Ausstattung: mit zahlreichen Abbildungen
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Aimee Nezhukumatathil, Jahrgang 1974, ist Professorin für Anglistik und Kreatives Schreiben an der University of Mississippi und vielfach ausgezeichnete Autorin und Lyrikerin. Sie erhielt für ihre Arbeit Stipendien von der Guggenheim Foundation, vom U.S. National Endowment for the Arts und dem Mississippi Arts Council. Ihre Texte erschienen u.a. im New York Times Magazine und in renommierten Lyrikmagazinen wie Poetry und Tin House. Für ihr Nonfiction-Debüt »World of Wonders« erhielt sie zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Sie lebt in Oxford, Mississippi.
Beiträge
In einem Rutsch
Habe das Buch heute Morgen in einem Rutsch weggelesen. Welt der Wunder beinhaltet zwei Ebenen, einmal die Natur mit Beschreibungen von Tieren und Pflanzen und auf der anderen Seite begleiten wir eine Frau mit farbiger Hautfarbe in ihrem Leben mit Rassismus, Einsamkeit und dem finden einer Familie mit Mann und zwei Söhnen. Ich konnte dieses wirklich schöne Buch nicht weglegen.

»Wenn dir ein weißes Mädchen erklären möchte, welches Make-up du für deine braune Haut verwenden kannst, dann denk einfach an das Lächeln eines Axolotls. Das Beste, was du in so einem Moment tun kannst, ist zu lächeln, einfach zu lächeln, egal wie dünn es ausfüllt. Je gefestigter dein Lächeln wird, desto stärker wirst du. Gib ihnen ein Salamanderlächeln.« (S.53)
*Ich habe dieses Buch in der deutschen Übersetzung gelesen! Welche Tiere und Pflanzen haben wohl mein Leben geprägt? Darüber habe ich beim Lesen dieses Buchs nachgedacht. Meine erste und offensichtlichste Antwort wären wohl Katzen. Ich bin Katzenmama und diese Tiere haben mich mein Leben lang begleitet. Aber was sonst noch? Vielleicht die Eule, Seesterne, Schildkröten, Fledermäuse? Pflanzen sind für mich noch schwieriger. Wahrscheinlich Sonnenblumen, vielleicht auch die Herbstzeitlose, Tomaten, Birnen, Granatapfel und Feigen. Auf jeden Fall ist das eine Frage, über die ich länger nachdenken musste. Und die Begründungen, warum diese Pflanzen und Tiere wichtig für mich sind, könnten wohl ein ganzes Buch füllen. Die Idee dieses Buchs gefällt mir also schonmal sehr gut, wie ihr hier sehen könnt. Das Buch an sich ist einfach wunderschön gestaltet. Es gibt farbige Illustrationen mit vielen Details, farbige Seitenzahlen, die auf die Farbe des ersten Buchstabens abgestimmt sind und das alles ist auf hochwertigem Papier gedruckt. Ich weiß nicht, wer für die Gestaltung dieses Buchs verantwortlich war, aber falls diese Person das hier irgendwann sieht: Wow! Das habt ihr großartig gemacht! Allein schon dadurch, dass das Buch mit so viel Liebe zum Detail gestaltet wurde und offensichtlich qualitativ hochwertig ist, habe ich es gerne in die Hand genommen. Und viele der Illustrationen sind so schön, dass ich mir die sogar an die Wand hängen würde. Und das will was heißen, denn meine Wände schmücken sonst nur Post-its und sonstige Lernunterlagen. Auch den Schreibstil finde ich gut gelungen. Positiv hervorheben möchte ich hier auf jeden Fall die Tatsache, dass die Übersetzerin offen mit ihren Leser:innen kommuniziert. In diesem Buch gibt es von ihrer Seite einen eigenen Text, in dem sie bestimmte Entscheidungen erklärt, die sie im Übersetzungsprozess treffen musste. Das war für mich sehr interessant, da ich so mal hinter den Vorhang sehen konnte. Der einzige Kritikpunkt von meiner Seite ist, dass ich an manchen Stellen einen roten Faden vermisste. Bei diesem Buch handelt es sich um eine Mischung aus Autobiographie und der Beschreibung von Pflanzen und Tieren. Die Gewichtung der zwei Textsorten war aber in jedem Kapitel unterschiedlich. Da hätte ich mir mehr Einheitlichkeit gewünscht. Mein Fazit? Sehr schön gestaltetes Buch.
„Mit Wundern ist es so: Du brauchst ein bisschen Geduld und musst dich zur richtigen Zeit an den richtigen Ort begeben. Voraussetzung dafür ist, dass wir neugierig genug bleiben, um ohne die kleinen Ablenkungen des Alltags auszukommen. Nur so können wir die Welt finden.“ So ein tolles Buch, bei dem ich viel lernen durfte über verschiedenste kleine Wunder der Natur und auch über das Leben der Autorin Aimee Nezhukumatathil. Sie ist Professorin für Anglistik und kreatives Schreiben und wurde bereits vielfach für ihre schriftstellerische Arbeit ausgezeichnet. Die Tochter einer philippinischen Mutter und eines indischstämmigen Vaters kam schon als Kind viel herum, da ihre Eltern und später auch sie selbst aus beruflichen Gründen oft umzogen. Alltägliche Situationen ihres Familienlebens, aber auch Rassismuserfahrungen bringt sie den Leser:innen durch Metaphern nahe und stellt gleichzeitig ein außergewöhnliches Lebewesen oder Pflanzen vor. (Meine Lieblingsentdeckung ist das Axolotl.) Als Autorin, die sich mit Nature Writing beschäftigt, kann sie auch die Thematik des Klimawandels und der grundsätzlichen Zukunft unseres Planeten natürlich nicht außer Acht lassen. Obwohl viel „Erklärung“ in diesem Sachbuch steckt, kam es mir nie wie eine Lehrstunde vor, eher als würde ich ihr beim Erzählen einer Anekdote lauschen. Ganz wunderschön sind auch die Illustrationen von Fumi Nakamura, die sich durch das ganze Buch ziehen. Spannend fand ich auch das Nachwort der Übersetzerin Anne von Rath, die Einblicke gewährt in ihre Arbeit.
Beschreibung
In ihrer Jugend nannte Aimee Nezhukumatathil viele Orte ihr Zuhause: das Gelände einer psychiatrischen Anstalt in Kansas, wo ihre philippinische Mutter als Ärztin tätig war; der offene Himmel und die hohen Berge von Arizona, wo sie mit ihrem indischstämmigen Vater wanderte; und die kühleren Gefilde im Westen von New York und Ohio. Aber ganz gleich, wohin sie durch die vielen Umzüge ihrer Familie verpflanzt wurde – ganz gleich, wie neu, befremdlich oder sogar unangenehm der Ort oder die Landschaft war –, sie konnte sich immer an die wilden und lustigen Kreaturen unserer Welt wenden, um sich zu erden. In einer fantastischen Mischung aus Nature Writing und Memoir erzählt Aimee Nezhukumatathil von der Liebe zur Natur, von Unterstützung durch Pflanzen und Tiere in Zeiten großer Ungewissheit – und von der Kraft der Imagination.
Ausstattung: mit zahlreichen Abbildungen
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Aimee Nezhukumatathil, Jahrgang 1974, ist Professorin für Anglistik und Kreatives Schreiben an der University of Mississippi und vielfach ausgezeichnete Autorin und Lyrikerin. Sie erhielt für ihre Arbeit Stipendien von der Guggenheim Foundation, vom U.S. National Endowment for the Arts und dem Mississippi Arts Council. Ihre Texte erschienen u.a. im New York Times Magazine und in renommierten Lyrikmagazinen wie Poetry und Tin House. Für ihr Nonfiction-Debüt »World of Wonders« erhielt sie zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Sie lebt in Oxford, Mississippi.
Beiträge
In einem Rutsch
Habe das Buch heute Morgen in einem Rutsch weggelesen. Welt der Wunder beinhaltet zwei Ebenen, einmal die Natur mit Beschreibungen von Tieren und Pflanzen und auf der anderen Seite begleiten wir eine Frau mit farbiger Hautfarbe in ihrem Leben mit Rassismus, Einsamkeit und dem finden einer Familie mit Mann und zwei Söhnen. Ich konnte dieses wirklich schöne Buch nicht weglegen.

»Wenn dir ein weißes Mädchen erklären möchte, welches Make-up du für deine braune Haut verwenden kannst, dann denk einfach an das Lächeln eines Axolotls. Das Beste, was du in so einem Moment tun kannst, ist zu lächeln, einfach zu lächeln, egal wie dünn es ausfüllt. Je gefestigter dein Lächeln wird, desto stärker wirst du. Gib ihnen ein Salamanderlächeln.« (S.53)
*Ich habe dieses Buch in der deutschen Übersetzung gelesen! Welche Tiere und Pflanzen haben wohl mein Leben geprägt? Darüber habe ich beim Lesen dieses Buchs nachgedacht. Meine erste und offensichtlichste Antwort wären wohl Katzen. Ich bin Katzenmama und diese Tiere haben mich mein Leben lang begleitet. Aber was sonst noch? Vielleicht die Eule, Seesterne, Schildkröten, Fledermäuse? Pflanzen sind für mich noch schwieriger. Wahrscheinlich Sonnenblumen, vielleicht auch die Herbstzeitlose, Tomaten, Birnen, Granatapfel und Feigen. Auf jeden Fall ist das eine Frage, über die ich länger nachdenken musste. Und die Begründungen, warum diese Pflanzen und Tiere wichtig für mich sind, könnten wohl ein ganzes Buch füllen. Die Idee dieses Buchs gefällt mir also schonmal sehr gut, wie ihr hier sehen könnt. Das Buch an sich ist einfach wunderschön gestaltet. Es gibt farbige Illustrationen mit vielen Details, farbige Seitenzahlen, die auf die Farbe des ersten Buchstabens abgestimmt sind und das alles ist auf hochwertigem Papier gedruckt. Ich weiß nicht, wer für die Gestaltung dieses Buchs verantwortlich war, aber falls diese Person das hier irgendwann sieht: Wow! Das habt ihr großartig gemacht! Allein schon dadurch, dass das Buch mit so viel Liebe zum Detail gestaltet wurde und offensichtlich qualitativ hochwertig ist, habe ich es gerne in die Hand genommen. Und viele der Illustrationen sind so schön, dass ich mir die sogar an die Wand hängen würde. Und das will was heißen, denn meine Wände schmücken sonst nur Post-its und sonstige Lernunterlagen. Auch den Schreibstil finde ich gut gelungen. Positiv hervorheben möchte ich hier auf jeden Fall die Tatsache, dass die Übersetzerin offen mit ihren Leser:innen kommuniziert. In diesem Buch gibt es von ihrer Seite einen eigenen Text, in dem sie bestimmte Entscheidungen erklärt, die sie im Übersetzungsprozess treffen musste. Das war für mich sehr interessant, da ich so mal hinter den Vorhang sehen konnte. Der einzige Kritikpunkt von meiner Seite ist, dass ich an manchen Stellen einen roten Faden vermisste. Bei diesem Buch handelt es sich um eine Mischung aus Autobiographie und der Beschreibung von Pflanzen und Tieren. Die Gewichtung der zwei Textsorten war aber in jedem Kapitel unterschiedlich. Da hätte ich mir mehr Einheitlichkeit gewünscht. Mein Fazit? Sehr schön gestaltetes Buch.
„Mit Wundern ist es so: Du brauchst ein bisschen Geduld und musst dich zur richtigen Zeit an den richtigen Ort begeben. Voraussetzung dafür ist, dass wir neugierig genug bleiben, um ohne die kleinen Ablenkungen des Alltags auszukommen. Nur so können wir die Welt finden.“ So ein tolles Buch, bei dem ich viel lernen durfte über verschiedenste kleine Wunder der Natur und auch über das Leben der Autorin Aimee Nezhukumatathil. Sie ist Professorin für Anglistik und kreatives Schreiben und wurde bereits vielfach für ihre schriftstellerische Arbeit ausgezeichnet. Die Tochter einer philippinischen Mutter und eines indischstämmigen Vaters kam schon als Kind viel herum, da ihre Eltern und später auch sie selbst aus beruflichen Gründen oft umzogen. Alltägliche Situationen ihres Familienlebens, aber auch Rassismuserfahrungen bringt sie den Leser:innen durch Metaphern nahe und stellt gleichzeitig ein außergewöhnliches Lebewesen oder Pflanzen vor. (Meine Lieblingsentdeckung ist das Axolotl.) Als Autorin, die sich mit Nature Writing beschäftigt, kann sie auch die Thematik des Klimawandels und der grundsätzlichen Zukunft unseres Planeten natürlich nicht außer Acht lassen. Obwohl viel „Erklärung“ in diesem Sachbuch steckt, kam es mir nie wie eine Lehrstunde vor, eher als würde ich ihr beim Erzählen einer Anekdote lauschen. Ganz wunderschön sind auch die Illustrationen von Fumi Nakamura, die sich durch das ganze Buch ziehen. Spannend fand ich auch das Nachwort der Übersetzerin Anne von Rath, die Einblicke gewährt in ihre Arbeit.









