We Burn Daylight

We Burn Daylight

Hardcover
4.137

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Beschreibung

Was würdest du opfern für den Menschen, den du liebst?

Jaye und ihre Mutter machen sich auf nach Waco, Texas, um sich der Glaubensgemeinde des charismatischen und gefährlichen Anführers Lamb anzuschließen. Dort angekommen lernt Jaye Roy kennen, den Sohn des Sheriffs, und die beiden Teenager spüren eine nie gekannte Verbindung. Roy ahnt nicht, dass Jaye auf der Ranch des religiösen Fanatikers lebt, der sich für den neuen Messias und die Behörden in Atem hält. Was geht innerhalb der zurückgezogen lebenden Sekte vor sich?
"We Burn Daylight" ist eine zeitlose Auseinandersetzung mit Gewalt und Religion, dem Wunsch nach Zugehörigkeit und dem Drang, sich freizukämpfen. Die einfühlsam erzählte, zarte Liebesgeschichte zwischen Jaye und Roy führt zu den drängenden politischen Fragen unserer Gegenwart.

Texas, 1993: Menschen aus dem ganzen Land machen sich auf nach Waco. Sie verkaufen ihre Häuser und beenden ihre Ehen, um zu Füßen eines Landschaftsgärtners zu beten, der sich selbst zu einem Propheten namens Lamb ernannt hat und nun gemeinsam mit seinen Anhängern das Eintreten von Gottes Prophezeiung für die letzten Tage der Menschheit erwartet. Jayes Mutter ist eine der jüngsten und gläubigsten Anhängerinnen von Lamb, Jaye selbst zweifelt an seinen Methoden und an seinen Beweggründen. Roy ist der jüngste Sohn des örtlichen Sheriffs, ein Vierzehnjähriger mit einem Sinn für Ärger, der sich in Jaye verliebt. Die beiden Teenager fühlen sich sofort zueinander hingezogen, doch die Folgen dieser Liebe sind für die beiden unabsehbar. Denn Lamb hat Pläne für sie alle auch für Jaye Basierend auf den wahren Ereignissen, die sich während der Belagerung der Sekte «Branch Davidians» zugetragen haben, gelingt Bret Anthony Johnston eine unvergessliche Liebesgeschichte, ein bewegender literarischer Pageturner und eine tiefgründige Auseinandersetzung mit Glauben, Familie und dem, was es wirklich bedeutet, gerettet zu werden.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
492
Preis
28.80 €

Autorenbeschreibung

Bret Anthony Johnston, 1971 in Texas geboren, ist Autor des internationalen Bestsellers "Justins Heimkehr" (C.H.Beck 2016) sowie der preisgekrönten Short Stories "Corpus Christi". Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Sunday Times Short Story Award. Johnston unterrichtete Fiction Writing an der Harvard University und leitet heute das Michener Center for Writers der University of Texas in Austin. "We Burn Daylight" ist sein zweiter Roman. Sylvia Spatz arbeitet als freie Lektorin und Übersetzerin aus dem Englischen, Italienischen und Französischen. Für C.H.Beck übersetzte sie Justins Heimkehr (2016) von Bret Anthony Johnston. Sie lebt in München.

Beiträge

14
Alle
5

"Was es wirklich bedeutet, gerettet zu werden"

Die Verbindung zu Shakespears «Romeo und Julia» zeigt sich schon aus dem Titel des Buches und in der Tat kommt dieser Roman wie eine modere Fassung der wohl berühmtesten Liebesgeschichte mit ihren Irrungen und Wirrungen daher. Und dennoch ist es so vieles mehr. Was passiert, wenn religiöser Fanatismus, ungehemmter Waffenbeschaffung in den Vereinigten Staaten und blinder Aktionismus seitens eines Staates aufeinandertreffen? Die tragischen Ereignisse im Jahre 1993 in Waco zeigen es auf und der Fall ist bestens und bereits in einigen Büchern bearbeitet worden. Dem Texaner Bret Anthony Johnston geht es nicht darum, ein weiteres Buch nur über den Niedergang der "Branch Davidians" unter David Koresh zu liefern. Auch wenn die Tragödie den Rahmen für diesen Roman liefert, wird sie durch die Liebesgeschichte zwischen Roy und Jaye im Vordergrund dem Leser näher und persönlicher nahegebracht und ihr damit zugleich auch ihre bodenlose Schwere und Hilflosigkeit genommen. Der in Harvard Literatur unterrichtende Autor vermag es meisterhaft, uns mitten ins Geschehen zu leiten, ohne dabei die übliche Effekthascherei anzuwenden, um daraus keinen «Mega-Schocker» werden zu lassen. So baut sich die Geschichte eher langsam und sanft auf, es wird im Wechsel aus der Sicht von Roy und Jaye aus der ersten Person erzählt. Dazwischen wird ein Podcast aus der Gegenwart eingeschoben, in deren ehemals Beteiligte interviewt werden. Die Geschichte allein verspricht schon eine sich immer mehr verdichtende Spannung, dennoch ist die Umsetzung weniger drängend, so dass die Fakten rein für sich sprechen können. Das macht das Lesen erträglich und beinahe interessant, sie wird beinahe ungewollt doch zu einem Pageturner. Ein grossartiges Buch und ein grosses Leseerlebnis. Für mich aber auch eine sehr gelungene Erinnerung daran, was Extremismus von Religion aber auch Staatsmacht anrichten kann und wie aus dem Erlebten nachhaltig gelernt wird. Oder auch nicht

4

Spannend!

Eine spannende Geschichte über einen exzentrischen Anführer einer Glaubensgemeinschaft/Sekte, einen Jungen, der seinen Platz in der Welt noch nicht so richtig gefunden hat und ein Mädchen, das so unfassbar klug und lustig ist! Wir lernen hier sehr viele Figuren kennen. An manchen Stellen wurde es für mich ein bisschen unübersichtlich. Umso verbundener habe ich mich mit Roy und Jaye gefühlt. Die Podcastinterviews fand ich ziemlich cool. Das habe ich in der Form noch nie so gelesen. Ich hätte gerne noch etwas mehr Zeit auf der Ranch verbracht, damit das „Sektenleben“ für mich greifbarerer wird. So ganz habe ich immer noch nicht verstanden, wieso man dort freiwillig lebt? Auch als es um mögliche Vergehen ging, die Perry (dem Anführer) vorgeworfen wurden, hätte ich mir ein paar mehr Bezüge gewünscht. Insgesamt eine spannende Geschichte, die ich gerne gelesen habe! Ein toller und fesselnder Schreibstil und ein wirklich interessantes Thema. Von mir eine Empfehlung :)

2

Interessante Prämisse, bei der die begleitende Liebesgeschichte emotional nicht greifbar wird und das Sektenthema samt ihres Führers viel zu blass bleibt!

4.5

-"We Burn Daylight" ist eine zeitlose Auseinandersetzung mit Gewalt und Religion, dem Wunsch nach Zugehörigkeit und dem Drang, sich freizukämpfen.-

Die Geschichte wird abwechselnd von Roy & Jaye erzählt, dazwischen bekommen wir noch Einblicke von Dritten die für eine Podcast Aufnahme befragt werden - 30 Jahre nach den Ereignissen. Dabei bleibt lange die Identität des Befragers unklar und wird erst kurz vor Ende enthüllt. Ich fand die Aufteilung sehr schön zum lesen, ich persönlich mag kurze Kapitel und auch Zeitsprünge stören mich nicht. Die Story entwickelt sich so nach und nach und zieht einen kontinuierlich in ihren Bann. Ich kannte die Geschichte rund um Waco und die Ereignisse von 1993 bereits aus Podcasts und fand auch damals beim hören das Ganze sehr bedrückend und für jemanden der nicht religiös ist, sehr schwer nachvollziehbar. Auch wenn der Autor im Nachwort betont das der Roman nicht von dem damaligen Sektenfürer handelt, hat er doch die Stimmung auf beiden Seiten sehr gut dargestellt. Die Geschichte aus der Sicht von zwei Teenagern zu schreiben finde ich sehr gelungen.

-"We Burn Daylight" ist eine zeitlose Auseinandersetzung mit Gewalt und Religion, dem Wunsch nach Zugehörigkeit und dem Drang, sich freizukämpfen.-
4

1993: Es geht um Jaye, die ihrer Mutter nach Texas zu einem Sektenführer folgt, in den diese sich verliebt hat. Und es geht um Roy, der sich auf einer Waffenshow in ein mysteriöses Mädchen verliebt, das auf einer Ranch bei dieser Sekte lebt. Es ist quasi Liebe auf den ersten Blick. Doch zwischen den Kapiteln liest man Interviews für einen Podcast im Jahr 2024 mit Mitgliedern der Sekte und eines Sondereinsatzkommandos, die durchblicken lassen, dass auf dieser Ranch etwas Schlimmes passiert ist - etwas, das Jaye und Roy also erst noch passieren wird. Die ersten drei Viertel war ich hellauf begeistert, von der Sprache, den Charakteren, den verschiedenen Zeitebenen, dem Thema - mal wieder was richtig Gutes! Im letzten Viertel hat das leider ein bisschen nachgelassen. Da zieht es sich dann doch ein wenig, wird ein bisschen undurchsichtig und unüberschaubar, das Ende fast etwas kitschig. Um ganz ehrlich zu sein hätte ich mir ein bisschen mehr Sekten-Grusel gewünscht 😅 So mit Schlägen und Angst vor dem Teufel und Dämonenaustreibung oder sowas. Aber bis auf ein paar Punkte ist die Sekte tatsächlich harmlos 😅

3.5

Auf wahrer Begebenheit beruhend!

Waco, Texas, in den 90er Jahren. Ein Mann lässt sich auf einem Stück Land nieder und schart zunehmend mehr Menschen um sich, die ihn für einen Propheten und Erlöser halten. Es werden Gerüchte laut, er würde Frauen und vor allem kleine Mädchen sexuelle Gewalt antun. Außerdem verkauft er vielleicht illegal Waffen. Nichts, was die Polizei vor Ort nutzen könnte, um ihn festzusetzen. Irgendwann schaltet sich das FBI dazu und eröffnet mit den örtlichen Behörden eine Razzia. Diese eskaliert, es sterben Menschen auf beiden Seiten. Irgendwann brennt die Ranch und zieht viele in den Tod. Und in all diesem Chaos gibt es zwei junge Menschen, die sich ineinander verlieben. Er, der Sohn eines Sheriffs, sie, die Tochter einer Anhängerin. Vielleicht liest sich die Rezension bisher wie eine Inhaltsangabe. Das liegt u.a. daran, dass mir die Figuren nie ganz nahe waren. Am ehesten der männliche Protagonist - Roy. Die Geschichte ist inspiriert von wahren Ereignissen. Das macht es schockierend und traurig. Man hatte als Lesende schon einen Einblick in die Gefühlswelt, aber es konnte mich nicht zu 100% packen. Es könnte am Schreibstil gelegen haben, der völlig in Ordnung ist. Aber er entsprach nicht dem, wie ich es mir gewünscht hätte. Alles in allem war es dennoch unterhaltend! Es gab Passagen durch welche ich geflogen bin! Und ich wolle natürlich wissen, wie es ausgeht. Ich kann es trotzdem empfehlen!

Auf wahrer Begebenheit beruhend!
4

Lesenswert

Waco in Texas 1993, die beiden Teenager Roy und Jaya verlieben sich ineinander. Doch steht ihre Liebe unter schwierigen Sternen. Roy ist Sohn des Sheriffs und Jaya lebt auf der Ranch von Lamb, einem selbst ernannten Propheten. Roy‘s Vater beobachtet schon lange, was auf der Farm vor sich geht. Doch viel kann er Lamb nicht nachweisen. Eines Tages überschlagen sich dann die Ereignisse und ein Großaufgebot von Polizei und FBI fallen auf der Ranch von Lamb ein. Roy hat Angst um seinen Vater und Jaya, er überredet seine Mutter mit ihm dorthin zu fahren, um seinen Vater zu sehen. Doch irgendwas geht bei dem Einsatz schief. Werden sich alle wieder sehen? Bert Anthony Johnston hat mit diesem Buch wohl ein stückweit versucht Ereignisse, die sich ähnlich zugetragen haben aufzuarbeiten. Dazu hat er noch eine süße Liebesgeschichte eingebaut und das Ganze war perfekt. Ich durfte das Buch als Rezensionsexemplar lesen und war vom Klappentext sehr angesprochen. Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Roy und Jaya erzählt. zwischen drin gibt es Interviews für einen Podcast in der Gegenwart, wer den macht sollte der Leser selber rausfinden. Im Ganzen hat mir das Buch zugesagt. Nur hier und da war es schon etwas zäh.

5

Sie ist eine 5 von 5 Also normalerweise bin ich nicht wirklich der Historische Roman Typ. Ist mir meist zu zäh und unspektakulär. Hier aber absolut nicht. Klar die Geschichte beginnt langsam und wird danach immer spannender, aber das hat so Perfekt gepasst! Die Handlung ist echt spannend und die Tatsache das es diese Sekte ihrgendwie wirklich gab. Macht das alles noch unglücklicher, natürlich muss einem klar sein, also zumindest denk ich das xD. Das der Ganze Epilog wahrscheinlich nicht wirklich so echt ist. Aber das ist ja auch das gute an Historischen Romanen. Man kann einer echt grausam und traurigem Vergangenen Ereignis ein Happy End geben :) Der Schreibstil ist top und auch die regelmäßigen Perspektivenwechsel zwischen J und R sorgen dafür dass die Geschichte noch plastischer wird. Das Cover bzw der Schutzumschlag ist echt hübsch und war eig mein Ausschlag es zu lesen xD. Ich hatte davor noch nie was von Waco gehört und wahrscheinlich hätte ich den Klappentext gelesen es auch nicht getan o.O Zum Glück aber war das Cover so hübsch das ichs einfach so lesen wollte <3

4

God, Guts, Guns“ - Wie irre können Menschen sein!?

Waco, Texas,1993. Perry Cullen „The lamp“ hat sich auf einer abgelegenen Ranch seine eigene „Glaubensgemeinde“ erschaffen. Als selbsternannter Prophet und Messias scharrt er dort seine, ihm treu ergebene Anhänger, um sich, um Bibelstunden abzuhalten, zu beten und auf die letzten Tage der Menschheit zu warten. Auch Jayes Mutter ist dem charismatischen Perry verfallen und macht sich mit ihrer Tochter auf den Weg nach Texas, um sich der Sekte ebenfalls anzuschließen. Doch Jaye ist skeptisch, wenig angetan von Perry und lernt in Waco Roy, den Sohn des Sheriffs, kennen. Der ahnt zunächst noch nichts von Jayes Verbindung zu Perry, der zunehmend ins Visier der Behörden gerät und ebenso nichts, von der Tragödie die sich anbahnt… Auch wenn es sich bei „We burn daylight“ von Bret Anthony Johnston um eine fiktive Geschichte handelt, so ist sie doch stark an die realen Geschehnisse von Waco angelehnt. Genau diese Tatsache hat das Buch für mich ganz besonders interessant gemacht und mich immer wieder motiviert, im Internet nach alten Artikeln und auch Videodokumentationen bzgl. Waco zu suchen und mir die reale Tragödie von damals nebenher auch noch anzuschauen, da mir diese bislang gar nicht so bekannt war. Die Idee des Buches, diese erschütternde Geschichte von Gewalt und Religion, von Fanatismus, sowie Wunsch nach Zugehörigkeit anhand der unschuldigen Liebesgeschichte zwischen den beiden Teeangern Jaye und Roy zu erzählen, finde ich absolut gelungen. Ebenso wie mir in dem Zusammenhang, der völlig unaufgeregte Schreibstil sehr gut gefallen hat, da dies die ganze Dramatik in ihrem gesamten Ausmaß noch einmal mehr zum Ausdruck gebracht und in einen völlig irrealen Kontrast gesetzt hat. Absolut passend, wenn man die ganze „God, Guts, Guns“ Absurdität bedenkt. Sei es Perry, einer seiner Anhänger, der Sheriff, Roy oder Jay - wirklich alle Figuren des Buches sind absolut realistisch dargestellt, so dass sich sogar die Motivation ihres Handelns und Denkens gut nachvollziehen lässt, so krank sie teilweise auch sein mag.Ebenso gut durchdacht und zudem auflockernd, fand ich auch die immer mal wieder eingefügten Podcast-Folgen, mit den rückblickenden Interviews derer, die an der Tragödie - sowohl auf der einen, als auch auf der anderen Seite - beteiligten waren. Wobei sich die Brillanz der Podcast-Idee eigentlich erst ganz zum Schluss offenbart. Auch wenn mir das Buch wirklich gut gefallen hat, empfand ich die Story dennoch an manchen Stellen als etwas schleppend und dröge, hatte ich doch irgendwie mit mehr erschütternden Szenen und „dem gewisse Etwas“ gerechnet, das mich daran hindert, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Fazit: Insgesamt ein wirklich grandioses Buch, das mich nicht nur während des Lesens oft hat innehalten und nachdenken lassen, sondern mich mich auch nachhaltig immer noch beschäftigt. Eine absolute Leseempfehlung für all diejenigen unter Euch, die nicht nur auf reine, aneinandergereihte Action aus sind!

4

Angst und Schrecken

•Buchrezi• 😵 Perry alias Lamb hat sich in Waco, Texas niedergelassen und dort eine kleine Gemeinde um sich geschart, die seinen radikalen Glaubenssätzen folgt. Die abgelegene Range bietet keinen Komfort, weder Toiletten noch ausreichend Essen. Auch Jayes Mutter schließt sich Lamb begeistert an, fasziniert von seinem Charisma und fanatischem Glauben. Jaye hingegen ist unglücklich: Sie musste ihren geliebten Vater und ihre Heimat zurücklassen. Auf einer Waffenschau trifft sie Roy, den Sohn des Sheriffs. Die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen und verbringen heimlich jede freie Minute miteinander. Jaye steckt im Zwiespalt, zwischen ihrer ersten großen Liebe und dem Wunsch, dem bedrückenden Leben auf der Range zu entkommen. Denn Lamb ist nicht nur Prediger, er sammelt Waffen und zeigt ein auffälliges Interesse an Frauen und jungen Mädchen. Schon bald ist klar: Dem Treiben auf der Range muss ein Ende gesetzt werden… Mein Fazit: Ich finde Sekten seit meiner Jugend faszinierend. Was bringt Menschen dazu, alles aufzugeben und jemandem zu folgen, der nichts Gutes im Sinn hat? Dieses Buch basiert auf wahren Begebenheiten und was im letzten Drittel passiert, ist einfach nur 🤯. Es zeigt nicht nur, wie manipulativ ein einzelner Mensch sein kann, sondern auch das völlige Versagen der Behörden vor Ort. Mehr will ich dazu nicht spoilern. Die Liebesgeschichte zwischen Jaye und Roy fand ich sehr gelungen. Ihre Unsicherheiten und das Verliebtsein wurden feinfühlig beschrieben. Besonders gut gefallen haben mir die eingestreuten Podcast-Interviews von Betroffenen, sie gaben tiefe Einblicke ins Geschehen. Was mir gefehlt hat: Lambs Motive und warum so viele Menschen ihm blind folgen, blieben oberflächlich. Auch der Zeitablauf war anfangs verwirrend. Es hätte insgesamt mehr in die Tiefe gehen dürfen. Aber das letzte Drittel war extrem spannend. Ich bin immer noch fassungslos. ⭐️⭐️⭐️⭐️ von fünf ⭐️!

Angst und Schrecken
4

Hatte zwar seine Längen und auch die Liebesgeschichte hat mich nicht ganz gepackt, aber ansonsten war es eine spannende Geschichte in einem interessanten teils fiktive und teils echtem Setting.

Also, ich hab’s versucht, wirklich! Die ersten 150 Seiten haben sich für mich angefühlt wie ein Marathon durch zähen Matsch – anstrengend, schleppend und irgendwie ohne echten Drive. Die Charaktere? Blass wie ein vergessenes Glas Wasser auf’m Tisch. Da fehlt einfach das Leben, das Feuer, das einen mitfiebern lässt. Ich kenne die Hintergründe rund um Waco ganz gut, und genau da hakt’s für mich. Die Umsetzung hat mich nicht abgeholt, nicht überzeugt, nicht mitgerissen. Statt Spannung und Tiefe gab’s eher ein „meh“-Gefühl. Und wenn’s schon so schwer fällt, weiterzulesen, dann ist das für mich ein klares Zeichen: Abbruch! Kurz gesagt: Für mich war das nix. Vielleicht ein Buch, das man mögen kann, wenn man auf langsame, nüchterne Erzählungen steht – ich persönlich bevorzuge da mehr Pep und Charaktertiefe.

3

Hat mich leider nicht gepackt!

Ich habe mir dieses Buch bei Vorablesen als Wunschbuch gegönnt und muss sagen, dass es für meinen persönlichen Geschmack nicht der Glücksgriff war, den ich erhofft hatte. Aufgrund Der Leseprobe hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Die Ereignisse um Waco 1993, der Angriff der Polizei auf das Camp der religiösen Fanatiker um Lamb (so heißt er im Roman) werden hier mit der Liebesgeschichte um Roy und Jaye (beide noch pubertierende Jugendliche) verknüpft. Jaye ist mit ihrer Mutter ins Camp gezogen, Roy ist der Sohn des Sheriffs. Unterbrochen wird der Roman immer wieder durch Podcast-Folgen, die im nachhinein die Sicht der Beteiligten auf die bereits stattgefundenen Ereignisse schildern. Diese Podcast-Folgen waren mir zu durcheinandergewürfelt, sowohl die Personen als auch die zeitliche Abfolge. Hier musste ich mich immer wieder neu zurechtfinden, was m.E. den Lesefluss gestört hat. Vielleicht wäre es besser gewesen, diese erst am Ende zu lesen? Das Thema ist generell spannend, hatte aber auch Längen. Dazu handelt es sich eben um eine fiktive Geschichte, die an die Ereignisse in Waco angelehnt ist. Gut möglich, dass ich das Buch noch einmal lesen werde, diesmal die Podcast-Folgen am Schluss. Im Moment kann ich dem immerhin fast 500 Seiten starken Roman leider nur 3 Sterne geben...

5

Eskalation einer Tragödie

Eskalation einer Tragödie Der Roman "We burn daylight" hat es geschafft, mich vollkommen in seinen Bann zu ziehen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so spannend war die Handlung. Dabei zuzusehen, wie eine Situation so dermaßen eskaliert, dass es nur noch in einer Tragödie enden kann. Und mit den beiden Protagonisten mit zu fiebern, die den ganzen Ablauf jeweils aus ihrer Perspektive schildern, und die einem mit der Zeit einfach ans Herz wachsen. Der Autor schafft es, dass einem zu keinster Zeit langweilig wird. Er verbindet die Geschichte, erzählt aus zwei Perspektiven, mit nachträglichen Interviews mit weiteren beteiligten Personen. Dabei lässt er auch diese authentisch erscheinen. Das Erzähltempo passt zu jeder Zeit zum Verlauf der Handlung. Dabei ist interessant, dass einige Teile des Buches einen längeren Zeitraum überspannen, andere Teile aber wiederum einen einzelnen Tag beschreiben. Alles in allem ein wirklich gelungenes Buch, dass durch ein wahres Ereignis inspiriert wurde.

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