We are Volcanoes
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Charlotte Kerner (*1950 in Speyer) lebt in Lübeck. Sie arbeitete als Wissenschaftsjournalistin u. a. für ZEIT, GEO und EMMA. Als Buchautorin hat sie sich mit Biografien von Naturwissenschaftlerinnen und ihrem internationalen Bestseller, dem Klon-Roman Blaupause-Blueprint, einen Namen gemacht. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Literaturpreis des GEDOK-Schleswig-Holstein.
Beiträge
Bei diesem Buch handelt es sich um eine etwas andere Biographie (bzw. Biographien) über drei wirklich interessante und wichtige Forscherinnen. Jede bekommt in diesem Buch ein eigenes Kapitel und am Ende wird noch eine Zukunftsvision erdacht in der eine mögliche Zukunft der Menschheit vorgestellt wird. Es war spannend etwas Über diese Frauen zu erfahren, von denen ich zwar schon gehört hatte, die für mich aber immer ein wenig unter dem Radar geflogen sind. Wer sich für ökologische Themen und starke Frauen interessiert sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen.
In "We Are Volcanoes" versucht Kerner eine neue Form der Biografie zu entwickeln, die nicht nur chronologisch erzählt, sondern essayistisch und experimentell vorgeht. Entlang der Lebenswege von drei Frauen – Rachel Carson, Lynn Margulis und Donna Haraway – eröffnet das Buch Perspektiven auf Wissenschaftsgeschichte, Ökofeminismus und die Rolle von Forschung im gesellschaftlichen Wandel. Alle drei haben mit ihren Ideen und Publikationen die Wissenschaft nachhaltig geprägt. Besonders spannend ist, wie Kerner Theorie und Biografie miteinander verschränkt: Es geht nicht nur um die Fakten ihrer Lebensläufe, sondern um Denkbewegungen, Konflikte, Rezeptionen und die politischen Dimensionen ihrer Arbeit. Dadurch entsteht ein vielschichtiger Text, der klassische Biografien hinter sich lässt und mehr in Richtung literarischer Wissenschaftsessay tendiert. Allerdings kann dieser experimentelle Zugang auch herausfordernd sein. Stellenweise verliert die Darstellung an Klarheit und wirkt eher kunstvoll verschlungen, was die Lesbarkeit für mich erschwert hat. Wer eine lineare, „klassische“ Biografie erwartet, könnte hier enttäuscht sein. Deutlich wird aber in jedem Fall die übergeordnete Botschaft: die Dringlichkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse im Hinblick auf die Klimakrise ernst zu nehmen und das Verhältnis von Mensch und Natur neu zu denken. In dieser Hinsicht ist das Buch nicht nur eine Hommage an Carson, Margulis und Haraway, sondern auch ein Appell an unsere Gegenwart.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Charlotte Kerner (*1950 in Speyer) lebt in Lübeck. Sie arbeitete als Wissenschaftsjournalistin u. a. für ZEIT, GEO und EMMA. Als Buchautorin hat sie sich mit Biografien von Naturwissenschaftlerinnen und ihrem internationalen Bestseller, dem Klon-Roman Blaupause-Blueprint, einen Namen gemacht. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Literaturpreis des GEDOK-Schleswig-Holstein.
Beiträge
Bei diesem Buch handelt es sich um eine etwas andere Biographie (bzw. Biographien) über drei wirklich interessante und wichtige Forscherinnen. Jede bekommt in diesem Buch ein eigenes Kapitel und am Ende wird noch eine Zukunftsvision erdacht in der eine mögliche Zukunft der Menschheit vorgestellt wird. Es war spannend etwas Über diese Frauen zu erfahren, von denen ich zwar schon gehört hatte, die für mich aber immer ein wenig unter dem Radar geflogen sind. Wer sich für ökologische Themen und starke Frauen interessiert sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen.
In "We Are Volcanoes" versucht Kerner eine neue Form der Biografie zu entwickeln, die nicht nur chronologisch erzählt, sondern essayistisch und experimentell vorgeht. Entlang der Lebenswege von drei Frauen – Rachel Carson, Lynn Margulis und Donna Haraway – eröffnet das Buch Perspektiven auf Wissenschaftsgeschichte, Ökofeminismus und die Rolle von Forschung im gesellschaftlichen Wandel. Alle drei haben mit ihren Ideen und Publikationen die Wissenschaft nachhaltig geprägt. Besonders spannend ist, wie Kerner Theorie und Biografie miteinander verschränkt: Es geht nicht nur um die Fakten ihrer Lebensläufe, sondern um Denkbewegungen, Konflikte, Rezeptionen und die politischen Dimensionen ihrer Arbeit. Dadurch entsteht ein vielschichtiger Text, der klassische Biografien hinter sich lässt und mehr in Richtung literarischer Wissenschaftsessay tendiert. Allerdings kann dieser experimentelle Zugang auch herausfordernd sein. Stellenweise verliert die Darstellung an Klarheit und wirkt eher kunstvoll verschlungen, was die Lesbarkeit für mich erschwert hat. Wer eine lineare, „klassische“ Biografie erwartet, könnte hier enttäuscht sein. Deutlich wird aber in jedem Fall die übergeordnete Botschaft: die Dringlichkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse im Hinblick auf die Klimakrise ernst zu nehmen und das Verhältnis von Mensch und Natur neu zu denken. In dieser Hinsicht ist das Buch nicht nur eine Hommage an Carson, Margulis und Haraway, sondern auch ein Appell an unsere Gegenwart.






