Wer Rassismus bekämpfen will, muss Veränderung befürworten – und die fängt bei einem selbst an.
„Darf ich mal deine Haare anfassen?“, „Kannst du Sonnenbrand bekommen?“, „Wo kommst du her?“ Wer solche Fragen stellt, meint es meist nicht böse. Aber dennoch: Sie sind rassistisch. Warum, das wollen weiße Menschen oft nicht hören.
Alice Hasters erklärt es trotzdem. Eindringlich und geduldig beschreibt sie, wie Rassismus ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägt. Dabei wird klar: Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft. Und sich mit dem eigenen Rassismus zu konfrontieren, ist im ersten Moment schmerzhaft, aber der einzige Weg, ihn zu überwinden.
ISBN9783446283411
Verlaghanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Jede:r sollte sich in irgendeiner Weise mit Rassismus auseinandersetzen. Mit diesem Buch gelingt es super. Vieles habe ich persönlich schon mal gehört, reflektiert, aber ich finde gerade Rassismuserfahrungen kann man nicht oft genug reflektieren und das eigene Denken überprüfen…
Aufgrund der persönlichen Beispiele, die Hasters hier gibt, ist das Buch sehr lebendig. Sie hat auch das Hörbuch selbst eingesprochen und das ist sehr gelungen!
7 Tage vor
5,0
Wichtig! 🚨
Jede:r sollte sich in irgendeiner Weise mit Rassismus auseinandersetzen. Mit diesem Buch gelingt es super. Vieles habe ich persönlich schon mal gehört, reflektiert, aber ich finde gerade Rassismuserfahrungen kann man nicht oft genug reflektieren und das eigene Denken überprüfen…
Aufgrund der persönlichen Beispiele, die Hasters hier gibt, ist das Buch sehr lebendig. Sie hat auch das Hörbuch selbst eingesprochen und das ist sehr gelungen!
beendet am: 20.04.26
Sprache: Deutsch
< „Darf ich mal deine Haare anfassen?", "Kannst du Sonnenbrand bekommen?", "Wo kommst du her?" Wer solche Fragen stellt, meint es meist nicht böse. Aber dennoch: Sie sind rassistisch. Warum, das wollen weiße Menschen oft nicht hören. Alice Hasters erklärt es trotzdem. Eindringlich und geduldig beschreibt sie, wie Rassismus ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägt. Dabei wird klar: Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft. Und sich mit dem eigenen Rassismus zu konfrontieren, ist im ersten Moment schmerzhaft, aber der einzige Weg, ihn zu überwinden. >
Ein sehr wichtiges Buch, da Rassismus leider immer noch Teil unserer Gesellschaft ist. Auch wenn man sich intensiv mit dem Thema befasst hat, gibt es trotzdem einige Sachen, die man nicht weiß oder über die man sich einfach keine Gedanken machen musste. Alice Hasters erzählt hier aus ihrem eigenen Alltag und lässt mich als Leser bedrückt und wütend, aber auch hoffnungsvoll zurück. Denn, die Situation ist nicht unlösbar und es ist möglich Rassismus zu minimieren oder hoffentlich ganz zu beenden.
Das wichtigste, was ich aus diesem Buch mitgenommen habe, steht auch schon im Klappentext, nämlich: Aussagen und Handlungen müssen nicht mit böser Absicht oder Wertung erfolgen, um trotzdem rassistisch zu sein. Und, auch sogenannter „positiver Rassismus“, bei welchem rassistische Komplimente gemacht werden, ist problematisch, da er den Menschen ihre Individualität abspricht und ihre Leistungen untergräbt.
Ignoranz ist eine Form der Mikroaggression, da sie bewusst das Thema und die Probleme, die bestehen, verdrängt und sie dadurch nicht besser werden können. Daher sollte man auf den Vorwurf, etwas rassistisches gesagt oder getan zu haben nicht direkt abwehrend reagieren, sondern mit Offenheit und dem Willen zu lernen und das eigene Verhalten zu überdenken. Rassismus ist leider noch so tief in der Gesellschaft verankert, dass einem manchmal gar nicht bewusst ist, dass eine Sache eben rassistisch ist.
Zum Thema kulturelle Aneignung sagt die Autorin, dass Kultur lebendig und organisch sei. Aber diejenigen, die uns mit Kultur bereichern sollen auch diejenigen sein, die davon profitieren, oder zumindest nicht aufgrund ihrer Kultur diskriminiert werden.
Die Differenz zwischen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus fand ich auch interessant: “Fremdenfeindlichkeit existiert, wenn Menschen nur eine bestimmte Norm kennen, Rassismus existiert, wenn Menschen nur eine bestimmte Norm akzeptieren. Rassismus folgt außerdem den systemischen Machtstrukturen, Fremdenfeindlichkeit nicht.”
Das Buch hat mich viel aufmerksamer auf den Sprachgebrauch in allgemeinen Medien und Umfeldern achten lassen. Ich fand es sehr informativ und empfehle das Buch auf jeden Fall!
2. Mai 2026
5,0
beendet am: 20.04.26
Sprache: Deutsch
< „Darf ich mal deine Haare anfassen?", "Kannst du Sonnenbrand bekommen?", "Wo kommst du her?" Wer solche Fragen stellt, meint es meist nicht böse. Aber dennoch: Sie sind rassistisch. Warum, das wollen weiße Menschen oft nicht hören. Alice Hasters erklärt es trotzdem. Eindringlich und geduldig beschreibt sie, wie Rassismus ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägt. Dabei wird klar: Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft. Und sich mit dem eigenen Rassismus zu konfrontieren, ist im ersten Moment schmerzhaft, aber der einzige Weg, ihn zu überwinden. >
Ein sehr wichtiges Buch, da Rassismus leider immer noch Teil unserer Gesellschaft ist. Auch wenn man sich intensiv mit dem Thema befasst hat, gibt es trotzdem einige Sachen, die man nicht weiß oder über die man sich einfach keine Gedanken machen musste. Alice Hasters erzählt hier aus ihrem eigenen Alltag und lässt mich als Leser bedrückt und wütend, aber auch hoffnungsvoll zurück. Denn, die Situation ist nicht unlösbar und es ist möglich Rassismus zu minimieren oder hoffentlich ganz zu beenden.
Das wichtigste, was ich aus diesem Buch mitgenommen habe, steht auch schon im Klappentext, nämlich: Aussagen und Handlungen müssen nicht mit böser Absicht oder Wertung erfolgen, um trotzdem rassistisch zu sein. Und, auch sogenannter „positiver Rassismus“, bei welchem rassistische Komplimente gemacht werden, ist problematisch, da er den Menschen ihre Individualität abspricht und ihre Leistungen untergräbt.
Ignoranz ist eine Form der Mikroaggression, da sie bewusst das Thema und die Probleme, die bestehen, verdrängt und sie dadurch nicht besser werden können. Daher sollte man auf den Vorwurf, etwas rassistisches gesagt oder getan zu haben nicht direkt abwehrend reagieren, sondern mit Offenheit und dem Willen zu lernen und das eigene Verhalten zu überdenken. Rassismus ist leider noch so tief in der Gesellschaft verankert, dass einem manchmal gar nicht bewusst ist, dass eine Sache eben rassistisch ist.
Zum Thema kulturelle Aneignung sagt die Autorin, dass Kultur lebendig und organisch sei. Aber diejenigen, die uns mit Kultur bereichern sollen auch diejenigen sein, die davon profitieren, oder zumindest nicht aufgrund ihrer Kultur diskriminiert werden.
Die Differenz zwischen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus fand ich auch interessant: “Fremdenfeindlichkeit existiert, wenn Menschen nur eine bestimmte Norm kennen, Rassismus existiert, wenn Menschen nur eine bestimmte Norm akzeptieren. Rassismus folgt außerdem den systemischen Machtstrukturen, Fremdenfeindlichkeit nicht.”
Das Buch hat mich viel aufmerksamer auf den Sprachgebrauch in allgemeinen Medien und Umfeldern achten lassen. Ich fand es sehr informativ und empfehle das Buch auf jeden Fall!
Ich bin schockiert nach dem Kapitel. Ich habe das alles nicht gewusst, weil es in der Schule nie vorkam (nur Nationalsozialismus bis zum Erbrechen) und ich mich von alleine nie für Geschichte interessiert habe...
Wer hat entschieden, dass das nicht in den Geschichtsunterricht gehört?
Seite 12459%
1 Kommentar verdeckt
1 weitere SocialReads-Kommentare in der App, sortiert nach deinem aktuellen Fortschritt.
Autorin / Autor
Über Alice Hasters
Alice Hasters wurde 1989 in Köln geboren. Sie lebt und arbeitet als Autorin und Publizistin in Berlin. Sie war unter anderem für das Jugendprogramm Funk tätig, entwickelte Social Media Formate für die Tagesschau und den RBB und moderierte bei Deutschlandfunk Nova. Mit Maxi Häcke spricht sie im Podcast Feuer & Brot über Feminismus und Popkultur. Ihr erstes Buch Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten belegte Platz 5 der Jahresbestsellerliste Sachbuch im Paperback 2020. Für ihre Bildungsarbeit zum Thema Rassismus wurde sie 2020 zur Kulturjournalistin des Jahres gewählt.