Was ich dir erzählen möchte oder Lebensweisheiten für ein kleines Alien
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Beschreibung
Die unerträgliche Leichtigkeit des Andersseins
Ein kleines Mädchen ist überzeugt, ein Alien zu sein. Warum sonst sollte es ihr so schwerfallen, sich in der Welt zurechtzufinden? Obwohl sie dieselbe Sprache sprechen, scheinen die Menschen sie einfach nicht zu verstehen. Ihre psychisch labile Mutter, die den lieben langen Tag Ratgeber liest, und ihr Vater, der im Büro und zu Hause vor allem Risikobewertungen unternimmt, sind auch keine große Hilfe. Doch als sie zufällig von dem Voynich-Manuskript erfährt – eine mittelalterliche Handschrift, deren Sprache bis heute nicht entschlüsselt wurde –, glaubt sie, nicht mehr allein zu sein. Die Mission, das Manuskript zu übersetzen, führt sie auf überraschende Wege und zu Menschen, die sie ankommen lassen in ihrem andersartigen Leben.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Alice Franklin studierte Kreatives Schreiben an der renommierten University of East Anglia. Ihre Rezensionen und Kurzgeschichten erschienen in diversen Publikationen on- und offline, u. a. der ›Financial Times‹. Sie lebt und arbeitet als Texterin in London. ›Was ich dir erzählen möchte oder Lebensweisheiten für ein kleines Alien‹ ist ihr erster Roman.
Beiträge
Der Roman erzählt die Geschichte eines kleinen Mädchens, das davon überzeugt ist, ein Alien zu sein. Wieso sonst sollte sie niemand so wirklich verstehen? Weder ihre Eltern noch ihre Lehrer können ihr helfen. Als sie auf das geheimnisvolle Voynich-Manuskript aufmerksam wird, dessen Sprache bis heute ungelöst ist, beginnt sie, sich weniger allein zu fühlen. Alice Franklin erzählt in Was ich dir erzählen möchte oder Lebensweisheiten für ein kleines Alien die sensible Geschichte eines neurodivergenten Kindes über Zugehörigkeit und die Schwierigkeit, verstanden zu werden. Sie zeigt die Gedankenwelt des Kindes, aber auch die Hürden, die entstehen können, wenn die Umwelt anders reagiert, als man es braucht. Passend hierfür ist auch die Erzählperspektive, in der die Protagonistin in der Du-Perspektive zu sich selbst spricht. Durch die kindliche und oft verwirrte Stimme wird das Gefühl, nicht in diese Welt zu passen, authentisch dargestellt. Die Erzählperspektive passt inhaltlich zwar gut zur Geschichte und unterstreicht das Gefühl des Fremdseins, dennoch bin ich persönlich nicht richtig damit warm geworden. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mir den Inhalt und den Verlauf der Geschichte ganz anders vorgestellt hatte. Für mich hat manchmal ein wenig der rote Faden gefehlt, aber vielleicht war das auch genau so beabsichtigt? Am Ende konnte mich das Buch daher leider nicht überzeugen. Das Buch selbst ist keineswegs schlecht, es war einfach nur nicht das Richtige für mich.
Sehr unterhaltsam mit Längen
Ein kleines Mädchen denkt sie wäre ein Alien, da sie Schwierigkeiten hat sich in der Welt zurecht zu finden. Als Hörbuch gehört fand ich die Geschichte sehr unterhaltsam, teilweise lustig oder zum schmunzeln, wenn auch durch die Erzählperspektive manchmal etwas verwirrend. Die Reaktion der Menschen in der Schule und auch die der Eltern machten mich aber auch echt sprachlos und wütend.
Was für eine geniale Erzählung. Ich bin so begeistert, dass ich gerade mit mir ringe, ob ich es auch noch als Print haben muss. 🙈 Die Geschichte erzählt von einem Mädchen, das sich nicht mit der Welt und den Menschen verbunden fühlt. Schule und Umgang mit anderen Kindern werden zur Tortur. Besonders die Sprache und die Interpretation des Gesagten führt sie immer wieder in vertrackte Situation. Rückzug und die Vermeidung von Sprache scheint die einzige Möglichkeit sich zu schützen. Aber auch Nichtgesagtes wird fehlinterpretiert. Als sie von einem mittelalterlichen Manuskript in einer unbekannten Sprache erfährt, begibt sie sich auf eine besondere Reise und findet Menschen, die sie auf ihre Art akzeptieren. Die rückwärtsgerichtete Erzählweise der Protagonistin in der zweiten Person als Erwachsene an das frühere Kind ist anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig. Gleichzeitig transportiert die Autorin die zwischenmenschliche Irrtümer so mit einer besonderen Intensität. In manchen Situationen weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Ganz oft musste ich an das Thema Neurodivergenz denken und wie schwierig unsere Kommunikation ist, wenn zwischen Sender und Empfänger nicht alle Wellen übereinstimmen. Wie schrecklich sich Kinder fühlen, wenn sie nicht richtig verstanden werden. Als Hörbuch war es sehr authentisch, auch wenn ich mich etwas an der Stimmfarbe von Laura Maire gerieben habe - gleichzeitig passte genau diese perfekt in die Dialoge. Trotzdem reizt es mich, die Wirkung beim Selbstlesen zu überprüfen. Große Empfehlung für alle Liebhabenden von Coming-of-Age-Romanen mit Menschen, die aus den Erwartungen ausbrechen, und die sich an Sprachwissen erfreuen können. P.S. Der Print kommt auf die Geburtstagswunschliste. 🤭

Anders.
Als ich begonnen habe diese Geschichte zu lesen, habe ich gedacht:“ Liebes Buch, wir werden leider keine Freunde werden!“. Wie sehr ich mich irren sollte. Ich bin am Anfang etwas in die Geschichte gestolpert, weil der Erzählstil für mich erst mal recht ungewöhnlich war. Aber je weiter die Geschichte voran schreitet, desto mehr bin ich eingetaucht in die Gedankenwelt unserer Protagonistin. Sie fühlt sich wenig zugehörig, oft wie ein Alien. Was ist eigentlich normal, und was nicht? Wer passt in die Norm und wer nicht? Unsere Protagonistin ist neurodivergent. Wir erfahren unheimlich viel über sie und ihre Gedankenwelt von unserer auktorialen Erzählerin, die sich immer wieder an das „kleine Alien“ wendet. Durch die Autismus-Spektrum-Störung der Protagonistin, bekommen wir die Welt zu sehen, wie sie diese empfindet und erfährt. Wie sie Sprache empfindet und versteht. Und auch wie andere Menschen damit umgehen, oder darauf reagieren. Akribisch werden Gedanken auseinander genommen, zerstückelt und analysiert. Unsere Erzählerin ist Linguistin und somit befasst sich dieses Buch zu einem größeren Anteil auch mit Sprache. Und das alles verpackt in eine ganz wunderbare und so ehrliche und ungeschönte Geschichte. So unaufgeregt wie unsere Protagonistin ist, so ist es auch dieses Buch. Man fließt als Leser einfach so mit dahin und ich war dankbar dafür, unser kleines Alien ein Stück weit begleiten zu dürfen. Was wir in dieser Lektüre erleben ist manchmal lustig, manchmal schön und manchmal traurig und erschreckend.Wir erleben scheiternde Eltern und ignorante Lehrer. Wir erleben Freundschaft und Akzeptanz. Dieses Buch regt ganz bestimmt zum nachdenken an. Gab es nicht in unser aller Leben schon mal Momente, in denen wir uns nicht zugehörig und sogar anderes gefühlt haben? Dieser warmherzige und einfühlsame Roman ist eine Hommage an die Einzigartigkeit.

Übersetzt von Margarita Ruppel Ich habe schon oft darüber geschrieben aber ich mache es immer wieder gerne: Bücher können so viel. Sie sind einfach pure Magie. Sie erzählen uns die wunderbarsten, berührendesten und schönsten Geschichten. Sie bringen uns zum Lachen und zum Weinen, manchmal existieren diese Zustände auch beide gleichzeitig. Sie kommen daher mit Geschichten in ihnen ganz unbedarft und plötzlich bist du drin, nicht nur mittendrin, sondern tief versunken zwischen den Seiten, möchtest dich nicht mehr lösen, weil diese Geschichte sich doch irgendwie als eine entpuppte, auf die du die ganze Zeit gewartet hast, die du genau jetzt gebraucht hast. All das war für mich "Was ich dir noch erzählen möchte oder Lebensweisheiten für ein kleines Alien". Aber es geht ja noch weiter, Bücher sind auch dazu da fremde Perspektiven einzunehmen, die Welt mit anderen Augen zu sehen, über den Tellerrand hinaus zu blicken, nenne es wie du willst. Dadurch fördern sie Empathie und noch tausend andere Sachen. Schon so viele Bücher durfte ich lesen, die auch diesen großen Effekt auf mich hatten, doch bei meinem kleinen Alienbuch, wie ich es liebevoll genannt habe, war das gar nicht nötig. Denn ich habe mich so sehr in dieser Perspektive wiedergefunden, dass ich mir auch eigentlich wünsche, dass es dieses Buch schon viel früher gegeben hätte. Achtung, du hast es vielleicht schon gemerkt, aber das hier wird sehr emotional. Hattest du schon einmal das Gefühl nicht dazuzugehören, dass man das, was in dir vorgeht nicht versteht, wohl möglich nicht verstehen will, du nicht dazu passt, diese Welt vielleicht sogar nicht deine richtige Adresse ist? Dass sie dich endlich abholen in UFOS von mir aus, um dich zu deinem richtigen Planeten zu bringen? Dabei geht so viel in dir vor. Du hast so viel in deinem Kopf, das herauswill und manchmal sagst du dann eben das Falsche und erntest seltsame Blicke. Du fühlst dich falsch, etwas stimmt nicht mit dir. Und dabei hast du so viel zu sagen, so viel Wichtiges zu sagen, wenn du nur wüsstest, wie man auf dieser Welt so richtig spricht, dass sie dich endlich hören. Alice Franklin ist mit ihrem großartigen Debütroman genau das gelungen. Sie gibt einem jungen Mädchen die Stimme, die sie braucht, um herauszufinden, wie sie auf dieser Welt zurecht kommt, auch wenn große Teile dieser Welt sie nicht verstehen wollen, das Besondere und Einzigartige in ihr nicht erfassen wollen. Das kleine Alienbuch ist aber genauso dafür da, um zu trösten, um zu zeigen, dass du nicht alleine bist mit diesem Gefühl falsch zu sein, obwohl du das überhaupt nicht bist. Du bist genau richtig da und so, wie du bist und du hast alles in dir, um der Welt dich in deiner ganzen liebevollen Art zu zeigen. Im kleinen Alienbuch erzählt ein anderes Alien dem vermeintlichem kleinen Alien, das sich eben so fühlt als würde es nicht auf diese Welt gehören, wie dieses Leben aussieht. Dass es Hürden gibt, ganze Steine, die es aus dem Welt schleppen muss. Dass es traurig sein wird, aber genauso oft glücklich, dass es sich unverstanden fühlt, es aber auch Menschen auf dieser Welt gibt, die sich ihrer annehmen, weil sie offensichtlich ganz viele dieser Bücher gelesen haben, die einen über den Tellerrand schauen lassen. So oft habe ich mich zwischen den Seiten in Alice Franklins kleines Alienbuch wiedergefunden, Verständnis gefühlt und die schiere Feierei von Worten erlebt, die zu den wichtigsten Dingen im Leben zählen. Das kleine Alienbuch wird euch durch die so berühmte Achterbahn der Emotionen ziehen. Es wird euch traurig machen, wütend aber genauso oft auch glücklich machen mit diesem kleinen Lächeln, das man gar nicht bemerkt, wenn man zwischen den Seiten versunken ist. Und es wird euch seine enorme Wichtigkeit auf dem Teller präsentieren. Nehmt es an, tragt es in die Welt hinaus, gebt es den Menschen, die viel mehr Bücher lesen müssen, die den Horizont erweitern aber auch denen, die sehnsüchtig nach oben schauen, weil sie auf das UFO warten, dass sie auf ihren Heimatplaneten bringt. Und liebt es, aber das werdet ihr sowieso. "Du denkst unwillkürlich darüber nach, was Worte sind. Was es bedeutet, Worte zu verstehen. Wie sonderbar das alles ist. Worte sind bloß Tinte auf Papier, so angeordnet, wie die Konvention es diktiert- und doch bedeuten sie etwas, weil die Menschen beschlossen haben, dass sie es tun. Das ist sonderbar." S.104

Mal was anderes
Ich habe definitiv was anderes gewartet bei dem Titel. Ich war aber sehr überrascht, dass ich mich bei so vielen Situationen wiedererkannt habe. Wir verfolgen ein Mädchen, was, es wird zwar nie erwähnt aber ich bin mir zu 99,99% sicher, autismus hat. Oft wird sie missverstanden oder versteht andere falsch. Dadurch ist sie oft einsam und erhofft sich aufmerksamkeit im sinne von interesse. Und nicht, dass alle sie merkwürdig finden oder Ihre Eltern Hilfe suchen wollen. Interessant fand ich, das manche Erinnerungsstücken bewusst weggelassen wurden, sodass der Leser sich in ihre Situation einfügen konnte. In Stresssituationen schaltet das Gehirn gerne mal ab und vergisst Sachen bzw alles ist nur noch Überforderung pur. Mir persönlich hat es etwas an Story besonders am Ende gefehlt. Ab dem Zeitpunkt wo die beiden das Manuskript rann doch sehen konnten, wirkte alles sehr abstrakt un unrealistisch. Also klat ich bin happy für sie am ende aber das kam alles so plötzlich undpasst nicht so ganz in den rest der story hinein. Den Schreibstil fand ich echt angenehm, bin echt durch das Buch geflogen. Die kurzem Kapitel fand ich auch super.
Kurzweilig und polarisierend
Ich glaube, dass man dieses Buch entweder liebt oder hasst, dazwischen gibt es wahrscheinlich nicht viel. Ich persönlich habe es geliebt und viel gelacht. Der Stil ist ungewöhnlich, die Geschichte sehr eigenwillig. Mich hat es komplett abgeholt und wunderbar unterhalten- perfekt, wenn man Sprache liebt und vielleicht auch ein kleines Alien in sich trägt.
The title misled me a little; I thought it was going to be narrated through a list or maybe with tips as titles. I was completely sure this book was going to be at its core, a comedy. Although it has its moments and it’s not a book that takes itself 100% seriously, it’s a little denser than what I assumed it would be. And that’s completely my fault. I think that as an alien myself, ‘Life Hacks for a Little Alien’ is for an alien from another planet—a planet more human than mine. I received an advanced copy in exchange for an honest review honest review
Beschreibung
Die unerträgliche Leichtigkeit des Andersseins
Ein kleines Mädchen ist überzeugt, ein Alien zu sein. Warum sonst sollte es ihr so schwerfallen, sich in der Welt zurechtzufinden? Obwohl sie dieselbe Sprache sprechen, scheinen die Menschen sie einfach nicht zu verstehen. Ihre psychisch labile Mutter, die den lieben langen Tag Ratgeber liest, und ihr Vater, der im Büro und zu Hause vor allem Risikobewertungen unternimmt, sind auch keine große Hilfe. Doch als sie zufällig von dem Voynich-Manuskript erfährt – eine mittelalterliche Handschrift, deren Sprache bis heute nicht entschlüsselt wurde –, glaubt sie, nicht mehr allein zu sein. Die Mission, das Manuskript zu übersetzen, führt sie auf überraschende Wege und zu Menschen, die sie ankommen lassen in ihrem andersartigen Leben.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Alice Franklin studierte Kreatives Schreiben an der renommierten University of East Anglia. Ihre Rezensionen und Kurzgeschichten erschienen in diversen Publikationen on- und offline, u. a. der ›Financial Times‹. Sie lebt und arbeitet als Texterin in London. ›Was ich dir erzählen möchte oder Lebensweisheiten für ein kleines Alien‹ ist ihr erster Roman.
Beiträge
Der Roman erzählt die Geschichte eines kleinen Mädchens, das davon überzeugt ist, ein Alien zu sein. Wieso sonst sollte sie niemand so wirklich verstehen? Weder ihre Eltern noch ihre Lehrer können ihr helfen. Als sie auf das geheimnisvolle Voynich-Manuskript aufmerksam wird, dessen Sprache bis heute ungelöst ist, beginnt sie, sich weniger allein zu fühlen. Alice Franklin erzählt in Was ich dir erzählen möchte oder Lebensweisheiten für ein kleines Alien die sensible Geschichte eines neurodivergenten Kindes über Zugehörigkeit und die Schwierigkeit, verstanden zu werden. Sie zeigt die Gedankenwelt des Kindes, aber auch die Hürden, die entstehen können, wenn die Umwelt anders reagiert, als man es braucht. Passend hierfür ist auch die Erzählperspektive, in der die Protagonistin in der Du-Perspektive zu sich selbst spricht. Durch die kindliche und oft verwirrte Stimme wird das Gefühl, nicht in diese Welt zu passen, authentisch dargestellt. Die Erzählperspektive passt inhaltlich zwar gut zur Geschichte und unterstreicht das Gefühl des Fremdseins, dennoch bin ich persönlich nicht richtig damit warm geworden. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mir den Inhalt und den Verlauf der Geschichte ganz anders vorgestellt hatte. Für mich hat manchmal ein wenig der rote Faden gefehlt, aber vielleicht war das auch genau so beabsichtigt? Am Ende konnte mich das Buch daher leider nicht überzeugen. Das Buch selbst ist keineswegs schlecht, es war einfach nur nicht das Richtige für mich.
Sehr unterhaltsam mit Längen
Ein kleines Mädchen denkt sie wäre ein Alien, da sie Schwierigkeiten hat sich in der Welt zurecht zu finden. Als Hörbuch gehört fand ich die Geschichte sehr unterhaltsam, teilweise lustig oder zum schmunzeln, wenn auch durch die Erzählperspektive manchmal etwas verwirrend. Die Reaktion der Menschen in der Schule und auch die der Eltern machten mich aber auch echt sprachlos und wütend.
Was für eine geniale Erzählung. Ich bin so begeistert, dass ich gerade mit mir ringe, ob ich es auch noch als Print haben muss. 🙈 Die Geschichte erzählt von einem Mädchen, das sich nicht mit der Welt und den Menschen verbunden fühlt. Schule und Umgang mit anderen Kindern werden zur Tortur. Besonders die Sprache und die Interpretation des Gesagten führt sie immer wieder in vertrackte Situation. Rückzug und die Vermeidung von Sprache scheint die einzige Möglichkeit sich zu schützen. Aber auch Nichtgesagtes wird fehlinterpretiert. Als sie von einem mittelalterlichen Manuskript in einer unbekannten Sprache erfährt, begibt sie sich auf eine besondere Reise und findet Menschen, die sie auf ihre Art akzeptieren. Die rückwärtsgerichtete Erzählweise der Protagonistin in der zweiten Person als Erwachsene an das frühere Kind ist anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig. Gleichzeitig transportiert die Autorin die zwischenmenschliche Irrtümer so mit einer besonderen Intensität. In manchen Situationen weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Ganz oft musste ich an das Thema Neurodivergenz denken und wie schwierig unsere Kommunikation ist, wenn zwischen Sender und Empfänger nicht alle Wellen übereinstimmen. Wie schrecklich sich Kinder fühlen, wenn sie nicht richtig verstanden werden. Als Hörbuch war es sehr authentisch, auch wenn ich mich etwas an der Stimmfarbe von Laura Maire gerieben habe - gleichzeitig passte genau diese perfekt in die Dialoge. Trotzdem reizt es mich, die Wirkung beim Selbstlesen zu überprüfen. Große Empfehlung für alle Liebhabenden von Coming-of-Age-Romanen mit Menschen, die aus den Erwartungen ausbrechen, und die sich an Sprachwissen erfreuen können. P.S. Der Print kommt auf die Geburtstagswunschliste. 🤭

Anders.
Als ich begonnen habe diese Geschichte zu lesen, habe ich gedacht:“ Liebes Buch, wir werden leider keine Freunde werden!“. Wie sehr ich mich irren sollte. Ich bin am Anfang etwas in die Geschichte gestolpert, weil der Erzählstil für mich erst mal recht ungewöhnlich war. Aber je weiter die Geschichte voran schreitet, desto mehr bin ich eingetaucht in die Gedankenwelt unserer Protagonistin. Sie fühlt sich wenig zugehörig, oft wie ein Alien. Was ist eigentlich normal, und was nicht? Wer passt in die Norm und wer nicht? Unsere Protagonistin ist neurodivergent. Wir erfahren unheimlich viel über sie und ihre Gedankenwelt von unserer auktorialen Erzählerin, die sich immer wieder an das „kleine Alien“ wendet. Durch die Autismus-Spektrum-Störung der Protagonistin, bekommen wir die Welt zu sehen, wie sie diese empfindet und erfährt. Wie sie Sprache empfindet und versteht. Und auch wie andere Menschen damit umgehen, oder darauf reagieren. Akribisch werden Gedanken auseinander genommen, zerstückelt und analysiert. Unsere Erzählerin ist Linguistin und somit befasst sich dieses Buch zu einem größeren Anteil auch mit Sprache. Und das alles verpackt in eine ganz wunderbare und so ehrliche und ungeschönte Geschichte. So unaufgeregt wie unsere Protagonistin ist, so ist es auch dieses Buch. Man fließt als Leser einfach so mit dahin und ich war dankbar dafür, unser kleines Alien ein Stück weit begleiten zu dürfen. Was wir in dieser Lektüre erleben ist manchmal lustig, manchmal schön und manchmal traurig und erschreckend.Wir erleben scheiternde Eltern und ignorante Lehrer. Wir erleben Freundschaft und Akzeptanz. Dieses Buch regt ganz bestimmt zum nachdenken an. Gab es nicht in unser aller Leben schon mal Momente, in denen wir uns nicht zugehörig und sogar anderes gefühlt haben? Dieser warmherzige und einfühlsame Roman ist eine Hommage an die Einzigartigkeit.

Übersetzt von Margarita Ruppel Ich habe schon oft darüber geschrieben aber ich mache es immer wieder gerne: Bücher können so viel. Sie sind einfach pure Magie. Sie erzählen uns die wunderbarsten, berührendesten und schönsten Geschichten. Sie bringen uns zum Lachen und zum Weinen, manchmal existieren diese Zustände auch beide gleichzeitig. Sie kommen daher mit Geschichten in ihnen ganz unbedarft und plötzlich bist du drin, nicht nur mittendrin, sondern tief versunken zwischen den Seiten, möchtest dich nicht mehr lösen, weil diese Geschichte sich doch irgendwie als eine entpuppte, auf die du die ganze Zeit gewartet hast, die du genau jetzt gebraucht hast. All das war für mich "Was ich dir noch erzählen möchte oder Lebensweisheiten für ein kleines Alien". Aber es geht ja noch weiter, Bücher sind auch dazu da fremde Perspektiven einzunehmen, die Welt mit anderen Augen zu sehen, über den Tellerrand hinaus zu blicken, nenne es wie du willst. Dadurch fördern sie Empathie und noch tausend andere Sachen. Schon so viele Bücher durfte ich lesen, die auch diesen großen Effekt auf mich hatten, doch bei meinem kleinen Alienbuch, wie ich es liebevoll genannt habe, war das gar nicht nötig. Denn ich habe mich so sehr in dieser Perspektive wiedergefunden, dass ich mir auch eigentlich wünsche, dass es dieses Buch schon viel früher gegeben hätte. Achtung, du hast es vielleicht schon gemerkt, aber das hier wird sehr emotional. Hattest du schon einmal das Gefühl nicht dazuzugehören, dass man das, was in dir vorgeht nicht versteht, wohl möglich nicht verstehen will, du nicht dazu passt, diese Welt vielleicht sogar nicht deine richtige Adresse ist? Dass sie dich endlich abholen in UFOS von mir aus, um dich zu deinem richtigen Planeten zu bringen? Dabei geht so viel in dir vor. Du hast so viel in deinem Kopf, das herauswill und manchmal sagst du dann eben das Falsche und erntest seltsame Blicke. Du fühlst dich falsch, etwas stimmt nicht mit dir. Und dabei hast du so viel zu sagen, so viel Wichtiges zu sagen, wenn du nur wüsstest, wie man auf dieser Welt so richtig spricht, dass sie dich endlich hören. Alice Franklin ist mit ihrem großartigen Debütroman genau das gelungen. Sie gibt einem jungen Mädchen die Stimme, die sie braucht, um herauszufinden, wie sie auf dieser Welt zurecht kommt, auch wenn große Teile dieser Welt sie nicht verstehen wollen, das Besondere und Einzigartige in ihr nicht erfassen wollen. Das kleine Alienbuch ist aber genauso dafür da, um zu trösten, um zu zeigen, dass du nicht alleine bist mit diesem Gefühl falsch zu sein, obwohl du das überhaupt nicht bist. Du bist genau richtig da und so, wie du bist und du hast alles in dir, um der Welt dich in deiner ganzen liebevollen Art zu zeigen. Im kleinen Alienbuch erzählt ein anderes Alien dem vermeintlichem kleinen Alien, das sich eben so fühlt als würde es nicht auf diese Welt gehören, wie dieses Leben aussieht. Dass es Hürden gibt, ganze Steine, die es aus dem Welt schleppen muss. Dass es traurig sein wird, aber genauso oft glücklich, dass es sich unverstanden fühlt, es aber auch Menschen auf dieser Welt gibt, die sich ihrer annehmen, weil sie offensichtlich ganz viele dieser Bücher gelesen haben, die einen über den Tellerrand schauen lassen. So oft habe ich mich zwischen den Seiten in Alice Franklins kleines Alienbuch wiedergefunden, Verständnis gefühlt und die schiere Feierei von Worten erlebt, die zu den wichtigsten Dingen im Leben zählen. Das kleine Alienbuch wird euch durch die so berühmte Achterbahn der Emotionen ziehen. Es wird euch traurig machen, wütend aber genauso oft auch glücklich machen mit diesem kleinen Lächeln, das man gar nicht bemerkt, wenn man zwischen den Seiten versunken ist. Und es wird euch seine enorme Wichtigkeit auf dem Teller präsentieren. Nehmt es an, tragt es in die Welt hinaus, gebt es den Menschen, die viel mehr Bücher lesen müssen, die den Horizont erweitern aber auch denen, die sehnsüchtig nach oben schauen, weil sie auf das UFO warten, dass sie auf ihren Heimatplaneten bringt. Und liebt es, aber das werdet ihr sowieso. "Du denkst unwillkürlich darüber nach, was Worte sind. Was es bedeutet, Worte zu verstehen. Wie sonderbar das alles ist. Worte sind bloß Tinte auf Papier, so angeordnet, wie die Konvention es diktiert- und doch bedeuten sie etwas, weil die Menschen beschlossen haben, dass sie es tun. Das ist sonderbar." S.104

Mal was anderes
Ich habe definitiv was anderes gewartet bei dem Titel. Ich war aber sehr überrascht, dass ich mich bei so vielen Situationen wiedererkannt habe. Wir verfolgen ein Mädchen, was, es wird zwar nie erwähnt aber ich bin mir zu 99,99% sicher, autismus hat. Oft wird sie missverstanden oder versteht andere falsch. Dadurch ist sie oft einsam und erhofft sich aufmerksamkeit im sinne von interesse. Und nicht, dass alle sie merkwürdig finden oder Ihre Eltern Hilfe suchen wollen. Interessant fand ich, das manche Erinnerungsstücken bewusst weggelassen wurden, sodass der Leser sich in ihre Situation einfügen konnte. In Stresssituationen schaltet das Gehirn gerne mal ab und vergisst Sachen bzw alles ist nur noch Überforderung pur. Mir persönlich hat es etwas an Story besonders am Ende gefehlt. Ab dem Zeitpunkt wo die beiden das Manuskript rann doch sehen konnten, wirkte alles sehr abstrakt un unrealistisch. Also klat ich bin happy für sie am ende aber das kam alles so plötzlich undpasst nicht so ganz in den rest der story hinein. Den Schreibstil fand ich echt angenehm, bin echt durch das Buch geflogen. Die kurzem Kapitel fand ich auch super.
Kurzweilig und polarisierend
Ich glaube, dass man dieses Buch entweder liebt oder hasst, dazwischen gibt es wahrscheinlich nicht viel. Ich persönlich habe es geliebt und viel gelacht. Der Stil ist ungewöhnlich, die Geschichte sehr eigenwillig. Mich hat es komplett abgeholt und wunderbar unterhalten- perfekt, wenn man Sprache liebt und vielleicht auch ein kleines Alien in sich trägt.
The title misled me a little; I thought it was going to be narrated through a list or maybe with tips as titles. I was completely sure this book was going to be at its core, a comedy. Although it has its moments and it’s not a book that takes itself 100% seriously, it’s a little denser than what I assumed it would be. And that’s completely my fault. I think that as an alien myself, ‘Life Hacks for a Little Alien’ is for an alien from another planet—a planet more human than mine. I received an advanced copy in exchange for an honest review honest review















