Was du siehst
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Beschreibung
Wie weit muss man gehen, um zu erkennen, wo man hingehört?
1967: Als der Mann, den sie liebt, spurlos verschwindet, verlässt die schwangere Ruth Ost-Berlin und macht sich auf in eine ungewisse Zukunft. Schnell fühlt sie sich zu Hause an einem Ort, an dem das Leben schon immer hart war, die Herzen der Menschen dafür umso größer. In dem kleinen Dorf in Mecklenburg, nahe der Elbe, trifft sie auf Hannah.
Ihre Kinder Jule und Andi wachsen gemeinsam auf, sitzen am Ufer des Bracks, laufen durch die Kiefernwälder und träumen von der Zukunft. Als sie sich endlich ihre Liebe gestehen, scheint ihr Leben perfekt. Bis ein lang gehütetes Geheimnis Jule nach dem Mauerfall in die Welt zieht, während Andi auf seine große Liebe wartet.
Eine warme Geschichte über die vielen Farben des Glücks – und über das, was passieren kann, wenn das lange Warten endlich ein Ende hat.
»Sie saßen wie so oft am Ufer des Bracks und schauten auf das dunkle Wasser. Da war auf einmal nur ihr Gesicht und alles, woran er sich noch erinnern konnte, war der Kuss, den sie ihm gab an diesem sonnigen Nachmittag, als die Natur um sie herum gerade vom Sommer in den Herbst wechselte und ihre Liebesgeschichte begann.«
Bei Fragen zur Produktsicherheit, wenden Sie sich bitte an: [email protected]
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Laura Maaß, aufgewachsen in Schwerin, arbeitet in der Unternehmenskommunikation. Das Schreiben ist für sie die schönste Möglichkeit, sich mit ihren familiären Wurzeln und den zwischenmenschlichen Herausforderungen des Alltags zu beschäftigen. Was du siehst ist ihr erster Roman.
Beiträge
Von Himmelblau bis Rabenschwarz 1967 wird Ruth Winkler ungewollt schwanger, ihr Vater quatiert sie in einem Mecklenburger Dorf Nähe Westdeutschland bei seinem Bruder ein. Dort wird Juliane, genannt Jule, geboren. Und Ruths neue Freundin Hannah Schönberg bekommt kurz darauf Andreas, der meist Andi gerufen wird. Jule und Andi wachsen zusammen auf und verlieben sich ineinander. Doch Jule treibt es in die Welt, während Andi daheim auf seine große Liebe wartet. Das Cover ist gelungen und es passt sehr gut zu der Geschichte. Laura Maaß schreibt in einem angenehmen, flüssigen Stil, der einen Sog auf mich ausgeübt hat. Ich musste einfach immer weiter lesen. Es war zum Teil richtig spannend und zum Teil besonders berührend. Der Roman, dessen einzelne Kapitel immer mit einer Farbe beginnen, hat eine gewisse Leichtigkeit und ist doch so bewegend, dass ich zum Ende schon ein paar Tränen in den Augen hatte. Es geht dabei nicht nur um Freundschaft und Liebe, sondern auch um Ost und West, Festhalten und Loslassen, Warten und Suchen. Manchmal wird es poetisch, mal auch heiter, aber niemals kitschig. Die Autorin beschreibt eine Zeit zwischen den 1970er Jahren bis in den April 2010. Dabei trifft sie gekonnt die jeweilige Stimmung. Wie ein roter Faden begleitet dabei das Spiel "Ich sehe was, was du nicht siehst". So ist ihr ein Debütroman gelungen, den ich gerne mit allen 5 Sternen weiter empfehle.
Das Buch startet 1967 in Ost-Berlin. Ruth ist verzweifelt. Ihr Mann Tom ist spurlos verschwunden, vermutlich ist er in den Westen gegangen. Als sie bemerkt, dass die schwanger ist, schickt ihr Vater sie in ein kleines Dorf nach Mecklenburg. Dort trifft sie auf liebe Menschen. Schnell freundet sie sich mit Hannah an. Ihr Sohn Andi und Ruths Tochter Jule sind dann später die besten Freunde, wachsen zusammen auf und erleben viele Höhen und Tiefen zusammen. Später verlieben sie sich ineinander aber Jule macht sich nach der Wende auf die Suche nach ihrem Vater. Ein sehr atmosphärischer und einfühlsamer Roman. Die Zeit in der DDR und während der Wende war toll eingefangen. Das Thema finde ich sowieso super interessant. Auch die Themen ankommen und Heimat mochte ich richtig gern. Leider plätscherte das Buch im ersten Drittel etwas vor sich hin. Das hin und her zwischen Jule und Andi und auch Jules Suche nach dem Vater war mir einfach zu lang. Das Ende wirkte dann auch etwas konstruiert. Das waren einfach zu viele Zufälle. Die große Stärke hier liegt für mich hier in dem warmherzigen, atmosphärischen Schreibstil. Auch der Zusammenhang zwischen den starken politischen Umbrüchen und den persönlichen Schicksalen ist ganz wunderbar gelungen. Aus diesen Gründen empfehle ich das Buch für Leser, die gern ruhige Romane mit historischen Hintergründen mögen.
Lieblingsbuch ♥️
Was du siehst Das Buch ist wie eine warme Decke die man sich umlegen möchte. Ich habe selten ein Buch gelesen, was mich innerlich so zufrieden und gleichzeitig so traurig zurück lies wie dieses. Die Liebesgeschichte zwischen Andi & Jule, Oma Frieda & Arthur , so viele so wunderbar gezeichnete Charaktere die ich ins Herz geschlossen habe. Ich selbst habe die DDR nur kurz erlebt, und muss dennoch sagen; alles was die Autorin hier beschrieb passt zu 100%. Die Veränderungen nach der Wende brachten nicht nur Gutes mit sich. Freiheit ja. Aber oft bildeten sich auch unter den Menschen Unstimmigkeiten und Ungleichheiten wie die Autorin selber schrieb. Diese Buch hat mich unglaublich berührt und zählt von nun an zu einem meiner Jahreshighlights und außerdem zu einem der schönsten Geschichten rund um die Mauer, DDR und Wende ! Mein Bücherregal ist voll von diesen Geschichten und nun um ein absolutes Highlight reicher ! Lieblingszitat: „Nichts. Rein gar nichts ist schöner, als ein weißes Blatt Papier zu bemalen, statt nur das misslungene Gemälde einer anderen auszubessern“! Das Ende des Romans hat mir mein Herz dann endgültig gebrochen und die Tränen liefen! Danke an Laura Maaß für dieses so außergewöhnliche herzergreifende Buch.
Ein interessanter Roman zur Zeitgeschichte, verpackt mit einer Liebesgeschichte
🌳WAS DU SIEHST von Laura Maaß🌳, erschienen im Gutkind Verlag, ET 28.08.2025, 352 Seiten ✨ Leseempfehlung ✨ WIE WEIT MUSS MAN GEHEN, UM ZU ERKENNEN, WO MAN HINGEHÖRT? Worum geht’s? Familiengeschichten, Zeitgeschichte, Ost- und Westdeutschland, Wende und 60iger Jahre, Suche nach sich selbst, Liebe und Leidensweg Autorenportrait: Laura Maaß, aufgewachsen in Schwerin, arbeitet in der Unternehmenskommunikation. Das Schreiben ist für sie die schönste Möglichkeit, sich mit ihren familiären Wurzeln und den zwischenmenschlichen Herausforderungen des Alltags zu beschäftigen. „Was du siehst“ ist ihr erster Roman. Mein Leseeindruck: Durch Instagram wurde ich neugierig auf dieses Debüt und hatte eine angenehme Lesezeit. Maaß erzählt in ihrem Roman von einer Sandkastenliebe, die erst recht spät in konkrete Liebe mündet und dann zum Warten verurteilt ist. Die Liebe von Jule und Andi. Jule, die sich entscheidet nach Westberlin zu gehen, um die Geschichte ihrer geflohenen Mutter Ruth aufzuarbeiten, Andi bleibt wartend zurück. Wie wird die Geschichte wohl enden? Das Buch weist ein paar Längen auf, zudem hatte ich mitunter Mühe, der Geschichte zu folgen. Mir gefiel der sprachlich gute Ausdruck und die Atmosphäre, was eindeutig die Stärke des Romans ausmacht. Trotz der keinen Abstriche mochte ich die warmherzige Geschichte und ihre Figuren, empfehle sie gerne weiter. Das geschmackvolle, in modernen Farben gestaltete Cover und den Titel finde ich passend gewählt. Fazit: Ein interessanter Roman zur Zeitgeschichte, verpackt mit einer Liebesgeschichte Eure, Claudia

Das Buch nimmt nur langsam Fahrt auf. Das Dorfleben ist nur mäßig spannend. Die ständigen Zeitsprünge nerven ebenso wie die Vorhersagen auf das Kommende - eher ein Orakel, als ein geschicktes Mittel des Spannungsaufbaus. Beide Hauptfiguren, Jule und Andi, blieben mir während des gesamten Buchs fremd. Zum Ende hin verstand ich wenigstens den Titel.
Darum geht es: 1967, Ost-Berlin: Ruths große Liebe Tom verschwindet spurlos, und sie glaubt, dass er nach West-Berlin geflohen ist. Kurz darauf entdeckt sie, dass sie schwanger ist. Mutig verlässt sie Ost-Berlin und findet in einem kleinen Dorf in Mecklenburg bei ihrem Onkel ein neues Zuhause. Dort fühlt sie sich schnell geborgen und angekommen und findet in Hannah eine enge Freundin. Ihre Kinder, Jule und Andi, wachsen Seite an Seite auf, werden unzertrennlich und entdecken schließlich die Liebe zueinander. Alles scheint perfekt, bis ein lang gehütetes Geheimnis ans Licht kommt. Nach dem Mauerfall zieht es Jule hinaus in die weite Welt, während Andi geduldig auf seine Jule wartet. Mein Leseeindruck: Der Einstieg in das Buch ist mir zunächst etwas schwergefallen. Warum genau, kann ich gar nicht sagen. Doch kaum hatte ich mich darauf eingelassen, war ich vollkommen gefesselt. Laura Maaß kreiert ihre Figuren auf unglaublich bunte und vielschichtige Weise. Nicht nur Jule und Andi sind mir sofort ans Herz gewachsen, auch Oma Frieda, Arthur und die anderen Dorfbewohner sind so lebendig und einzigartig gezeichnet. Jeder Charakter ist auf seine eigene Art greifbar und doch voller Geheimnisse. Besonders fasziniert hat mich, wie authentisch die Autorin das Leben in einem kleinen Dorf in der DDR beschreibt, mit allen Einschränkungen, kleinen Freuden und dem Gemeinschaftsgefühl. Ebenso überzeugend ist die Darstellung der Veränderung nach dem Mauerfall, die die Geschichte auf besondere Weise abrundet und die Figuren noch greifbarer macht. Mit leisen Tönen erzählt Laura Maaß diese bewegende Geschichte, aber wer aufmerksam liest, erkennt die große Tiefe und Wärme, die hinter jedem Kapitel steckt. Am Ende habe ich wirklich Tränen vergossen, so sehr hat mich das Schicksal der Figuren berührt. Mit einem tiefen Seufzer, aber einem Gefühl von Zufriedenheit habe ich das Buch beendet. Fazit: 4,5/5 ⭐️ Ein Debütroman, der ins Herz trifft, unvergessliche Charaktere schenkt und noch lange nachklingt. Absolute Leseempfehlung ♥️

Ein Buchschatz
Ostdeutschland lange vor der Wende, ein kleines Dorf nahe der Elbe. Dort findet sich Ruth wieder, schwanger und verlassen – bei ihrem Onkel Arthur. Warte auf mich, hat er, ihre große Liebe, ihr auf ein Foto geschrieben in ihrem jungen, verliebten Leben in Ost-Berlin. Gewartet hat sie vergebens. Das Dorfleben funktioniert, Zusammenhalt wird großgeschrieben und so gehört Ruth schnell dazu – zur Dorfgemeinschaft. Freundinnen und Vertraute findet sie in Hannah und Frieda. Jule, Ruths Tochter, und Andi, Hannahs Sohn, sind ein Herz und eine Seele weit über ihre Kinder- und Jugendjahre hinaus und plötzlich gesellt sich ein zartes Verliebtsein dazu. Dann der Mauerfall, Ende 1989, plötzlich steht die weite Welt offen und wäre dies nicht genug, erfährt Jule, dass ihr Vater lebt – nicht tot ist wie all die Jahre angenommen. Sie macht sich auf die Suche in West-Berlin und weiter auf der ganzen Welt – ohne Andi. Dieser wartet in seinem kleinen Dorf nahe der Elbe, denn der weiten Welt traut er nicht so recht. Wartet er vergebens auf Jule und ihr gemeinsames Leben und findet Jule wen sie sucht? Dieses Buch ist klasse. Es hat mich sehr berührt und auch nicht gleich wieder losgelassen, als ich es beendet habe. Es wird darin auf weiter Strecke das einfache, aber dennoch glückliche Leben in Ostdeutschland beschrieben. Ohne Schnörkel ohne Firlefanz. Es ist eine Geschichte über Zusammenhalt, über das Miteinander und auch über die Zufriedenheit, über das Aufwachsen und das Erwachsenwerden im Osten. Es ist auch eine Geschichte der Protagonisten auf der Suche nach dem wahren Ich, vor allem in der Zeit nach der Wende. Wo gehöre ich hin, in den Westen, sogar in die weite Welt oder doch in das altbekannte kleine Örtchen, welches sich dennoch unweigerlich verändert hat nach dem Mauerfall. Für mich haben die Protagonist:innen eine solche Güte ausgestrahlt, jeder auf seine ganz persönliche Weise, bei machen offen sichtbar, bei anderen war sie hinter persönlichen Ängsten verborgen, dass mir das ganze Buch über richtig warm ums Herz war – karminrotherzwarm. Und ich weiß auch, was ich darin sehe, in diesem Buch: Ein kleiner, großer Buchschatz den ich sehr gerne weiterempfehle.
Ein ausdrucksstarker Roman, der berührt
Was für ein toller Debütroman von der Autorin. Ein Roman mit den Farben des Lebens, die von intensiv bis zart reichen. Und genauso ausdrucksstark ist der Schreibstil der Autorin. Sie hat eine ganz besondere Gabe sich auszudrücken und die verschiedenen Stimmungen wortgewaltig und emotionsgeladen und mit einer Intensität einzufangen, dass diese verschiedenen Stimmungen in einem beim Lesen vibrieren. Die Charaktere sind sofort vor Augen entstanden und jeder einzelne für sich wurde so treffend in bunten Farben gezeichnet, dass blass gar kein Thema war. Auf eine sehr einfühlsame und auch intensive Art und Weise führt die Autorin den Leser an die Charaktere ran, dass man diese nach und nach kennenlernt. Dabei stehen besonders die verschiedenen Beziehungen im Vordergrund die auf sehr eindrucksvolle Art und Weise sehr authentisch das Leben wiederspiegeln, mit alle seinen vielen und verschiedenen Farben. Wo gehört man wirklich hin? Was macht eine Heimat aus? Dieses Buch überzeugt mit seiner Tiefe! Ein Roman der keine lauten Töne braucht um zu beeindrucken, im Gegenteil. Ein sehr starker Roman, den man nicht nur einfach liest, sondern fühlt und der noch nach dem Lesen in einem nachhallt. Das schreit nach Mehr von der Autorin. Fazit: 5 Sterne für einen wahnsinnig beeindruckenden Roman

Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist ... bunt wie ein Farbmalkasten. So vielfältig liest sich auch der Roman 'Was Du siehst ' von Laura Maaß. Ihr Debütroman - und meiner Meinung nach ein sehr gelungener. Wir begleiten Andi und Jule ab dem Jahr 1967 und erleben, wie sie sich im Laufe der Jahre immer näherkommen. Eine besondere Freundschaft wächst heran, zu der beide mit ihren sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten etwas beitragen. Jule ist getrieben von der Sehnsucht, ihren Vater zu finden, und reist nach der Wende durch die Welt. Andi hingegen geht seinen eignen Weg - und wartet auf seine Jule. Ob sie zu ihm zurückkehrt? Das müsst ihr selbst lesen. ☺️ Besonders gefallen haben mir die farblich betitelten Kapitel - ein schöner Einfall - sowie die kleinen Rituale zwischen Jule und Andi, die ihre Verbindung so besonders machen. Auch die Nebenfiguren haben mich berührt - allen voran Frieda, die für meinen Geschmack ruhig noch mehr Raum in der Geschichte hätte einnehmen dürfen. Ihre kleine Erzählung war ebenfalls sehr schön und, wie ich finde, noch nicht auserzählt. Auch Andis Vater - verschroben, aber liebenswert - ist mir im Gedächtnis geblieben. Es ist kein spannungsgeladener Roman, aber einer, der zu Herzen geht. Manche Leser*innen fanden bestimmte Stellen etwas langatmig - das habe ich persönlich nicht so empfunden. Lediglich das Ende wirkte auf mich etwas konstruiert, was aber sicher Geschmackssache ist. Ich habe diesen Roman gerne gelesen und empfehle ihn mit gutem Gewissen weiter.

🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension 📚 Rezensionsexemplar / Roman #gutkindverlag #lauramaaß #wasdusiehst #farbendesglücks #DDR #Heimat #Mauerfall #Wende #Liebesgeschichte #Neuanfang ❓️Warum wollte ich das Buch lesen? Ich habe schon viele Bücher über die DDR gelesen, in denen es meist um Flucht, Kontrolle oder Manipulation ging. Mich hat interessiert, einmal eine andere Perspektive zu erleben. Menschen, die nicht nur unter den strengen Strukturen litten, sondern auch Angst vor dem Neuen hatten und das Altbekannte liebten. Genau diesen Gegensatz versprach das Buch aufzugreifen und das hat mich sehr neugierig gemacht. 🔎 Worum geht’s? 1967 in Ost-Berlin: Ruth bleibt schwanger zurück, als ihr Geliebter verschwindet. Mit ihrer Tochter Jule zieht sie in ein kleines Dorf in Mecklenburg, wo Jule gemeinsam mit Andi, dem Sohn der Nachbarin, aufwächst. Aus kindlicher Nähe wird eine Liebe, die stärker scheint als alles. Doch die Wende verändert ihr Leben. Jule sucht ihren Vater, Andi möchte in der Heimat bleiben. Zwischen Verlust, Sehnsucht und Hoffnung entwickeln sich nicht nur ihre Geschichten, sondern auch die der Dorfgemeinschaft. 🧠 Meine Meinung: Das Buch hat mich sehr berührt, vor allem durch die liebevoll gezeichneten Charaktere. Jule und Andi habe ich gerne begleitet, aber auch die Dorfbewohner tragen mit ihren Eigenheiten dazu bei, dass die Erzählung Tiefe gewinnt. Die Gemeinschaft, in der jeder jeden kennt und füreinander da ist, verleiht der Geschichte eine besondere Wärme, fast so, als wäre man selbst Teil davon. Besonders eindrucksvoll fand ich die Liebe zum Detail. Das Kinderspiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ zieht sich wie ein roter Faden durch die Kapitel. Jede Farbe spiegelt eine Stimmung oder Situation wider und gibt der Handlung eine ganz eigene Note. Sehr wohltuend war für mich auch, dass dies keine typische DDR-Geschichte mit starren Mustern ist, wie man sie oft kennt. Stattdessen wird das Thema mit einer gewissen Leichtigkeit erzählt. Trotzdem wird deutlich, dass es ganz unterschiedliche Perspektiven gab. Menschen, die neugierig in den Westen blickten, und solche, die bleiben wollten, weil sie das Leben so akzeptieren, wie es war. Gerade das machte die Geschichte lebendig und nachvollziehbar. Obwohl auch Konflikte eine Rolle spielen, wirkte die Handlung insgesamt hoffnungsvoll und voller Wärme. Die Liebesgeschichte wirkt authentisch, und die Gegensätze von Alt und Neu, Angst und Hoffnung sind fein herausgearbeitet. Am Ende flossen Tränen, nicht nur wegen des Geschehens, sondern auch, weil mir die Figuren ans Herz gewachsen sind. ✅️ Fazit: Eine berührende Geschichte über Heimat, Freundschaft, Liebe und Geheimnisse. Atmosphärisch, voller Wärme und mit starken Charakteren. Wer die Bücher von Barbara Leciejewski mag, wird auch dieses lieben. Für mich ein Lesetipp, besonders für die kommende Jahreszeit, wenn die Blätter fallen und man es sich mit einer heißen Schokolade gemütlich machen möchte, dann ist dieses Buch der perfekte Begleiter.

Ich seh' etwas, was Du nicht siehst
"Was du siehst" von Laura Maaß ist ein Liebesroman, aber keinesfalls eine Schnulze! Im Jahr 1967 lebt Ruth in Ost-Berlin. Sie ist schwanger und ihre große Liebe Tom ist verschwunden. Er hat nur einen Zettel zurückgelassen mit der kurzen Nachricht "Warte auf mich". Ruths Vater wirft sie hinaus, als sie bei ihm Unterstützung sucht und reist sie hochschwanger ins Griese Land. Dort lernt sie die ebenfalls schwangere Hannah kennen. Sie ziehen ihre beiden Kinder gemeinsam groß, auch Jule und Andi werden Freunde und verlieben sich. Dann fällt die Mauer und Jule spürt einem Geheimnis hinterher. Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin versteht es sehr gut, Geschichte, Familiengeschichte und auch Landschaften mit leisen Tönen zu verbinden. Das Spiel "Ich seh' etwas, was du nicht siehst, und das ist....." , das Jule und Andi in ihrer Jugend immer auf dem Weg zur Schule gespielt haben, zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman und schlägt sich auch in den Kapitelüberschriften nieder. Bereis diese Kapitelüberschriften spiegeln Freude, Glück, Verzweiflung und vieles mehr wieder. Und so ganz nebenbei erfahren die Leser*innen auch viel über das Leben in der ehemaligen DDR, den Mauerfall und das Leben in Mecklenburg-Vorpommern nach dem Mauerfall. Es ist ein leiser Roman und gerade das macht ihn lesenswert. Maaß kommt ohne Kitsch daher und es steht auch viel zwischen den Zeilen. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Ich empfehle ihn sehr gerne weiter an Liebhaber*innen von leisen Tönen. Gute 4 Sterne gibt es von mir!!
Ein berührendes und tiefgründiges Buch
Wir begleiten in dieser Geschichte Jule und Andi. Die Geschichte erzählt die Jahre ihrer Kindheit bis hin ins Erwachsenenalter. Durch die Jahre begleiten wir die Beiden somit auf ihrem Weg, bis ein lang gehütetes Geheimnis Jule dazu bringt nach dem Mauerfall in die Welt hinauszuziehen und Andi in dem Dorf nahe der Elbe bleibt. Das Buch hatte von Anfang an eine unglaubliche Sogwirkung auf mich. Der Schreibstil ist besonders. Sehr atmosphärisch, gefühlvoll und so tiefgründig und das obwohl wir nicht besonders tief in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten eintauchen. Ich hatte beim lesen ständig klare Bilder im Kopf und habe mich gefühlt, als wäre ich mittendrin - dank des Schreibstils. In diesem Buch hat einfach alles gepasst. Das kleine Dorf, die Bewohner... es hat alles so gut miteinander harmoniert. Für mich ist es ein ganz besonderes Buch - ruhig, berührend und doch so aufregend. Vor allem das letzte Drittel sorgte bei mir nahezu für Herzrasen. Das Ende... einfach bittersüß. Anders kann man es nicht beschreiben.
Farbenspiel
Auch, wenn ich ein Mensch bin, der schwarz über alles liebt, erfreue ich mich immer wieder über die verschiedensten Farbnuancen, die in der Natur zu finden sind. Dieses Buch schickt uns auf eine Farbreise und auch wenn das Leben nicht immer bunt ist, genau wie die Leben der Charaktere, lohnt sich diese Reise ungemein. Das Cover greift das Farbthema sehr schön auf und zeigt die ländliche Gegend, in der die Geschichte spielt. Jedes Kapitel trägt eine Überschrift, immer eine andere Farbe. Besonders fand ich, dass im jeweiligen Kapitel darauf Bezug genommen wurde. Sehr schönes Stilelement. Ich liebe diese Geschichte mit ihren sehr gut ausgearbeiteten Charakteren. Man ist mittendrin im Dorfleben, in den Köpfen ihrer Bewohner und schnell schließt man das alles ganz fest ins Herz. Ich konnte so einiges von meiner Kindheit in der DDR entdecken und das ganze Buch fühlt sich an, wie eine Umarmung. Tiefgründig und voller Emotionen.

Eine feine, stimmungsvolle Liebesgeschichte vor historischem Hintergrund
Ein Roman wie eine Farbpalette. „Was du siehst“ war für mich eine wunderbare Spätsommer-Lektüre in lebendigen Tönen. „Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist…“ gehört zu den Lieblingsspielen von Jule und Andi. Es zieht sich durch den Roman als bunter Faden und gewinnt im Erwachsenenleben der beiden später eine ganz neue Bedeutung. Während Andis Familie schon lange zur Dorfgemeinschaft gehört, umgibt Jules Herkunft ein Geheimnis. Trotzdem gibt es auch für sie lange kein Leben anderswo, als in diesem Ort ihrer Kindheit. Doch ist das Leben auf dem Land, eines, wie Andi es sich schon immer gewünscht hat, auch für Jule auf die Dauer genug? „Was du siehst“ ich eine leise gewebte Liebesgeschichte vor historischen Hintergrund. Ihr Leben findet lange hinter der scheinbaren Unumstößlichkeit der Mauer statt, die Ostdeutschland umgibt. Durch den Mauerfall wird ihr bis dahin gefühlt vorgezeichnetes Leben ordentlich durcheinander gewirbelt. Es ist eine Liebesgeschichte für Leserinnen wie mich, die ich mit Romance oft wenig anfangen kann; ein „Heimatroman“ übers Bleiben und Fortgehen. Auch der Erzählstil des Romans konnte mich überzeugen. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und die Umgebung wird bildhaft beschrieben. Eine feine Lektüre, die ich für ein paar ruhige Lesestunden empfehlen kann.
“Was du siehst” von Laura Maaß handelt von Jule und Andi, die in den 1970ern und 1980ern in der DDR in Grenznähe aufwachsen und von besten Freunden zu Liebenden werden. Doch als Jule herausfindet, was es mit ihrem ihr unbekannten Vater auf sich hat, verlässt sie ihr Dorf und damit auch Andi. Die Autorin erzählt hier, ausgehend von den Eltern der Protagonist*innen eine ruhige, berührende Coming-Of-Age-Geschichte, die von der Unterschiedlichkeit ihrer Figuren lebt und sich über viele Jahrzehnte spannt, dabei aber immer wieder größere Zeiträume überspringt und sich auf ausgesuchte Zeitpunkte in der Erzählung beschränkt. Während zu Beginn vor Geburt der beiden deren jeweilige Eltern im Vordergrund stehen, verblassen diese im Laufe der Zeit eher und setzen den Fokus auf die Generation, deren Entwicklung zum Erwachsenwerden in den Aufbruch in ein anderes Gesellschaftssystem fallen. Maaß gelingt es, persönliche Traumata und Entwicklung in eine ganzheitlich nachfühlbare Sinnsuche, in der viele Lesenden Anknüpfungspunkte finden können, zum Glück aber außerhalb der Klischeefalle. Besonders das letzte Drittel hat mich gefesselt, auch wenn ich mit den Handlungsmotivationen und Entwicklungen der Hauptfiguren nicht immer einverstanden war. Auch haben mich einige inhaltliche Wiederholungen der Autorin gestört (wie oft wird auf nur wenigen Seiten in kurzen Abständen erwähnt, in welchem Winkel Jules Finger durch den Unfall absteht?). Insgesamt jedoch tolles Buch für den Herbst - atmosphärisch, ruhig, selbstreflektiv, aber mit einer schönen Liebesgeschichte. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Altes und neues Chaos
Heinrich, Hanna und Andi, Ruth und Jule, Arthur und Schröder und Frieda bilden einen eingeschworen Gemeinschaft, sie leben in einem kleinen Dorf in Ostdeutschland, nahe der Grenze zu Westdeutschland und der Elbe. Ich habe mich in dem Dorf, mit seinen Bewohnern sehr wohlgefühlt, bin Ihnen durch Ihr Leben gefolgt und Sie sind mir ans Herz gewachsen. Hauptsächlich geht es um Andi und Jule, die von klein auf etwas besonderes verbindet. Der Roman spielt in der Zeit von 1967 bis 2010. Das Zeitgeschehen wurde nur kurz angeschnitten. Da hätte ich mich über mehr gefreut. Aber was sich dadurch für Veränderungen für die Protagonisten ergeben haben, war gut dargestellt. Insgesamt ist es eine sehr schöne Geschichte. Der Schreibstil warmherzig und ruhig. Für mich ein Wohlfühlbuch. Das, wie ein Ölgemälde gehaltene Cover gefällt mir sehr gut und passt hervorragend zum Buch.
Nette Erzählung
Der Debütroman von Laura Maaß hat mich neugierig gemacht, weil er in der Griesen Gegend spielt – einer Landschaft, die für mich persönlich mit vielen Kindheitserinnerungen verbunden ist. Die Geschichte beginnt 1967: Ruth, hochschwanger und von ihrem Vater aus Berlin weggeschickt, findet bei ihrem Onkel Arthur in einem kleinen Dorf nahe der Elbe ein neues Zuhause. Dort wächst ihre Tochter Jule zusammen mit Andi auf, die beiden sind fast wie Geschwister, später sogar ein Paar. Doch mit der Wende und einem lange gehüteten Familiengeheimnis wird ihre Beziehung auf eine harte Probe gestellt. Mir hat besonders gefallen, wie authentisch das Dorfleben beschrieben ist. Die Charaktere wirken lebendig, mit Ecken und Kanten, und die Verbundenheit zwischen den Menschen wird sehr warmherzig dargestellt. Durch die wechselnden Perspektiven konnte ich schnell einen Bezug zu den Figuren aufbauen. Auch das Cover passt super – idyllisch und ruhig, genau wie die Landschaft, die im Buch beschrieben wird. Allerdings hatte ich zwischendurch ein paar Schwierigkeiten dranzubleiben. Vor allem im Mittelteil gab es für mich einige Längen, die Geschichte hat sich da nicht so flüssig weiterentwickelt. Gegen Ende hat das Buch aber wieder Fahrt aufgenommen und mich mit einem stimmigen Abschluss versöhnt. Trotz kleiner Schwächen ist Was du siehst ein sehr berührender Roman über Heimat, Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt. Besonders schön finde ich, dass es der Autorin gelungen ist, die Stimmung der DDR-Zeit einzufangen – und das, obwohl sie selbst nach der Wende geboren ist. Für mich war es ein Buch, das mich nicht nur unterhalten, sondern auch ein Stück in meine eigene Kindheit zurückgeführt hat.
Farbspiel
Wir schreiben das Jahr 1967. In einem kleinen Dorf in der griesen Gegend (ein Gebiet, das nahe der deutsch-deutschen Grenze liegt und teilweise Sperrgebiet war), taucht die schwangere Ruth auf. Nachdem sich der Vater des Ungeborenen scheinbar in den Westen abgesetzt hatte, wurde Ruth von ihrem Vater von Ost-Berlin zu ihrem Onkel in diese graue Gegend geschickt. Schnell werden ihre Tochter Jule und der gleichaltrige Abdi unzertrennlich, erst als Freunde, später als Paar. Die Zeit nimmt ihren Lauf und der Mauerfall ändert vieles. Jule nutzt die Chance und geht hinaus in die Welt, während Andi zurückbleibt. Was du siehst ist ein Farbspiel: der Titel bezieht sich auf das bekannte Kinderspiel, das auch Andi und Jule jeden Tag im Bus spielen. Jedes Kapitel trägt eine andere Farbe als Überschrift: echte wie himmelblau oder rostrot, aber auch fantastische wie blaubeergrün oder schneewolkenorange. Dies verleiht dem Roman eine ganz besondere Note. Sehr schön fand ich auch, dass es ein optimistischer DDR-Roman ist. Dies ist vor allem durch das Dorfleben begründet, weit weg von fast allem politischen, die Unterdrückung ist weniger stark spürbar als in den Städten. Das Dorf und seine Bewohner wirken unglaublich lebendig und lebensnah. Ich hätte erwartet, dass die Freundschafts- und Liebesgeschichte zwischen Jule und Andi viel stärker im Fokus steht. Doch besonders in der ersten Hälfte des Romans sind es deren Familien, die den eigentlichen Mittelpunkt bilden, eine kluge Entscheidung in meinen Augen. Mich hat das Buch sehr berührt. Es war schön und traurig zugleich zu lesen, wie manche Zufälle und Entscheidungen ganze Leben für immer verändern können.
Wird immer schöner
Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten, mich zu orientieren. Für ein Hörbuch waren es einfach viele Charaktere, die schnell eingeführt wurden und ich musste nochmal an den Anfang zurück spulen. Aber sobald das Setting klar war, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Vor allem im letzten Drittel nimmt sie nochmal richtig Fahrt auf und geht ans Herz. Insgesamt bleiben die Charaktere eher an der Oberfläche und manche Geschehnisse, die wichtig erscheinen, werden nur kurz abgehandelt. Aber alles in allem bleibt ein gutes Gefühl zurück und eine einigermaßen stimmige Geschichte. Die Erzählstimme ist angenehm. Nur manchmal wäre etwas mehr Emotion wünschenswert gewesen, vor allem im Abschlusssatz.
Beschreibung
Wie weit muss man gehen, um zu erkennen, wo man hingehört?
1967: Als der Mann, den sie liebt, spurlos verschwindet, verlässt die schwangere Ruth Ost-Berlin und macht sich auf in eine ungewisse Zukunft. Schnell fühlt sie sich zu Hause an einem Ort, an dem das Leben schon immer hart war, die Herzen der Menschen dafür umso größer. In dem kleinen Dorf in Mecklenburg, nahe der Elbe, trifft sie auf Hannah.
Ihre Kinder Jule und Andi wachsen gemeinsam auf, sitzen am Ufer des Bracks, laufen durch die Kiefernwälder und träumen von der Zukunft. Als sie sich endlich ihre Liebe gestehen, scheint ihr Leben perfekt. Bis ein lang gehütetes Geheimnis Jule nach dem Mauerfall in die Welt zieht, während Andi auf seine große Liebe wartet.
Eine warme Geschichte über die vielen Farben des Glücks – und über das, was passieren kann, wenn das lange Warten endlich ein Ende hat.
»Sie saßen wie so oft am Ufer des Bracks und schauten auf das dunkle Wasser. Da war auf einmal nur ihr Gesicht und alles, woran er sich noch erinnern konnte, war der Kuss, den sie ihm gab an diesem sonnigen Nachmittag, als die Natur um sie herum gerade vom Sommer in den Herbst wechselte und ihre Liebesgeschichte begann.«
Bei Fragen zur Produktsicherheit, wenden Sie sich bitte an: [email protected]
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Laura Maaß, aufgewachsen in Schwerin, arbeitet in der Unternehmenskommunikation. Das Schreiben ist für sie die schönste Möglichkeit, sich mit ihren familiären Wurzeln und den zwischenmenschlichen Herausforderungen des Alltags zu beschäftigen. Was du siehst ist ihr erster Roman.
Beiträge
Von Himmelblau bis Rabenschwarz 1967 wird Ruth Winkler ungewollt schwanger, ihr Vater quatiert sie in einem Mecklenburger Dorf Nähe Westdeutschland bei seinem Bruder ein. Dort wird Juliane, genannt Jule, geboren. Und Ruths neue Freundin Hannah Schönberg bekommt kurz darauf Andreas, der meist Andi gerufen wird. Jule und Andi wachsen zusammen auf und verlieben sich ineinander. Doch Jule treibt es in die Welt, während Andi daheim auf seine große Liebe wartet. Das Cover ist gelungen und es passt sehr gut zu der Geschichte. Laura Maaß schreibt in einem angenehmen, flüssigen Stil, der einen Sog auf mich ausgeübt hat. Ich musste einfach immer weiter lesen. Es war zum Teil richtig spannend und zum Teil besonders berührend. Der Roman, dessen einzelne Kapitel immer mit einer Farbe beginnen, hat eine gewisse Leichtigkeit und ist doch so bewegend, dass ich zum Ende schon ein paar Tränen in den Augen hatte. Es geht dabei nicht nur um Freundschaft und Liebe, sondern auch um Ost und West, Festhalten und Loslassen, Warten und Suchen. Manchmal wird es poetisch, mal auch heiter, aber niemals kitschig. Die Autorin beschreibt eine Zeit zwischen den 1970er Jahren bis in den April 2010. Dabei trifft sie gekonnt die jeweilige Stimmung. Wie ein roter Faden begleitet dabei das Spiel "Ich sehe was, was du nicht siehst". So ist ihr ein Debütroman gelungen, den ich gerne mit allen 5 Sternen weiter empfehle.
Das Buch startet 1967 in Ost-Berlin. Ruth ist verzweifelt. Ihr Mann Tom ist spurlos verschwunden, vermutlich ist er in den Westen gegangen. Als sie bemerkt, dass die schwanger ist, schickt ihr Vater sie in ein kleines Dorf nach Mecklenburg. Dort trifft sie auf liebe Menschen. Schnell freundet sie sich mit Hannah an. Ihr Sohn Andi und Ruths Tochter Jule sind dann später die besten Freunde, wachsen zusammen auf und erleben viele Höhen und Tiefen zusammen. Später verlieben sie sich ineinander aber Jule macht sich nach der Wende auf die Suche nach ihrem Vater. Ein sehr atmosphärischer und einfühlsamer Roman. Die Zeit in der DDR und während der Wende war toll eingefangen. Das Thema finde ich sowieso super interessant. Auch die Themen ankommen und Heimat mochte ich richtig gern. Leider plätscherte das Buch im ersten Drittel etwas vor sich hin. Das hin und her zwischen Jule und Andi und auch Jules Suche nach dem Vater war mir einfach zu lang. Das Ende wirkte dann auch etwas konstruiert. Das waren einfach zu viele Zufälle. Die große Stärke hier liegt für mich hier in dem warmherzigen, atmosphärischen Schreibstil. Auch der Zusammenhang zwischen den starken politischen Umbrüchen und den persönlichen Schicksalen ist ganz wunderbar gelungen. Aus diesen Gründen empfehle ich das Buch für Leser, die gern ruhige Romane mit historischen Hintergründen mögen.
Lieblingsbuch ♥️
Was du siehst Das Buch ist wie eine warme Decke die man sich umlegen möchte. Ich habe selten ein Buch gelesen, was mich innerlich so zufrieden und gleichzeitig so traurig zurück lies wie dieses. Die Liebesgeschichte zwischen Andi & Jule, Oma Frieda & Arthur , so viele so wunderbar gezeichnete Charaktere die ich ins Herz geschlossen habe. Ich selbst habe die DDR nur kurz erlebt, und muss dennoch sagen; alles was die Autorin hier beschrieb passt zu 100%. Die Veränderungen nach der Wende brachten nicht nur Gutes mit sich. Freiheit ja. Aber oft bildeten sich auch unter den Menschen Unstimmigkeiten und Ungleichheiten wie die Autorin selber schrieb. Diese Buch hat mich unglaublich berührt und zählt von nun an zu einem meiner Jahreshighlights und außerdem zu einem der schönsten Geschichten rund um die Mauer, DDR und Wende ! Mein Bücherregal ist voll von diesen Geschichten und nun um ein absolutes Highlight reicher ! Lieblingszitat: „Nichts. Rein gar nichts ist schöner, als ein weißes Blatt Papier zu bemalen, statt nur das misslungene Gemälde einer anderen auszubessern“! Das Ende des Romans hat mir mein Herz dann endgültig gebrochen und die Tränen liefen! Danke an Laura Maaß für dieses so außergewöhnliche herzergreifende Buch.
Ein interessanter Roman zur Zeitgeschichte, verpackt mit einer Liebesgeschichte
🌳WAS DU SIEHST von Laura Maaß🌳, erschienen im Gutkind Verlag, ET 28.08.2025, 352 Seiten ✨ Leseempfehlung ✨ WIE WEIT MUSS MAN GEHEN, UM ZU ERKENNEN, WO MAN HINGEHÖRT? Worum geht’s? Familiengeschichten, Zeitgeschichte, Ost- und Westdeutschland, Wende und 60iger Jahre, Suche nach sich selbst, Liebe und Leidensweg Autorenportrait: Laura Maaß, aufgewachsen in Schwerin, arbeitet in der Unternehmenskommunikation. Das Schreiben ist für sie die schönste Möglichkeit, sich mit ihren familiären Wurzeln und den zwischenmenschlichen Herausforderungen des Alltags zu beschäftigen. „Was du siehst“ ist ihr erster Roman. Mein Leseeindruck: Durch Instagram wurde ich neugierig auf dieses Debüt und hatte eine angenehme Lesezeit. Maaß erzählt in ihrem Roman von einer Sandkastenliebe, die erst recht spät in konkrete Liebe mündet und dann zum Warten verurteilt ist. Die Liebe von Jule und Andi. Jule, die sich entscheidet nach Westberlin zu gehen, um die Geschichte ihrer geflohenen Mutter Ruth aufzuarbeiten, Andi bleibt wartend zurück. Wie wird die Geschichte wohl enden? Das Buch weist ein paar Längen auf, zudem hatte ich mitunter Mühe, der Geschichte zu folgen. Mir gefiel der sprachlich gute Ausdruck und die Atmosphäre, was eindeutig die Stärke des Romans ausmacht. Trotz der keinen Abstriche mochte ich die warmherzige Geschichte und ihre Figuren, empfehle sie gerne weiter. Das geschmackvolle, in modernen Farben gestaltete Cover und den Titel finde ich passend gewählt. Fazit: Ein interessanter Roman zur Zeitgeschichte, verpackt mit einer Liebesgeschichte Eure, Claudia

Das Buch nimmt nur langsam Fahrt auf. Das Dorfleben ist nur mäßig spannend. Die ständigen Zeitsprünge nerven ebenso wie die Vorhersagen auf das Kommende - eher ein Orakel, als ein geschicktes Mittel des Spannungsaufbaus. Beide Hauptfiguren, Jule und Andi, blieben mir während des gesamten Buchs fremd. Zum Ende hin verstand ich wenigstens den Titel.
Darum geht es: 1967, Ost-Berlin: Ruths große Liebe Tom verschwindet spurlos, und sie glaubt, dass er nach West-Berlin geflohen ist. Kurz darauf entdeckt sie, dass sie schwanger ist. Mutig verlässt sie Ost-Berlin und findet in einem kleinen Dorf in Mecklenburg bei ihrem Onkel ein neues Zuhause. Dort fühlt sie sich schnell geborgen und angekommen und findet in Hannah eine enge Freundin. Ihre Kinder, Jule und Andi, wachsen Seite an Seite auf, werden unzertrennlich und entdecken schließlich die Liebe zueinander. Alles scheint perfekt, bis ein lang gehütetes Geheimnis ans Licht kommt. Nach dem Mauerfall zieht es Jule hinaus in die weite Welt, während Andi geduldig auf seine Jule wartet. Mein Leseeindruck: Der Einstieg in das Buch ist mir zunächst etwas schwergefallen. Warum genau, kann ich gar nicht sagen. Doch kaum hatte ich mich darauf eingelassen, war ich vollkommen gefesselt. Laura Maaß kreiert ihre Figuren auf unglaublich bunte und vielschichtige Weise. Nicht nur Jule und Andi sind mir sofort ans Herz gewachsen, auch Oma Frieda, Arthur und die anderen Dorfbewohner sind so lebendig und einzigartig gezeichnet. Jeder Charakter ist auf seine eigene Art greifbar und doch voller Geheimnisse. Besonders fasziniert hat mich, wie authentisch die Autorin das Leben in einem kleinen Dorf in der DDR beschreibt, mit allen Einschränkungen, kleinen Freuden und dem Gemeinschaftsgefühl. Ebenso überzeugend ist die Darstellung der Veränderung nach dem Mauerfall, die die Geschichte auf besondere Weise abrundet und die Figuren noch greifbarer macht. Mit leisen Tönen erzählt Laura Maaß diese bewegende Geschichte, aber wer aufmerksam liest, erkennt die große Tiefe und Wärme, die hinter jedem Kapitel steckt. Am Ende habe ich wirklich Tränen vergossen, so sehr hat mich das Schicksal der Figuren berührt. Mit einem tiefen Seufzer, aber einem Gefühl von Zufriedenheit habe ich das Buch beendet. Fazit: 4,5/5 ⭐️ Ein Debütroman, der ins Herz trifft, unvergessliche Charaktere schenkt und noch lange nachklingt. Absolute Leseempfehlung ♥️

Ein Buchschatz
Ostdeutschland lange vor der Wende, ein kleines Dorf nahe der Elbe. Dort findet sich Ruth wieder, schwanger und verlassen – bei ihrem Onkel Arthur. Warte auf mich, hat er, ihre große Liebe, ihr auf ein Foto geschrieben in ihrem jungen, verliebten Leben in Ost-Berlin. Gewartet hat sie vergebens. Das Dorfleben funktioniert, Zusammenhalt wird großgeschrieben und so gehört Ruth schnell dazu – zur Dorfgemeinschaft. Freundinnen und Vertraute findet sie in Hannah und Frieda. Jule, Ruths Tochter, und Andi, Hannahs Sohn, sind ein Herz und eine Seele weit über ihre Kinder- und Jugendjahre hinaus und plötzlich gesellt sich ein zartes Verliebtsein dazu. Dann der Mauerfall, Ende 1989, plötzlich steht die weite Welt offen und wäre dies nicht genug, erfährt Jule, dass ihr Vater lebt – nicht tot ist wie all die Jahre angenommen. Sie macht sich auf die Suche in West-Berlin und weiter auf der ganzen Welt – ohne Andi. Dieser wartet in seinem kleinen Dorf nahe der Elbe, denn der weiten Welt traut er nicht so recht. Wartet er vergebens auf Jule und ihr gemeinsames Leben und findet Jule wen sie sucht? Dieses Buch ist klasse. Es hat mich sehr berührt und auch nicht gleich wieder losgelassen, als ich es beendet habe. Es wird darin auf weiter Strecke das einfache, aber dennoch glückliche Leben in Ostdeutschland beschrieben. Ohne Schnörkel ohne Firlefanz. Es ist eine Geschichte über Zusammenhalt, über das Miteinander und auch über die Zufriedenheit, über das Aufwachsen und das Erwachsenwerden im Osten. Es ist auch eine Geschichte der Protagonisten auf der Suche nach dem wahren Ich, vor allem in der Zeit nach der Wende. Wo gehöre ich hin, in den Westen, sogar in die weite Welt oder doch in das altbekannte kleine Örtchen, welches sich dennoch unweigerlich verändert hat nach dem Mauerfall. Für mich haben die Protagonist:innen eine solche Güte ausgestrahlt, jeder auf seine ganz persönliche Weise, bei machen offen sichtbar, bei anderen war sie hinter persönlichen Ängsten verborgen, dass mir das ganze Buch über richtig warm ums Herz war – karminrotherzwarm. Und ich weiß auch, was ich darin sehe, in diesem Buch: Ein kleiner, großer Buchschatz den ich sehr gerne weiterempfehle.
Ein ausdrucksstarker Roman, der berührt
Was für ein toller Debütroman von der Autorin. Ein Roman mit den Farben des Lebens, die von intensiv bis zart reichen. Und genauso ausdrucksstark ist der Schreibstil der Autorin. Sie hat eine ganz besondere Gabe sich auszudrücken und die verschiedenen Stimmungen wortgewaltig und emotionsgeladen und mit einer Intensität einzufangen, dass diese verschiedenen Stimmungen in einem beim Lesen vibrieren. Die Charaktere sind sofort vor Augen entstanden und jeder einzelne für sich wurde so treffend in bunten Farben gezeichnet, dass blass gar kein Thema war. Auf eine sehr einfühlsame und auch intensive Art und Weise führt die Autorin den Leser an die Charaktere ran, dass man diese nach und nach kennenlernt. Dabei stehen besonders die verschiedenen Beziehungen im Vordergrund die auf sehr eindrucksvolle Art und Weise sehr authentisch das Leben wiederspiegeln, mit alle seinen vielen und verschiedenen Farben. Wo gehört man wirklich hin? Was macht eine Heimat aus? Dieses Buch überzeugt mit seiner Tiefe! Ein Roman der keine lauten Töne braucht um zu beeindrucken, im Gegenteil. Ein sehr starker Roman, den man nicht nur einfach liest, sondern fühlt und der noch nach dem Lesen in einem nachhallt. Das schreit nach Mehr von der Autorin. Fazit: 5 Sterne für einen wahnsinnig beeindruckenden Roman

Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist ... bunt wie ein Farbmalkasten. So vielfältig liest sich auch der Roman 'Was Du siehst ' von Laura Maaß. Ihr Debütroman - und meiner Meinung nach ein sehr gelungener. Wir begleiten Andi und Jule ab dem Jahr 1967 und erleben, wie sie sich im Laufe der Jahre immer näherkommen. Eine besondere Freundschaft wächst heran, zu der beide mit ihren sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten etwas beitragen. Jule ist getrieben von der Sehnsucht, ihren Vater zu finden, und reist nach der Wende durch die Welt. Andi hingegen geht seinen eignen Weg - und wartet auf seine Jule. Ob sie zu ihm zurückkehrt? Das müsst ihr selbst lesen. ☺️ Besonders gefallen haben mir die farblich betitelten Kapitel - ein schöner Einfall - sowie die kleinen Rituale zwischen Jule und Andi, die ihre Verbindung so besonders machen. Auch die Nebenfiguren haben mich berührt - allen voran Frieda, die für meinen Geschmack ruhig noch mehr Raum in der Geschichte hätte einnehmen dürfen. Ihre kleine Erzählung war ebenfalls sehr schön und, wie ich finde, noch nicht auserzählt. Auch Andis Vater - verschroben, aber liebenswert - ist mir im Gedächtnis geblieben. Es ist kein spannungsgeladener Roman, aber einer, der zu Herzen geht. Manche Leser*innen fanden bestimmte Stellen etwas langatmig - das habe ich persönlich nicht so empfunden. Lediglich das Ende wirkte auf mich etwas konstruiert, was aber sicher Geschmackssache ist. Ich habe diesen Roman gerne gelesen und empfehle ihn mit gutem Gewissen weiter.

🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension 📚 Rezensionsexemplar / Roman #gutkindverlag #lauramaaß #wasdusiehst #farbendesglücks #DDR #Heimat #Mauerfall #Wende #Liebesgeschichte #Neuanfang ❓️Warum wollte ich das Buch lesen? Ich habe schon viele Bücher über die DDR gelesen, in denen es meist um Flucht, Kontrolle oder Manipulation ging. Mich hat interessiert, einmal eine andere Perspektive zu erleben. Menschen, die nicht nur unter den strengen Strukturen litten, sondern auch Angst vor dem Neuen hatten und das Altbekannte liebten. Genau diesen Gegensatz versprach das Buch aufzugreifen und das hat mich sehr neugierig gemacht. 🔎 Worum geht’s? 1967 in Ost-Berlin: Ruth bleibt schwanger zurück, als ihr Geliebter verschwindet. Mit ihrer Tochter Jule zieht sie in ein kleines Dorf in Mecklenburg, wo Jule gemeinsam mit Andi, dem Sohn der Nachbarin, aufwächst. Aus kindlicher Nähe wird eine Liebe, die stärker scheint als alles. Doch die Wende verändert ihr Leben. Jule sucht ihren Vater, Andi möchte in der Heimat bleiben. Zwischen Verlust, Sehnsucht und Hoffnung entwickeln sich nicht nur ihre Geschichten, sondern auch die der Dorfgemeinschaft. 🧠 Meine Meinung: Das Buch hat mich sehr berührt, vor allem durch die liebevoll gezeichneten Charaktere. Jule und Andi habe ich gerne begleitet, aber auch die Dorfbewohner tragen mit ihren Eigenheiten dazu bei, dass die Erzählung Tiefe gewinnt. Die Gemeinschaft, in der jeder jeden kennt und füreinander da ist, verleiht der Geschichte eine besondere Wärme, fast so, als wäre man selbst Teil davon. Besonders eindrucksvoll fand ich die Liebe zum Detail. Das Kinderspiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ zieht sich wie ein roter Faden durch die Kapitel. Jede Farbe spiegelt eine Stimmung oder Situation wider und gibt der Handlung eine ganz eigene Note. Sehr wohltuend war für mich auch, dass dies keine typische DDR-Geschichte mit starren Mustern ist, wie man sie oft kennt. Stattdessen wird das Thema mit einer gewissen Leichtigkeit erzählt. Trotzdem wird deutlich, dass es ganz unterschiedliche Perspektiven gab. Menschen, die neugierig in den Westen blickten, und solche, die bleiben wollten, weil sie das Leben so akzeptieren, wie es war. Gerade das machte die Geschichte lebendig und nachvollziehbar. Obwohl auch Konflikte eine Rolle spielen, wirkte die Handlung insgesamt hoffnungsvoll und voller Wärme. Die Liebesgeschichte wirkt authentisch, und die Gegensätze von Alt und Neu, Angst und Hoffnung sind fein herausgearbeitet. Am Ende flossen Tränen, nicht nur wegen des Geschehens, sondern auch, weil mir die Figuren ans Herz gewachsen sind. ✅️ Fazit: Eine berührende Geschichte über Heimat, Freundschaft, Liebe und Geheimnisse. Atmosphärisch, voller Wärme und mit starken Charakteren. Wer die Bücher von Barbara Leciejewski mag, wird auch dieses lieben. Für mich ein Lesetipp, besonders für die kommende Jahreszeit, wenn die Blätter fallen und man es sich mit einer heißen Schokolade gemütlich machen möchte, dann ist dieses Buch der perfekte Begleiter.

Ich seh' etwas, was Du nicht siehst
"Was du siehst" von Laura Maaß ist ein Liebesroman, aber keinesfalls eine Schnulze! Im Jahr 1967 lebt Ruth in Ost-Berlin. Sie ist schwanger und ihre große Liebe Tom ist verschwunden. Er hat nur einen Zettel zurückgelassen mit der kurzen Nachricht "Warte auf mich". Ruths Vater wirft sie hinaus, als sie bei ihm Unterstützung sucht und reist sie hochschwanger ins Griese Land. Dort lernt sie die ebenfalls schwangere Hannah kennen. Sie ziehen ihre beiden Kinder gemeinsam groß, auch Jule und Andi werden Freunde und verlieben sich. Dann fällt die Mauer und Jule spürt einem Geheimnis hinterher. Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin versteht es sehr gut, Geschichte, Familiengeschichte und auch Landschaften mit leisen Tönen zu verbinden. Das Spiel "Ich seh' etwas, was du nicht siehst, und das ist....." , das Jule und Andi in ihrer Jugend immer auf dem Weg zur Schule gespielt haben, zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman und schlägt sich auch in den Kapitelüberschriften nieder. Bereis diese Kapitelüberschriften spiegeln Freude, Glück, Verzweiflung und vieles mehr wieder. Und so ganz nebenbei erfahren die Leser*innen auch viel über das Leben in der ehemaligen DDR, den Mauerfall und das Leben in Mecklenburg-Vorpommern nach dem Mauerfall. Es ist ein leiser Roman und gerade das macht ihn lesenswert. Maaß kommt ohne Kitsch daher und es steht auch viel zwischen den Zeilen. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Ich empfehle ihn sehr gerne weiter an Liebhaber*innen von leisen Tönen. Gute 4 Sterne gibt es von mir!!
Ein berührendes und tiefgründiges Buch
Wir begleiten in dieser Geschichte Jule und Andi. Die Geschichte erzählt die Jahre ihrer Kindheit bis hin ins Erwachsenenalter. Durch die Jahre begleiten wir die Beiden somit auf ihrem Weg, bis ein lang gehütetes Geheimnis Jule dazu bringt nach dem Mauerfall in die Welt hinauszuziehen und Andi in dem Dorf nahe der Elbe bleibt. Das Buch hatte von Anfang an eine unglaubliche Sogwirkung auf mich. Der Schreibstil ist besonders. Sehr atmosphärisch, gefühlvoll und so tiefgründig und das obwohl wir nicht besonders tief in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten eintauchen. Ich hatte beim lesen ständig klare Bilder im Kopf und habe mich gefühlt, als wäre ich mittendrin - dank des Schreibstils. In diesem Buch hat einfach alles gepasst. Das kleine Dorf, die Bewohner... es hat alles so gut miteinander harmoniert. Für mich ist es ein ganz besonderes Buch - ruhig, berührend und doch so aufregend. Vor allem das letzte Drittel sorgte bei mir nahezu für Herzrasen. Das Ende... einfach bittersüß. Anders kann man es nicht beschreiben.
Farbenspiel
Auch, wenn ich ein Mensch bin, der schwarz über alles liebt, erfreue ich mich immer wieder über die verschiedensten Farbnuancen, die in der Natur zu finden sind. Dieses Buch schickt uns auf eine Farbreise und auch wenn das Leben nicht immer bunt ist, genau wie die Leben der Charaktere, lohnt sich diese Reise ungemein. Das Cover greift das Farbthema sehr schön auf und zeigt die ländliche Gegend, in der die Geschichte spielt. Jedes Kapitel trägt eine Überschrift, immer eine andere Farbe. Besonders fand ich, dass im jeweiligen Kapitel darauf Bezug genommen wurde. Sehr schönes Stilelement. Ich liebe diese Geschichte mit ihren sehr gut ausgearbeiteten Charakteren. Man ist mittendrin im Dorfleben, in den Köpfen ihrer Bewohner und schnell schließt man das alles ganz fest ins Herz. Ich konnte so einiges von meiner Kindheit in der DDR entdecken und das ganze Buch fühlt sich an, wie eine Umarmung. Tiefgründig und voller Emotionen.

Eine feine, stimmungsvolle Liebesgeschichte vor historischem Hintergrund
Ein Roman wie eine Farbpalette. „Was du siehst“ war für mich eine wunderbare Spätsommer-Lektüre in lebendigen Tönen. „Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist…“ gehört zu den Lieblingsspielen von Jule und Andi. Es zieht sich durch den Roman als bunter Faden und gewinnt im Erwachsenenleben der beiden später eine ganz neue Bedeutung. Während Andis Familie schon lange zur Dorfgemeinschaft gehört, umgibt Jules Herkunft ein Geheimnis. Trotzdem gibt es auch für sie lange kein Leben anderswo, als in diesem Ort ihrer Kindheit. Doch ist das Leben auf dem Land, eines, wie Andi es sich schon immer gewünscht hat, auch für Jule auf die Dauer genug? „Was du siehst“ ich eine leise gewebte Liebesgeschichte vor historischen Hintergrund. Ihr Leben findet lange hinter der scheinbaren Unumstößlichkeit der Mauer statt, die Ostdeutschland umgibt. Durch den Mauerfall wird ihr bis dahin gefühlt vorgezeichnetes Leben ordentlich durcheinander gewirbelt. Es ist eine Liebesgeschichte für Leserinnen wie mich, die ich mit Romance oft wenig anfangen kann; ein „Heimatroman“ übers Bleiben und Fortgehen. Auch der Erzählstil des Romans konnte mich überzeugen. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und die Umgebung wird bildhaft beschrieben. Eine feine Lektüre, die ich für ein paar ruhige Lesestunden empfehlen kann.
“Was du siehst” von Laura Maaß handelt von Jule und Andi, die in den 1970ern und 1980ern in der DDR in Grenznähe aufwachsen und von besten Freunden zu Liebenden werden. Doch als Jule herausfindet, was es mit ihrem ihr unbekannten Vater auf sich hat, verlässt sie ihr Dorf und damit auch Andi. Die Autorin erzählt hier, ausgehend von den Eltern der Protagonist*innen eine ruhige, berührende Coming-Of-Age-Geschichte, die von der Unterschiedlichkeit ihrer Figuren lebt und sich über viele Jahrzehnte spannt, dabei aber immer wieder größere Zeiträume überspringt und sich auf ausgesuchte Zeitpunkte in der Erzählung beschränkt. Während zu Beginn vor Geburt der beiden deren jeweilige Eltern im Vordergrund stehen, verblassen diese im Laufe der Zeit eher und setzen den Fokus auf die Generation, deren Entwicklung zum Erwachsenwerden in den Aufbruch in ein anderes Gesellschaftssystem fallen. Maaß gelingt es, persönliche Traumata und Entwicklung in eine ganzheitlich nachfühlbare Sinnsuche, in der viele Lesenden Anknüpfungspunkte finden können, zum Glück aber außerhalb der Klischeefalle. Besonders das letzte Drittel hat mich gefesselt, auch wenn ich mit den Handlungsmotivationen und Entwicklungen der Hauptfiguren nicht immer einverstanden war. Auch haben mich einige inhaltliche Wiederholungen der Autorin gestört (wie oft wird auf nur wenigen Seiten in kurzen Abständen erwähnt, in welchem Winkel Jules Finger durch den Unfall absteht?). Insgesamt jedoch tolles Buch für den Herbst - atmosphärisch, ruhig, selbstreflektiv, aber mit einer schönen Liebesgeschichte. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Altes und neues Chaos
Heinrich, Hanna und Andi, Ruth und Jule, Arthur und Schröder und Frieda bilden einen eingeschworen Gemeinschaft, sie leben in einem kleinen Dorf in Ostdeutschland, nahe der Grenze zu Westdeutschland und der Elbe. Ich habe mich in dem Dorf, mit seinen Bewohnern sehr wohlgefühlt, bin Ihnen durch Ihr Leben gefolgt und Sie sind mir ans Herz gewachsen. Hauptsächlich geht es um Andi und Jule, die von klein auf etwas besonderes verbindet. Der Roman spielt in der Zeit von 1967 bis 2010. Das Zeitgeschehen wurde nur kurz angeschnitten. Da hätte ich mich über mehr gefreut. Aber was sich dadurch für Veränderungen für die Protagonisten ergeben haben, war gut dargestellt. Insgesamt ist es eine sehr schöne Geschichte. Der Schreibstil warmherzig und ruhig. Für mich ein Wohlfühlbuch. Das, wie ein Ölgemälde gehaltene Cover gefällt mir sehr gut und passt hervorragend zum Buch.
Nette Erzählung
Der Debütroman von Laura Maaß hat mich neugierig gemacht, weil er in der Griesen Gegend spielt – einer Landschaft, die für mich persönlich mit vielen Kindheitserinnerungen verbunden ist. Die Geschichte beginnt 1967: Ruth, hochschwanger und von ihrem Vater aus Berlin weggeschickt, findet bei ihrem Onkel Arthur in einem kleinen Dorf nahe der Elbe ein neues Zuhause. Dort wächst ihre Tochter Jule zusammen mit Andi auf, die beiden sind fast wie Geschwister, später sogar ein Paar. Doch mit der Wende und einem lange gehüteten Familiengeheimnis wird ihre Beziehung auf eine harte Probe gestellt. Mir hat besonders gefallen, wie authentisch das Dorfleben beschrieben ist. Die Charaktere wirken lebendig, mit Ecken und Kanten, und die Verbundenheit zwischen den Menschen wird sehr warmherzig dargestellt. Durch die wechselnden Perspektiven konnte ich schnell einen Bezug zu den Figuren aufbauen. Auch das Cover passt super – idyllisch und ruhig, genau wie die Landschaft, die im Buch beschrieben wird. Allerdings hatte ich zwischendurch ein paar Schwierigkeiten dranzubleiben. Vor allem im Mittelteil gab es für mich einige Längen, die Geschichte hat sich da nicht so flüssig weiterentwickelt. Gegen Ende hat das Buch aber wieder Fahrt aufgenommen und mich mit einem stimmigen Abschluss versöhnt. Trotz kleiner Schwächen ist Was du siehst ein sehr berührender Roman über Heimat, Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt. Besonders schön finde ich, dass es der Autorin gelungen ist, die Stimmung der DDR-Zeit einzufangen – und das, obwohl sie selbst nach der Wende geboren ist. Für mich war es ein Buch, das mich nicht nur unterhalten, sondern auch ein Stück in meine eigene Kindheit zurückgeführt hat.
Farbspiel
Wir schreiben das Jahr 1967. In einem kleinen Dorf in der griesen Gegend (ein Gebiet, das nahe der deutsch-deutschen Grenze liegt und teilweise Sperrgebiet war), taucht die schwangere Ruth auf. Nachdem sich der Vater des Ungeborenen scheinbar in den Westen abgesetzt hatte, wurde Ruth von ihrem Vater von Ost-Berlin zu ihrem Onkel in diese graue Gegend geschickt. Schnell werden ihre Tochter Jule und der gleichaltrige Abdi unzertrennlich, erst als Freunde, später als Paar. Die Zeit nimmt ihren Lauf und der Mauerfall ändert vieles. Jule nutzt die Chance und geht hinaus in die Welt, während Andi zurückbleibt. Was du siehst ist ein Farbspiel: der Titel bezieht sich auf das bekannte Kinderspiel, das auch Andi und Jule jeden Tag im Bus spielen. Jedes Kapitel trägt eine andere Farbe als Überschrift: echte wie himmelblau oder rostrot, aber auch fantastische wie blaubeergrün oder schneewolkenorange. Dies verleiht dem Roman eine ganz besondere Note. Sehr schön fand ich auch, dass es ein optimistischer DDR-Roman ist. Dies ist vor allem durch das Dorfleben begründet, weit weg von fast allem politischen, die Unterdrückung ist weniger stark spürbar als in den Städten. Das Dorf und seine Bewohner wirken unglaublich lebendig und lebensnah. Ich hätte erwartet, dass die Freundschafts- und Liebesgeschichte zwischen Jule und Andi viel stärker im Fokus steht. Doch besonders in der ersten Hälfte des Romans sind es deren Familien, die den eigentlichen Mittelpunkt bilden, eine kluge Entscheidung in meinen Augen. Mich hat das Buch sehr berührt. Es war schön und traurig zugleich zu lesen, wie manche Zufälle und Entscheidungen ganze Leben für immer verändern können.
Wird immer schöner
Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten, mich zu orientieren. Für ein Hörbuch waren es einfach viele Charaktere, die schnell eingeführt wurden und ich musste nochmal an den Anfang zurück spulen. Aber sobald das Setting klar war, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Vor allem im letzten Drittel nimmt sie nochmal richtig Fahrt auf und geht ans Herz. Insgesamt bleiben die Charaktere eher an der Oberfläche und manche Geschehnisse, die wichtig erscheinen, werden nur kurz abgehandelt. Aber alles in allem bleibt ein gutes Gefühl zurück und eine einigermaßen stimmige Geschichte. Die Erzählstimme ist angenehm. Nur manchmal wäre etwas mehr Emotion wünschenswert gewesen, vor allem im Abschlusssatz.


























