Waisenkind

Waisenkind

Hardcover
3.02

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Beschreibung

Avitals Kindheit und Jugend verlaufen alles andere als glatt. Sie wächst am Rande Jerusalems bei ihren Großeltern in prekären Verhältnissen auf. Auch als sie Reißaus nimmt, wendet sich zunächst nichts zum Besseren: Avital schlittert von einem Unglück ins nächste und träumt dabei unermüdlich von einem Vater, der kommt und sie rettet – wie in den Waisenkindergeschichten, die sie so gerne liest. Und tatsächlich taucht eines Tages der ehemalige Mossad-Agent Achituv Porat auf und nimmt sie unter seine Fittiche. Endlich scheint Avitals Leben eine gute Wendung zu nehmen, doch war die Begegnung mit Achituv wirklich so zufällig, wie er vorgibt?

Mit Mut, Witz und Unerschrockenheit trotzt die junge Heldin allen Rückschlägen. Spannend und voller unerwarteter Wendungen – ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
336
Preis
23.70 €

Autorenbeschreibung

Galit Dahan Carlibach ist 1981 geboren und in Sderot, Aschdod und Jerusalem aufgewachsen. Sie ist Autorin mehrerer Romane und Novellen. Ihre Essays, Gedichte und Erzählungen erschienen in israelischen Zeitungen und internationalen Magazinen wie Haaretz, Maariv, Tablet, Lilith und anderen. Ihr Werk wurde mit mehreren Preisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt 2025 mit dem ACUM-Preis für ein Werk in Arbeit. Galit Dahan Carlibach liest, hält Vorträge und lehrt kreatives Schreiben. Sie lebt in Jerusalem.

Beiträge

1
Alle
3

Ein temporeiches Buch!

„Kurz gesagt: verlasst euch nie und nimmer auf Namen, Herr Richter und werte Sozialarbeiter, wobei ich euch nicht empfehle, irgendwelche Lebensratschläge von mir anzunehmen oder mir in irgendwas zu vertrauen, schließlich habe ich mein bisheriges Leben hauptsächlich damit zugebracht, mir zusammenzufantasieren, wer mein Vater ist und wo er jetzt steckt, und das hat mich verleitet, dahin zu schlittern, wo ich jetzt bin, und das zu tun, was ich getan habe. Aber trotzdem, zur Sicherheit: ihr solltet den Namen Misstrauen, die Menschen bei ihrer Geburt erhalten.“ Seite 23 INHALT Avital, die Protagonistin, schreibt einen Brief an den Richter und die Sozialarbeiterin. Sie glaubt, dass sie für einen Mord verurteilt werden soll. In diesem Brief erzählt sie, dass sie ihre Mutter nie kennenlernte (nur den Grabstein), bei ihren Grosseltern aufwuchs und auf der Suche nach etwas Liebe und Geborgenheit, ihren Vater suchte. Sie berichtet von dem ersten Aufenthalt im Kloster, als Prostituierte, als die keine andere Chance hatte und dem späteren, freiwilligen Aufenthalt. Sie berichtet, dass sie mit 14 abgehauen ist (Grosseltern waren wahrlich keine liebevollen Personen), und sich seitdem allein durchschlug. Als sie den Mossad Agent trifft, verändert sich ihr Leben. EINDRUCK UND FAZIT Die Geschichte ist grundsätzlich gut, aber sehr temporeich. Das gefällt mir sonst ganz gut, aber hier hatte ich das Gefühl, kaum mitzukommen. Es liest sich, als würde man der Protagonistin während der Erzählung hinterherrennen. Die Sprache ist roh und abgefuckt. Avital ist kein Opfer, sie ist stark und widerspenstig. Die Erzählweise fand ich hier und da ziemlich chaotisch, ich dachte häufig, wo will sie hin?! Ich habe am Ende gemischte Gefühle bei dem Buch und würde mich gern austauschen, mit Leuten, die es bereits gelesen haben. Ein ziemlich bewegendes, aber sprachlich herausforderndes Buch.

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