Vor meiner Ewigkeit
Jetzt kaufen
Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.
Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Melancholische Vampirjagd mit philosophischem Touch Alessandra Reß' Debütroman „Vor meiner Ewigkeit“ stellt die Frage nach Menschlichkeit verpackt in einem interessanten Setting, vergisst dabei jedoch manchmal, den Leser mitzunehmen. Simon erwacht in einer Welt bunter Farben und Lichter. Wer er ist und wie sein bisheriges Leben verlief, weiß er nicht. Von einem Geistermädchen namens Amy erfährt er, dass er ein „Schläfer“ ist, ausgewählt, um Vampire in seiner Heimatstadt zu jagen und zu töten und dadurch das Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkelheit wiederherzustellen. Schließt er diesen Weg ab, könnte er wieder ein Mensch werden und in sein altes Leben zurückkehren. Also zieht Simon mit der gottgleichen Macht des Schläfers in sich los auf Vampirjagd. „Vor meiner Ewigkeit“ mag vom Inhalt her zunächst wie ein Action-Abenteuer klingen, doch die Vampire an sich stehen gar nicht so sehr im Fokus. Kämpfe werden daher auch mit einem gewissen Abstand und unspektakulär beschrieben. Viel mehr geht es vor dem Hintergrund der Jagd um die Frage, was einen Menschen ausmacht. Die Gedanken und Gefühle von Simon sowie das Hin und Her zwischen Schläfer und Mensch nehmen den viel größeren Teil der Handlung ein, ebenso wie die philosophischen Dialoge mit den aufgestöberten Vampiren. Es sind auch diese Stellen, an denen mir die Geschichte besonders gefallen hat – was auch daran lag, dass mehrere der Vampire interessanter waren als der Protagonist. Durch den Verlust seiner Menschlichkeit bleibt Simon in vielerlei Hinsicht nur eine Hülle, was es schwer macht, sich mit ihm zu identifizieren. Zudem war die Jagd nach immer neuen Vampiren, die gegen die Allmacht des Schläfers keine Chance haben, gerade in der zweiten Hälfte des Buches repetitiv und nicht wirklich spannend. Dafür wartet das Ende mit einem – jedenfalls für mich – sehr unvorhersehbarem Twist auf und entschädigt damit für so manche Länge zwischendurch. Aufgrund des wirklich guten Endes gebe ich daher insgesamt eine 7/10. Ohne den netten Twist wäre es eher eine 6/10 gewesen, schlicht weil zwischendurch die Spannung etwas flöten ging.
Besonders der Schreibstil von Alessandra Reß hat mir gut gefallen. Sie beschreibt die etlichen Gefühle, die der Protagonist durchleben muss sehr realistisch und gut nachvollziehbar. Das ganze Buch über konnte ich mich gut in Simon hinein versetzen. Hier muss ich auch den besonders gut dargestellten Kampf von Simon mir sich selbst erwähnen. Denn er muss sich mit einigen Problemen rumschlagen und weiß dabei oft selbst nicht, wie er handeln soll. Hier hat es sich die Autorin übrigens auch nicht einfach gemacht. So besitzt ihr Protagonist zwischendurch eine dreifach gespaltene Persönlichkeit! Im Verlauf der Geschichte muss man erkennen, zu was für Taten Gefühle eine Person bewegen können. Die Erzählperspektive selbst ist etwas eher außergewöhnliches. So berichtet der “ältere Simon” selbst von den Ereignissen. Immer wieder tauchten Sätze auf, in denen es einen kleinen Kommentar zur Handlung gab, die schon einen kleinen Hinweis darauf gibt, was der Protagonist in der Zukunft von der Situation hält. Ich fand diese Art zu Erzählen sehr reizvoll. Die Autorin hat in ihrer Geschichte “Vor meiner Ewigkeit” nicht auf die altbekannte und bereits ausführlich wiederholte Fantasywelt zurück gegriffen, sondern hat in ihrer Welt eine eigene Ordnung aufgestellt. Es treten sowohl alte, als auch neue Gestalten auf, die sich häufig von den “Üblichen” unterscheiden. Die Charaktere selbst haben ihre eigene Persönlichkeit. Manche erhalten etwas mehr Bedeutung, andere weniger. Besonders die Tatsache, wie sie zu Simon stehen, beeinflusst ihre Wichtigkeit. Dennoch bleiben alle auftretenden Charaktere dem Leser mit ihrer besonderen Art im Gedächtnis. Der Verlauf der Geschichte ist meines Erachtens nach nicht vorhersehbar und durchaus erschütternd. Besonders das Ende war für mich doch sehr überraschend. Es schließt die Geschichte sowohl ab, als auch offen. Der Part, den Simon uns erzählen wollte, ist abgeschlossen, doch was daraufhin noch alles aus ihm wird, kann sich der Leser selbst überlegen. Bewertung: Cover: 5 von 5 Sternen Klappentext: 4 von 5 Sternen Inhalt: 4,5 von 5 Sternen Erzählstil: 5 von 5 Sternen Charaktere: 4 von 5 Sternen Preis/Leistung: 4 von 5 Sternen Insgesamt: 4,5 von 5 Sternen
Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Melancholische Vampirjagd mit philosophischem Touch Alessandra Reß' Debütroman „Vor meiner Ewigkeit“ stellt die Frage nach Menschlichkeit verpackt in einem interessanten Setting, vergisst dabei jedoch manchmal, den Leser mitzunehmen. Simon erwacht in einer Welt bunter Farben und Lichter. Wer er ist und wie sein bisheriges Leben verlief, weiß er nicht. Von einem Geistermädchen namens Amy erfährt er, dass er ein „Schläfer“ ist, ausgewählt, um Vampire in seiner Heimatstadt zu jagen und zu töten und dadurch das Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkelheit wiederherzustellen. Schließt er diesen Weg ab, könnte er wieder ein Mensch werden und in sein altes Leben zurückkehren. Also zieht Simon mit der gottgleichen Macht des Schläfers in sich los auf Vampirjagd. „Vor meiner Ewigkeit“ mag vom Inhalt her zunächst wie ein Action-Abenteuer klingen, doch die Vampire an sich stehen gar nicht so sehr im Fokus. Kämpfe werden daher auch mit einem gewissen Abstand und unspektakulär beschrieben. Viel mehr geht es vor dem Hintergrund der Jagd um die Frage, was einen Menschen ausmacht. Die Gedanken und Gefühle von Simon sowie das Hin und Her zwischen Schläfer und Mensch nehmen den viel größeren Teil der Handlung ein, ebenso wie die philosophischen Dialoge mit den aufgestöberten Vampiren. Es sind auch diese Stellen, an denen mir die Geschichte besonders gefallen hat – was auch daran lag, dass mehrere der Vampire interessanter waren als der Protagonist. Durch den Verlust seiner Menschlichkeit bleibt Simon in vielerlei Hinsicht nur eine Hülle, was es schwer macht, sich mit ihm zu identifizieren. Zudem war die Jagd nach immer neuen Vampiren, die gegen die Allmacht des Schläfers keine Chance haben, gerade in der zweiten Hälfte des Buches repetitiv und nicht wirklich spannend. Dafür wartet das Ende mit einem – jedenfalls für mich – sehr unvorhersehbarem Twist auf und entschädigt damit für so manche Länge zwischendurch. Aufgrund des wirklich guten Endes gebe ich daher insgesamt eine 7/10. Ohne den netten Twist wäre es eher eine 6/10 gewesen, schlicht weil zwischendurch die Spannung etwas flöten ging.
Besonders der Schreibstil von Alessandra Reß hat mir gut gefallen. Sie beschreibt die etlichen Gefühle, die der Protagonist durchleben muss sehr realistisch und gut nachvollziehbar. Das ganze Buch über konnte ich mich gut in Simon hinein versetzen. Hier muss ich auch den besonders gut dargestellten Kampf von Simon mir sich selbst erwähnen. Denn er muss sich mit einigen Problemen rumschlagen und weiß dabei oft selbst nicht, wie er handeln soll. Hier hat es sich die Autorin übrigens auch nicht einfach gemacht. So besitzt ihr Protagonist zwischendurch eine dreifach gespaltene Persönlichkeit! Im Verlauf der Geschichte muss man erkennen, zu was für Taten Gefühle eine Person bewegen können. Die Erzählperspektive selbst ist etwas eher außergewöhnliches. So berichtet der “ältere Simon” selbst von den Ereignissen. Immer wieder tauchten Sätze auf, in denen es einen kleinen Kommentar zur Handlung gab, die schon einen kleinen Hinweis darauf gibt, was der Protagonist in der Zukunft von der Situation hält. Ich fand diese Art zu Erzählen sehr reizvoll. Die Autorin hat in ihrer Geschichte “Vor meiner Ewigkeit” nicht auf die altbekannte und bereits ausführlich wiederholte Fantasywelt zurück gegriffen, sondern hat in ihrer Welt eine eigene Ordnung aufgestellt. Es treten sowohl alte, als auch neue Gestalten auf, die sich häufig von den “Üblichen” unterscheiden. Die Charaktere selbst haben ihre eigene Persönlichkeit. Manche erhalten etwas mehr Bedeutung, andere weniger. Besonders die Tatsache, wie sie zu Simon stehen, beeinflusst ihre Wichtigkeit. Dennoch bleiben alle auftretenden Charaktere dem Leser mit ihrer besonderen Art im Gedächtnis. Der Verlauf der Geschichte ist meines Erachtens nach nicht vorhersehbar und durchaus erschütternd. Besonders das Ende war für mich doch sehr überraschend. Es schließt die Geschichte sowohl ab, als auch offen. Der Part, den Simon uns erzählen wollte, ist abgeschlossen, doch was daraufhin noch alles aus ihm wird, kann sich der Leser selbst überlegen. Bewertung: Cover: 5 von 5 Sternen Klappentext: 4 von 5 Sternen Inhalt: 4,5 von 5 Sternen Erzählstil: 5 von 5 Sternen Charaktere: 4 von 5 Sternen Preis/Leistung: 4 von 5 Sternen Insgesamt: 4,5 von 5 Sternen





