Von Richard Nixon zur 1.000.000.000.000-$-Münze. Kreditgeld als politische Verknappungsaufgabe

Von Richard Nixon zur 1.000.000.000.000-$-Münze. Kreditgeld als politische Verknappungsaufgabe

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Beschreibung

Geld, das wusste schon Aristoteles, ist eine künstlich herbeizuführende Knappheit, die angesichts unprognostizierbarer Zukünfte individuelles wie kollektives Handeln in der Gegenwart sichert. Dadurch ermöglicht das Geld eine Ökonomie und mithin auch gesellschaftliche Reproduktion. Seit Richard Nixons Kündigung der Umtauschbarkeit von Dollar in Gold 1971 wird die Knappheit "Geld" aus einem unbegrenzten Stoff hergestellt, nämlich aus Zahlungsversprechen. Die privaten Banken können dabei weitestgehend autonom agieren, weshalb sich die Geldmenge beständig vergrößert. Der Artikel rekonstruiert die Entstehung dieser Produktionsweise von Geld und zeigt, dass sie aus strukturellen Gründen zu einem Überfluss von Geld führt, der paradoxerweise Mangelereignisse wahrscheinlicher macht. Deshalb fällt der Politik gegenwärtig eine unmögliche Doppelaufgabe zu: sie muss gleichzeitig für Skepsis und für Vertrauen sorgen. Für diesen Drahtseilakt allerdings mangelt es an belastbaren Konzepten.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Gesellschaft & Sozialwissenschaften
Format
E-Book
Seitenzahl
28
Preis
2.99 €