Vom Dazwischen

Vom Dazwischen

Taschenbuch
3.52
Politische LiteraturExperimentellAnspruchsvolle LiteraturHybride Texte

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Beschreibung

Eine junge Frau in der Fremde, ein Maler in der Schaffenskrise, ein Mädchen, das sich zu seiner Homosexualität bekennt, ein Hasskommentare Schreiber, eine Frau im Griff einer Angsterkrankung, eine andere im Griff ihres Smartphones, ein frustrierter Familienvater, ein angetrunkener Existenzialist, sogar eine Unbekannte in einer Wand. Getragen von einer assoziativen, bildreichen Sprache, entfaltet sich in zwölf Geschichten ein Mikrokosmos von Schicksalen, mit oftmals unverhofften Wendungen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
202
Preis
15.40 €

Autorenbeschreibung

Geboren 1981 in München, aufgewachsen in Siegen, studierte darstellende Kunst in Ulm, Paris und Hamburg, anschließend als Deutschlandstipendiatin Kunstgeschichte, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Germanistik sowie Altertumswissenschaften an der Freien Universität Berlin. Sie war an verschiedenen Theaterprojekten beteiligt, trat als Lyrik-Performerin auf, engagierte sich als Hilfswissenschaftlerin an der Forschungsstelle Entartete Kunst, arbeitete als Redakteurin, Werbetexterin und als Autorin für den De Gruyter Verlag – bevor sie 2017 den VHV-Verlag für Literatur und Kultur gründete. 2018 erstmalig Verlagsstand auf der Leipziger Buchmesse. 2015 Nominierung für den Indie Autor Preis der Leipziger Buchmesse. 2017/18 Vorstellung von Texten bei den Vorlesebühnen Konzept*Feuerpudel und books without covers. Seit 2017 diverse Lesungen, darunter im Periplaneta Literaturcafé, auf der BuchBerlin, der Leipziger Buchmesse (Leseinsel Autorengemeinschaft), bei 48h Neukölln und im Rahmen von Art Kreuzberg.

Beiträge

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Alle
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Erzählungen, die überraschen, zum Denken anregen und im Gedächtnis bleiben! Nachdem ich fast genau vor einem Jahr bereits Victoria Hohmanns erstes Werk „Von Verwandlungen“ im Zuge einer Lovelybooks Leserunde lesen durfte, wurde ich neulich gefragt, ob ich nicht auch ihr aktuelles Buch lesen möchte — was für eine Frage! „Von Verwandlungen“ hat mich letztes Jahr der Kurzprosa näher gebracht, nachdem ich mich bisher mit Kurzgeschichten und Erzählungen schwer getan hatte. „Vom Dazwischen“ liefert uns nun 12 neue Erzählungen, von der eine sogar eine Fortsetzung ist – nämlich vom wütenden Hater aus „Von Verwandlungen“. Während die einzelnen Stücke alle ein anderes Thema kritisch behandeln, habe ich mich doch gefreut, etwas wiederzuerkennen. Hohmanns neues Buch nimmt uns mit auf eine Reise in verschiedene Thematiken, zu verschiedenen Menschen und an diverse Orte. Die Erzählungen sind wahnsinnig vielseitig und Langeweile ist diesem Büchlein ein Fremdwort. Ob es Thematisch um das Coming-out, die permanente Vernetzung oder eine Angststörung geht, Victoria Hohmann schafft es wieder einmal, mich in die Geschichten hineinzuziehen. Die Vögel sangen: Amsel, Drossel, Fink und. Starr stand die Frau. Wachsfigur. Schmolz. Bei nur 22 Grad Außentemperatur. Die Themenwelt ist in „Vom Dazwischen“ breit gefächert. In Schwarzwäldersahnetorte, der ersten Erzählung, tauchen wir beispielsweise in das Leben einer jungen Frau ein, die sich bei einem Klassentreffen einige Jahre nach ihrer Schulzeit mit ihrer Homosexualität befassen muss bzw. sich den ehemaligen Klassenkameraden dazu bekennen möchte. Die Straße lässt uns in die Gedankenwelt einer Frau mit Angststörung springen, die jeden Tag zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt ihre angsthemmenden Medikamtente nehmen muss und sich jetzt in einem Experiment ihrer Angst stellen will: Die Straße zur Bahn ohne Tablette hinuntergehen, vielleicht sogar auf der anderen Straßenseite. Dass sich die Gedanken da überschlagen und die Angst ihr hässliches Haupt reckt, ist unausweichlich. Wie Geschosse schlagen Gedankenfetzen in den Kopf der Frau ein, es wird zur Zerreißprobe — nicht nur für sie, sondern auch für uns, den Leser. Die Erzählung Balanceakte führt uns in eine Büro-Umgebung zur Mittagspausenzeit. Ein Mann und eine Frau unterhalten sich. Dass der Mann vielleicht mehr an der Frau interessiert ist, als er sich eingestehen mag, davon merkt sie nichts. Und überhaupt macht ihm die überraschende Qualitätssicherung Sorgen. Der Stress, der uns Arbeitnehmer täglich umgibt, die Anforderung, auch ja mehr als genug zu leisten, all das spiegelt sich in dieser Kurzgeschichte wider. Zum Schluss möchte ich noch kurz auf die Erzählung Die Frau in der Wand eingehen. Hier bemerkt eine Frau in ihrem Büro von einem Moment auf den anderen eine scheinbar im Mauerwerk eingeschlossene Frau. Ist ihr Mund zu einem stummen Schrei geöffnet oder wollte sie noch etwas sagen? Ist sie lebendig? Hängt sie im Dimensionsschaum fest? Oder bildet sich unsere Protagonistin das alles nur ein? Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de/rezension/victoria-hohmann-vom-dazwischen

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