Violet und Bones Band 1 - Der lebende Tote von Seven Gates

Violet und Bones Band 1 - Der lebende Tote von Seven Gates

von Sophie Cleverly·Buch 1 von 2
Hardcover
4.020
Enola Holmes BuchGrabsteineKinderkirmi MordfallHistorischer Krimi Ab 11 Jahren

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Beschreibung

England im 19. Jahrhundert: Keine leichte Zeit, wenn man als Mädchen ernst genommen werden möchte. Auch für Violet, die clevere Tochter eines Totengräbers ist das alles andere als einfach. Sie will nämlich nicht nur das Bestattungsunternehmen übernehmen, sondern auch einen mysteriösen Fall aufklären. Denn eines Tages taucht Oliver auf. Der Junge lag gerade noch mausetot auf dem Leichentisch ihres Vaters und irrt nun ohne Erinnerung zwischen den Gräbern auf dem Friedhof umher. Zusammen mit ihrem treuen Begleiter, dem Windhund Bones, begeben sich Violetund Oliver auf Spurensuche. Sollte er etwa ermordet werden? Und gibt es einen Zusammenhang zu den rätselhaften Todesfällen in letzter Zeit?

Das Trio beginnt zu ermitteln und stößt auf ein mörderisches Geheimnis…

Geister, Gräber und ganz viel Gruselspaß - Eine aufregende Detektivgeschichte über ein cleveres Mädchen und ihren tierischen Helfer Für Fans von Elona und Sherlock Holmes! Spannender Krimi-Spaß im viktorianischen Zeitalter Bestärkt Mädchen darin, selbstbewusst ihren eigenen Weg zu gehen Klimafreundlich und regional: Dieses Kinderbuch wurde in Deutschland gedruckt

Buchinformationen

Haupt-Genre
Jugendbücher
Sub-Genre
Historische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
288
Preis
15.50 €

Autorenbeschreibung

Sophie Cleverly, geboren 1989 in Bath, England, schrieb ihre erste Geschichte im Alter von vier Jahren. Allerdings verwendete sie keinerlei Satzzeichen, daher war sie eher ein einziger langer Satz. Zum Glück hat sie sich zwischenzeitlich verbessert und einen Bachelor in Creative Writing und einen Master in Writing for Young People an der Bath Spa University gemacht. Sophie arbeitet inzwischen hauptberuflich als Autorin und lebt mit ihrer Familie in Wiltshire, in einem Haus voller Bücher und einem Garten voller Krähen.

Beiträge

8
Alle
4.5

Sevens Gates ein Friedhof mut weniger als sieben Toren....

aber dafür mit einer sehr willensstarken Protagonistin. Eine lebende Leiche, und ganz viel was irgendwie nicht ganz passt. Die Art wie dieses Buch geschrieben ist hat mir Spaß gemacht, es gab Witz aber auch Spannung und auch die Bildliche Beschreibung des Ortes einfach herrlich. England 19. Jahrhundert Kriminalfall was will ich mehr. Achja und es spielt auch noch mitten im Herbst. 🍂🍁 Wer Flavia mag wird auch Violet mögen 😊

4

Spannend, schaurig und liebevoll

Eine wirklich spannende Geschichte im viktorianischen Setting, die besonders zu dieser Jahreszeit zum wohligen gruseln einlädt. Eine starke, tolle Protagonistin, die für ihre Wünsche einsteht und gleichzeitig eine talentierte Ermittlerin zu sein scheint. Eine liebevolle Familie und ein kniffliges Rätsel. Mehr braucht ein gutes Buch nicht!

3

Nach dem Klappentext habe ich hier ganz klar eine Detektiv-Geschichte erwartet - mit einem Hund als Begleiter, was für mich sowieso schon ein überzeugendes Argument war. Was ich nicht erwartet habe ist zum Einen, wie feministisch angehaucht das Buch doch ist. Wobei ich mir das nach Lesen des Klappentextes schon hätte denken können, denn Violets Problem ist ganz klar, dass sie ein Mädchen ist und dadurch ihre Meinung nichts Wert ist. Zum Anderen habe ich nicht erwartet, dass es ein bisschen übersinnlich werden würde. EIN MÄDCHEN, DAS MEHR SEIN WILL Die Kulisse des Friedhofs hat mir von Anfang an gut gefallen. Es gibt dem ganzen Buch etwas schauriges und irgendwie auch skurriles. Diese Atmosphäre mochte ich sehr. Hinzu kommt die Tochter eines Bestatters, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ihrem Vater bei seinem Beruf beizustehen, ein »vollwertiges« Familienmitglied zu sein. Violet will einfach mehr als bloß ein Mädchen sein, wie es zur damaligen Zeit ganz üblich war. Ich mag es sehr, wenn sich Protagonistinnen nicht mit ihrem Schicksal zufrieden geben und für mehr kämpfen. Deshalb hat es mich auch nicht überrascht, als Violet kurzerhand die Ermittlungsarbeit übernimmt, als Oliver - ein Junge, der für tot gehalten wird - quicklebendig mitten auf dem Friedhof steht. Und es hat mich auch nicht überrascht, dass ihr dabei Steine in den Weg gelegt werden, die Violet aber gekonnt übergeht. ERMITTLUNGSARBEIT Es war schön zu beobachten, wie Violet in den Ermittlungen nach dem Mörder, der auch versucht hat Oliver umzubringen, aufgeht. Wie sie alles versucht, um der Wahrheit näher zu kommen. Mein Highlight war dabei ganz klar Bones, der Windhund, der ständig ausreißt und dann aber genau das richtige tut - wie zum Beispiel ein paar handbeschriebene Blätter zu stehlen. EINE GABE? Ich habe ja schon erwähnt, dass ich nicht mit Violets Gabe gerechnet habe. Wer sich nicht spoilern lassen möchte, sollte von hier aus direkt zum Fazit springen, denn auch der nächste Abschnitt wird ein bisschen spoilern. Jedenfalls ist Violets Gabe, dass sie die Toten hören kann. Was in Anbetracht dessen, dass sie auf dem Friedhof lebt und nach einem Mörder sucht, unglaublich spannend ist. Leider kam mir dieser Aspekt der Geschichte ein bisschen zu kurz. Die Gabe wurde gefühlt nur erwähnt. Violet konnte sie im Buch zwar ein-/zweimal anwenden, aber wirklich hilfreich zur Lösung des Falls hat sie nicht beigetragen. Und das finde ich wirklich schade, weil diese Gabe so viel mehr hätte hergeben können. Aber vielleicht wird es ja eine Fortsetzung geben, in der sie mehr zur Geltung kommen wird. AUF DER SPUR DES TÄTER Ich möchte an dieser Stelle noch kurz erwähnen, dass »Violet und Bones« kein richtiger Detektivroman ist. Ich würde das Buch fast eher als Abenteuerroman bezeichnen, der sich den Trenchcoat eines Detektivs umgelegt hat. Auch hier könnten wieder Spoiler lauern, nur als Vorwarnung. Die Suche nach dem Mörder ist durchaus spannend. Das liegt aber vor allem daran, was Violet, Oliver und Bones auf der Suche passiert, welche Steine ihnen in den Weg gelegt werden und letztendlich auch daran, dass ihr Vater des Mordes beschuldigt wird und Violet seine Unschuld beweisen muss. Es liegt weniger am Rätseln selbst, denn zu rätseln gab es während dem Lesen nicht viel. Man wird hier nicht auf mehrere Fährten gelockt und muss sich als Leser zusammenreimen, wer der Mörder sein könnte. Es gibt nicht viele Verdächtige und am Ende auch keine große Überraschung. Wer es letztendlich ist, ist in diesem Buch eher nebensächlich. Es geht viel mehr um die Charaktere, um Bones und darum, dass Violet sich beweisen muss. FAZIT Ich habe erwartet, bei diesem Buch ein bisschen mehr rätseln zu können. Habe also eher einen richtigen Detektivroman erwartet. Dass ich den nicht bekommen habe, ist ein bisschen schade. Dafür durfte ich in Violets Welt eintauchen, für kurze Zeit auf einem Friedhof leben und dabei zusehen, wie sie ihre Familie rettet. Und genau das hat doch Spaß gemacht. »Violet und Bones« ist also ein bisschen anders als ich es erwartet habe, aber deswegen nicht schlechter. Ich hatte Spaß beim Lesen und das ist bei allen fälschlichen Erwartungen doch die Hauptsache. Wie auch »Als wir tanzen lernten« von Nicola Yoon wurde dieses Buch von Sophie Cleverly geschrieben, als sie einen Verlust zu verarbeiten hatte. Ich finde es ganz schön, dass die Autorin das Thema Tod verarbeitet, in dem sie genau darüber schreibt. Über einen Friedhof, den Tod und ein Mädchen, das über sich selbst hinauswächst.

Post image
4

Ein wirklich sehr zauberhaftes Buch über ein junges Mädchen, dass entgegen aller Regeln handelt. Sie ist 13 Jahre alt und soll ein braves Mädchen sein. Es ziemt sich nicht mit dem Jungen Oliver über den Friedhof zu streifen und schon gar nicht in einem Mordfall zu ermitteln. Bücher, die zu Zeiten spielen, in denen Frauen noch keine wirklichen Rechte hatten - da braucht man oft gar nicht so weit zurück gehen - finde ich immer unglaublich spannend, wenngleich auch erschreckend. Bedenkt man, dass das Buch vermutlich irgendwann zwischen 1837 und 1901 handelt, so ist das im Grunde ja erst gestern gewesen, aber die Lebensweisen waren doch komplett unterschiedlich. Bedenkt man jedoch, dass Violet mit ihrem Hund fröhlich über den Friedhof schlendert, so kann man sich dies heute gar nicht mehr vorstellen. Das Setting ist der Autorin aus meiner Sicht sehr gut gelungen. Lustigerweise, und obwohl ich das Buch nie gelesen haben, musste ich des Öfteren an Oliver Twist denken, wenngleich unser Protagonist kein Waisenjunge war, sonder lediglich viel auf der Straße unterwegs war um Schuhe zu putzen. Zeitlich gesehen könnte es aber passen. Die beiden jungen Ermittelnden fand ich auf jeden Fall sehr erfrischend, wenngleich ihr Kampf gegen die Regeln oftmals etwas frustrierend war. Ihre Ideen- bzw. Beweisfindung ist vielleicht nicht immer ganz logisch, aber dafür zumeist kreativ. Die Geschichte ist aus meiner Sicht super für junge Leser geeignet. Die kurzen Kapitel laden zum Lesen ein, genauso wie der angenehme Schreibstil. Die Atmosphäre ist oft recht düster und etwas beklemmend, aber genau das erwarte ich bei einer Geschichte, die hauptsächlich auf einem Friedhof bzw. in einem Bestattungsinstitut spielt. Man lernt noch das eine oder andere dazu - in meinem Fall waren es die Totenzüge. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt ob es noch weitere Abenteuer mit Violet und Bones zu erleben gibt und freue mich schon sehr darauf, falls dies der Fall ist. Fazit: Eine tolle Detektivgeschichte mit einer starken Protagonistin und dem etwas anderen Schauplatz.

5

Das Buch ist sehr gut geschrieben. Es ist schon jetzt eines meiner Lieblingsbücher. Ich liebe Krimis mit Jugendlichen, so wie Flavia de Luce und Wells & Wong, nur das dieser hier quasi nur auf dem Friedhof spielt. Ich habe mich sofort "heimelig" gefühlt. Ja, ihr denkt jetzt auf dem Friedhof und heimelig??? Ja, das ist wirklich so. Der Schreibstil und die Geschichte sind einfach wunderbar. Ich fand den Beginn etwas verschreckend, aber den Verlauf dagegen sehr gut. Violet versucht zusammen mit dem Hund "Bones" und ihrer, nun wieder lebenden Leiche, Oliver den gesamten Fall zu lösen. Warum??? Ihr Vater steht unter Verdacht vier Menschen umgebracht zu haben, es deutet alles daraufhin, dass ihr Vater schuldig ist, aber da Oliver aufgrund seiner Verletzung sich im Moment nicht erinnern kann und auch versucht die Polizei vom gegenteil zu überzeugen, darauf lässt sich der Inspector nicht ein und nun soll Violet´s Vater hängen... Ich bin so gespannt auf den Folgeband und hoffe nicht mehr so lange warten zu müssen, denn die Zusammenarbeit der Kinder und des Hundes war wunderbar geschrieben...

3

Meine Meinung: Cover: Man erkennt sofort, was man erwarten kann. Das ein wenig Unheimliche kommt genauso gut rüber, wie die Richtung des Krimis. Sehr gut gemacht. Geschichte: Mit Mut und Selbstvertrauen zum Erfolg. Violet stellt sich verschiedenen Herausforderungen auf ihre ganz eigene Art und wirkt trotzdem nicht überzogen. Die Geschichte ist vor allem anfangs sehr, sehr spannend und ein bisschen gruselig. Vom Setting auch mal etwas anders. In der Mitte fand ich es ein wenig langatmig, aber der Schluss war schlüssig und die Lösung nachvollziehbar. Insgesamt war das Buch für mich leichter Lektüre für zwischendurch.

4

Inhalt: Violet wurde nicht wie die meisten anderen Kinder in einem Krankenhaus, sondern mitten in einer Leichenhalle geboren. Ihr Vater arbeitet in einem Bestattungsunternehmen und nichts wäre Violet lieber, als bei ihm in die Lehre zu gehen. Violets bester Freund und treuester Begleiter ist ein Windhund namens Bones, den sie auf dem Friedhof nebenan gefunden hat und der ihr fortan nicht mehr von der Seite weicht. So nimmt es nicht Wunder, dass das junge Mädchen den Tod nicht allzu sehr fürchtet. Für sie gehört er zum Leben dazu. Was Violet jedoch sehr stört ist, dass sie als Mädchen von der Gesellschaft nicht wirklich gesehen wird. Ihr Bruder darf zur Schule, sie nicht. Ihr Bruder wird vermutlich irgendwann das Bestattungsunternehmen des Vaters übernehmen. Für Violet steht diese Möglichkeit gar nicht erst zur Debatte. Ein Mädchen hat bestimmte Pflichten zu erfüllen und die bestehen, das mag man sich vielleicht denken, nicht darin, zu viele Fragen zu stellen oder gar in einem spannenden Mordfall zu ermitteln. Doch genau dazu kommt es, als Violet mitten in der Nacht dem Geist eines Jungen namens Oliver begegnet. Um einen solchen muss es sich doch handeln, schlussfolgert Violet, denn der Körper des Jungen wurde vor Kurzem erst als Leichnam bei ihrem Vater abgegeben. Doch Oliver ist, das stellt sich bald heraus, quicklebendig. Ihn plagt jedoch Gedächtnisverlust und er ist sich sicher Opfer eines Angriffs geworden zu sein. Im Laufe der nächsten Zeit überschlagen sich die Ereignisse. Violets Vater hat Mitleid und stellt den Jungen ohne Herkunft als Lehrling in seinem Bestattungsunternehmen ein. In letzter Zeit ist das Arbeitspensum stark angestiegen. Dass immer mehr Leichen angeliefert werden, ist schon bemerkenswert. Eigenartig ist auch, dass Olivers Akten plötzlich aus dem Karteikasten verschwunden sind. Vieles lässt ahnen, dass in letzter Zeit nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Lässt sich die jüngste Übersterblichkeit wirklich auf natürliche Umstände und Unfälle zurückführen? Oliver, Violet und Bones entscheiden sich zu ermitteln. Schließlich ist auch Oliver ein mutmaßliches Verbrechensopfer. Durch die Ermittlungen der Polizei gerät dann auch noch Violets Vater in Verdacht; was die Sache endgültig persönlich macht. Meinung: Bei dem Titel, „Der lebende Tote von Seven Gates“, handelt es sich um den Auftaktband der Violet und Bones Reihe von Sophie Cleverly. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und lässt sich somit sehr gut als Einzelband lesen. Der Leser begleitet hier eine mutige und starke Protagonistin namens Violet, die im 19. Jahrhundert aufwächst. Ihr junges Leben, wie das Leben jeder Frau im viktorianischen Zeitalter, ist darauf ausgerichtet, eine gute Ehefrau und Mutter zu sein und später einmal den Haushalt zu führen. Doch Violet möchte sich dieser, ihr von der Gesellschaft auferlegten Rolle, nicht fügen. Sie würde gerne wie ihr Bruder zur Schule gehen und irgendwann das Bestattungsunternehmen ihres Vaters übernehmen. Violet ist direkt am Friedhof aufgewachsen. Dort hat sie auch ihren treuesten Freund, einen Windhund, aufgefunden, den sie liebevoll auf den Namen „Bones“ getauft hat. Besonders gefallen hat mir Violets nonchalante Einstellung zum Thema Tod. Bereits auf den ersten Seiten des Buches kommt es beispielsweise zu einer Szene, in der Violet auf dem Friedhof Äpfel gesammelt hatte, die sie dann einfach mal kurz, ganz pragmatisch in einem Sarg zwischenlagert. Auch ist es für Violet selbstverständlich, sich mit den Toten zu unterhalten. Gelegentlich hört sie ihre Stimmen und nimmt deren Gefühle war. Diese Einstellung hilft dem jungen Mädchen vermutlich auch dabei, als sie durch die schicksalhaften Ereignisse ungewollt Ermittlerin in einem Mordfall wird. Gemeinsam mit Oliver, dem Jungen, der eigentlich tot hätte sein sollen, und dem klugen Windhund Bones bildet sie ein unschlagbares Team, deren Ermittlungsarbeit ich als Leserin sehr gerne durch die Buchseiten hinweg verfolgt habe. Oliver ist hierbei eher der ängstliche Typ, den Violet oft antreiben muss. Bones hingegen hat oft „den richtigen Riecher“ und bietet Violet eine wertvolle Unterstützung bei ihrer Arbeit. Für die Zielgruppe von Leser/innen ab 11 Jahren ist dieses Buch mit Sicherheit spannend, zumal sich Violet und ihr Ermittlerteam in große Gefahr begeben. Schließlich haben sie es mit einem waschechten Mörder zu tun. Mit dem Zeitlimit auf den Schultern, um den Fall zu lösen, werden ihre Untersuchungen auch ständig behindert. Fazit: Sophie Cleverly schreibt mit ihrem Reihenauftakt „Violet und Bones - Der lebende Tote von Seven Gates" einen – für die Zielgruppe – gleichsam spannenden wie vergnüglichem Abenteuerroman mit einer ungewöhnlichen Protagonistin. Violet ist nicht nur auf einem Friedhof aufgewachsen. Im London des 19. Jahrhunderts stellt sie sich gegen gesellschaftliche Regeln und viktorianische Konventionen. Zum Missfallen ihrer Mutter bildet sie mit dem neuen Lehrling des Vaters und ihrem treuen Begleiter, dem Windhund Bones, ein Ermittlerteam, das in einem Mordfall ermittelt. Hierbei zeigt sich Violet als selbstbestimmte, junge Heldin, deren Motivation stets nachvollziehbar ist. Sie ist es, die das Team leitet, Mut spendet und stets Kombinationsgabe beweist. Das Buch jauchzt streckenweise vor Freude an der Schreiberei und lässt sich wirklich gut lesen. Der Tod kommt hier überdies als allgegenwärtige Komponente im Leben der Menschen daher, was sicherlich gesund ist.

3

Ein spannendes und gruseliges Abenteuer Violet ist die vorlaute Tochter eines Bestatters, die später gern das Geschäft übernehmen würde. Sie wuchs auf dem Friedhof auf und hat keine Angst vor dem Tod oder den Toten. Ganz im Gegenteil, sie kommuniziert sogar mit ihnen und hat Freundschaften geschlossen. Als eines Tages nicht nur eine Akte, sondern auch ein toter Junge verschwindet, beginnt ein riesengroßes Abenteuer für sie und ihren Hund Bones. Mir hat die Geschichte gut gefallen, jedoch hat alles sehr lang gedauert. Die Charaktere haben es für mich allerdings ehrlich rausgerissen. Violet ist fantastisch und auch Bones ist großartig. Ihre Familie als Nebenfiguren passen auch sehr gut in diese Zeit, in die wir hier geschleudert werden. Und wieder einmal wird mir bewusst, wie schlimm es damals für die Mädchen und Frauen gewesen sein muss. Ein tolles Buch, das Mädchen zeigt, dass es sich trotz aller Widrigkeiten immer durchsetzen kann und soll.

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