Vielleicht im Sommer

Vielleicht im Sommer

Hardcover
4.232

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Beschreibung

Zwei Außenseiter, eine unwahrscheinliche Freundschaft und sieben Sommertage, die alles verändern

In seinem ergreifenden Debüt nimmt uns der junge Autor Lukas Mi-Sa Nguyen Egger mit auf einen unvergesslichen Roadtrip an die Nordsee.

»Draußen starren sie mich an. Wie Doppelhaushälften, die das erste Mal ’nen Plattenbau sehen.«

Sommer 2007: Der 15-jährige Kian, aufgewachsen bei seinem kleinkriminellen Vater, landet nach einem schweren Schicksalsschlag im Heim. Er weiß sofort, dass er dort nicht bleiben kann. Bei einem nächtlichen Fluchtversuch trifft er Marco, der ganz andere Gründe hat abzuhauen. Nach einsamen und harten Jahren im Waisenhaus hat er erfahren, dass er eine Halbschwester an der Nordsee hat. Als es den beiden ungleichen Jungen gemeinsam gelingt auszubrechen, beginnt eine abenteuerliche Reise Richtung Meer. Sie berauschen sich an der neuen Freiheit. Vor allem entdecken sie zum ersten Mal, was es bedeutet, eine Familie zu haben und füreinander da zu sein.

»Wir denken an ›Tschick‹ von Wolfgang Herrndorf und ›Der große Sommer‹ von Ewald Arenz. Der Roman wird jedoch weniger im Modus des Abenteuers als auf der Ebene sozialer Herkunft und emotionaler Abhängigkeit erzählt. Damit verschiebt er das Genre ins Innere der Figuren und durchleuchtet den Habitus männlicher Freundschaft.« WELT AM SONNTAG

Ein hinreißender und ernsthafter Coming-of-age-Roman: Jung, authentisch, mitreißend – Lukas Mi-Sa Nguyen Egger ist ein neuer Lieblingsautor, der viel zu sagen hat.

Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger wuchs als jüngster Sohn eines vietnamesischen Vaters und einer deutschen Mutter auf und erlebte früh, was es bedeuten kann, kulturell und finanziell am Rand der Gesellschaft zu stehen. Darin fand er die Motivation, sich intensiv mit den Schicksalsbiografien von ausgegrenzten Kindern und Jugendlichen in Deutschland auseinanderzusetzen. Der Wunsch, denen eine Stimme zu geben, die keine haben, mündete in seinem Romandebüt.

»Freundschaft ist der freiwillige Raum, in dem wir aus unseren Rollen ausbrechen dürfen.« Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
272
Preis
23.70 €

Autorenbeschreibung

Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger, geboren 2000 in Pforzheim, wuchs als jüngster Sohn eines vietnamesischen Vaters und einer deutschen Mutter auf und erlebte früh, was es bedeuten kann, kulturell und ökonomisch am Rand der Gesellschaft zu stehen. Seine Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus prekären Verhältnissen sowie seine Masterarbeit über Armut in Deutschland weckten in ihm den Wunsch, denen eine Stimme zu geben, die keine haben. So entstand dieses herausragende Romandebüt. Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger lebt und arbeitet in Karlsruhe.

Beiträge

16
Alle
5

Authentischer, junger Coming-of Age-Roman 

Die 15-jährigen Jungen Kian und Marco lernen sich bei einem nächtlichen Fluchtversuch aus dem Heim kennen, in dem Marco bereits seit früher Kindheit ist, Kian dagegen erst einen Tag. Die beiden sehr unterschiedlichen Jungen machen sich gemeinsam auf den Weg an die Nordsee, sieben Tage, in denen sich eine zarte, ungewöhnliche Freundschaft entwickelt, in denen sie jeweils einen Bruder finden, den keiner von beiden je hatte. Wunderbar ist neben der fesselnden Handlung, der Aufschrieb von Kians Gefühlen und tiefgründigen Gedanken in einer Art Tagebuch. Ein sehr überzeugend umgesetztes Coming-of-Age-Romandebüt eines noch sehr jungen Autors – emotional, feinfühlig, dabei kraftvoll und mitnichten rührselig. Einfach toll – große Leseempfehlung!

3.5

-30.07.07: Märtyrer sterben, weil ihr Herz zu laut für eine Sache schlägt. Aber wie nennt man die Menschen, die ganz leise fallen, weil da nichts ist, was sie hält? Wenn das Leben einen gefangen hält, tut das Sterben dann weniger weh? Und wie fühlt es sich an, eine Sache zu finden, für die es sich zu leben und zu sterben lohnt? -Die Realität trägt zwei Revolver. Der erste ist mit Enttäuschung, der zweite mit Hoffnungslosigkeit geladen. Andere Munition gibt es nicht. Und wenn man sich nicht rechtzeitig vor ihr versteckt, drückt sie ab. Vielleicht im Sommer ist ein trauriger, nachdenklicher und doch auch hoffnungsvoller Roman mit einigen wirklich guten Passagen. Das Buch regt zum Nachdenken an und trägt eine gewisse Melancholie in sich, die wie ein leiser Begleiter durch die Geschichte führt. Gerade diese Stimmung gehört für mich zu den Stärken des Romans. Die Geschichte ist durchaus tiefgründig und zeigt, dass in dem Autor Potenzial steckt, aber emotional hat sie mich nicht vollständig erreicht. Es gab Momente, die berührt haben, doch insgesamt fehlte mir die Intensität, die einen Roman wirklich lange nachwirken lässt oder einen vollkommen in seinen Bann zieht. Wenn man bedenkt, dass es sich um einen Debütroman handelt, macht das Werk aber definitiv neugierig auf zukünftige Bücher des Autors. Ich kann mir gut vorstellen, dass seine nächsten Romane noch mehr Tiefe und emotionale Wucht entwickeln werden. Insgesamt ist Vielleicht im Sommer ein lesenswertes Buch mit einer schönen, melancholischen Atmosphäre und einigen starken Gedanken. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung würde ich aber nicht aussprechen, da das gewisse Etwas am Ende einfach gefehlt hat.

4

Kian ist 15 Jahre alt und kommt in ein Heim. Bisher lebte er bei seinem kriminellen Vater. Im Heim angekommen, will er einfach nur weg. Marco lebt auch dort und will auch nur noch raus. Zusammen finden sie einen Weg um abzuhauen. Ohne Plan und Geld machen sie sich auf den Weg an die Nordsee. Marco hat eine Halbschwester dort, die er nicht kennt, die aber seine einzige Familie ist. Immer auf der Flucht vor der Polizei und auf der Suche nach dem richtigen Weg, finden sie auch Menschen, die es gut mit ihnen meinen und freunden sich immer mehr an. Ein sehr berührender Coming-of-age Roman, der nicht vor der harten Realität zurückschreckt. Die Sprache ist direkt und manchmal etwas rau aber immer sehr passend . Die Atmosphäre ist anfangs eher drückend und eng. Als die Jungs losziehen, ändert sich das. Mit jedem weiteren Tag wird es weiter und freier. Kleine Seen, Wald, tiefe Gespräche bieten hier die Grundlage dafür. Melancholisch bleibt der Roman durchweg, wird aber durchzogen von immer mehr zarten und warmen Momenten. Die beiden Jungs fühlen sich einsam und verlassen, trauen niemanden. Besonders Marco seht sich nach einer Familie. Kian weiß, dass Familie nicht unbedingt Wärme und Liebe bedeuten muss. Die Jungs leben in einer harten Welt, die hier auch nicht romantisiert wird. Das Leben im Heim wirkte auf mich sehr authentisch. Die soziale Ausgrenzung tut schon beim lesen weh. Doch Marco und Kian haben Hoffnung. Sie wollen ans Meer, wollen die Schwester treffen. Und ganz unerwartet schleichen sich zwischen all der Härte und der Hoffnung, zarte freundschaftliche Gefühle mit ein. Manchmal kann eine tiefe Freundschaft auch so viel mehr als Familie sein. Ein ehrlicher Coming-of-age Roman über Freundschaft, der noch lange im Kopf bleibt. Empfehle ich euch sehr gern weiter.

5

"Der eine sucht Familie, und der andere will sie vergessen."

Kian und Marco scheinen nichts gemeinsam zu haben, außer dem Heim in dem sie beide leben. Doch als Marco erfährt, dass er eine Halbschwester zu haben scheint und Kian ohnehin schon versuchte abzuhauen, machen sie sich gemeinsam auf den Weg an die Nordsee. Sieben Tage, in denen sich eine einzigartige Freundschaft zwischen den Jungen entwickelt. Eine wunderschöne, authentisch erzählte Geschichte, die sowohl fesselnd, als auch emotional ist. "Vielleicht im Sommer" ist ein Buch, das einen auch nach dem Lesen noch begleitet und ich freue mich schon jetzt auf weitere Werke!

"Der eine sucht Familie, und der andere will sie vergessen."
5

So ein Buch, das weh tut und wärmt 🥺💛

„Vielleicht im Sommer“ von Lukas Mi-Sa Nguyen Egger hat mich echt berührt. Dieses Debüt war für mich so ein Buch, das sich super schnell wegliest, einen emotional aber trotzdem voll erwischt. 🥺💫 Traurig, schön und gleichzeitig so hoffnungsvoll, genau diese Mischung hat mich total abgeholt. ☀️💛 Im Sommer 2007 treffen mit Kian und Marco zwei Jungs aufeinander, die beide auf ihre eigene Weise außen vor stehen. Nach einem schweren Schicksalsschlag landet Kian im Heim und weiß sofort, dass er dort nicht bleiben kann. Bei einem Fluchtversuch begegnet er Marco, der an die Nordsee will, um seine Halbschwester zu finden. Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg, und aus dieser zufälligen Begegnung entsteht in nur sieben Sommertagen eine Geschichte über Verlust, Freundschaft, Familie und Hoffnung. 🛵🌊☀️💨 Was das Buch für mich besonders gemacht hat, war vor allem die Dynamik zwischen den beiden. Dieses vorsichtige Annähern, das Misstrauen, die stillen Momente und das langsame Entstehen von Nähe haben sich einfach so echt angefühlt. 🥹🤍 Ich hab die beiden wirklich schnell ins Herz geschlossen. Gerade diese leisen Zwischentöne haben mich beim Lesen total gekriegt. 💭✨ Auch Kians Gedanken und Notizen fand ich richtig stark. ✍️📓 Die haben ihm nochmal so viel mehr Tiefe gegeben und dafür gesorgt, dass er sich für mich besonders greifbar angefühlt hat. Und der Schreibstil? Mochte ich total. 🤍 Jung, direkt, mitreißend und gleichzeitig so gefühlvoll, dass ich beim Lesen oft das Gefühl hatte, selbst mit auf dem Roller zu sitzen und mit den Jungs Richtung Nordsee zu fahren. 🛵🌾🌤️ Vom Gefühl her hat mich das Buch stellenweise an Tschick erinnert. Dieses Unterwegssein, diese Mischung aus Freiheit, Verletzlichkeit und der Suche nach Zugehörigkeit. Gleichzeitig erzählt „Vielleicht im Sommer“ aber eine ganz eigene, berührende Geschichte. 🫶 Für mich war das so ein Coming-of-Age-Roman, der weh tut, aber auf eine ganz besondere Art auch wärmt. 🥺💛 Ein Buch, das man schnell durchliest, das einen aber nicht so schnell wieder loslässt. 💫📚

So ein Buch, das weh tut und wärmt 🥺💛
4

Coming-of-Age: Gefühlt alles – und doch nicht ganz überzeugend

**** Mein Eindruck ****
Ein sehr ambivalentes Buch für mich. Die ersten Seiten sind ausdrucksstark und haben mich emotional sofort gepackt. Ich war begeistert, und meine Erwartungen sind schnell gestiegen. Auch sprachlich bleibt das Niveau durchgehend hoch: Die Sätze klingen nach, tragen übergeordnete Botschaften in sich und bleiben dabei dennoch passend für ein Coming-of-Age. Inhaltlich entwickelt sich die Geschichte zu einem intensiven, teils wilden Ritt. Themen wie Regeln, Zugehörigkeit und die Suche nach einem Ort, an dem man wirklich hingehört, rücken immer stärker in den Fokus. Emotional konnte ich vieles davon gut nachempfinden. In den Details war mir die Handlung jedoch stellenweise zu sprunghaft, zu willkürlich und teilweise etwas zu weit von der Realität entfernt. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass genau das beabsichtigt war – um die innere Zerrissenheit und die Suche der Figuren noch stärker zu transportieren. Und genau darin liegt mein Zwiespalt: Ich war beim Lesen immer wieder hin- und hergerissen. Das Ende hingegen konnte mich überzeugen. Es fügt die Entwicklung stimmig zusammen und hat in mir ein tiefes Mitgefühl ausgelöst. Traurigkeit und Glück liegen hier nah beieinander und hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck und das Gefühl von einer ganz besonderen Bruderschaft. **** Empfehlung? ****
Für Leser:innen, die intensive, sprachlich starke Coming-of-Age-Geschichten mögen und bereit sind, sich auf eine emotionale, stellenweise bewusst überzeichnete Reise einzulassen.

4

Ein intensiver, melancholischer und berührender Coming-of-Age-Roman über Familie, Heimat und das Erwachsenwerden – von m

Rezension: Vielleicht im Sommer von Lukas Mi-Sa Nguyen Egger ⭐⭐⭐⭐☆ (4/5) Was für ein Debütroman! Vielleicht im Sommer hat mich unglaublich berührt. Es ist ein starkes, trauriges, intensives und gleichzeitig sehr mitreißendes Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite begleitet hat. Wir dürfen Kian und Marco auf ihrem Weg begleiten – zwei junge Menschen, die ihren Platz im Leben suchen und dabei nicht nur sich selbst, sondern auch einander finden. Dabei stellt der Roman Fragen nach Familie, Herkunft und Heimat: Muss man das eine kennen, um das andere zu finden? Die Sprache der beiden Jungen ist rau und direkt, aber für ihre Geschichte und ihr Alter absolut passend. Dadurch wirkt vieles authentisch und nahbar. Eine gewisse Melancholie schwingt die ganze Zeit mit, ohne jemals zu schwer zu werden. Für mich hat die Stimmung des Romans genau gepasst. Besonders gern hätte ich noch mehr Zeit mit Oliver und den beiden Jungs verbracht. Einige ihrer gemeinsamen Momente hätten für meinen Geschmack noch etwas mehr Raum bekommen dürfen. Insgesamt ist Vielleicht im Sommer ein gelungener Coming-of-Age-Roman, der lange nachhallt. Persönlich hätte ich mir etwa 50 Seiten mehr gewünscht und ein etwas weniger offenes Ende – aber das ist bei solchen Enden einfach immer mein kleiner persönlicher Kritikpunkt. 😉😄 Den einen Stern ziehe ich außerdem ab, weil mir Triggerwarnungen gefehlt haben. Trotzdem: Dieser Roman ist absolut lesenswert und bekommt von mir sehr gute 4 von 5 Sternen. Eine klare Empfehlung für alle, die bewegende, ehrliche und intensive Coming-of-Age-Geschichten mögen. ⭐️⭐️⭐️⭐️/5

Ein intensiver, melancholischer und berührender Coming-of-Age-Roman über Familie, Heimat und das Erwachsenwerden – von m
4

BEWERTUNG 👍

‚„Dass er in der Hülle lebt, weiß sie schon seit Jahren. Dass sie noch tiefere Abgründe hat als zunächst angenommen, ist ihm vor einigen Monaten deutlich geworden. Und dieses Heim ändert nichts an der Situation.“ Seite 38 INHALT Ein „Heim“ (ich tue mich mit diesem Wort schwer, im beruflichen Kontext pflegen wir zu sagen: Jugendwohngruppe) und zwei Jungs. Einer lebt bereits seit längerer Zeit dort der andere kommt gerade frisch dazu. Eines ist gleich klar: Kian kann dort nicht bleiben und flieht. Er trifft dabei auf Marco, der aus anderen Gründen gehen will - und sie schliessen sich zusammen. Marco sucht seine Schwester, kurzerhand entscheidet Kian ihn zu begleiten. So entsteht ein wilder, emotionaler Ritt der beiden Jungen. „Scheiß drauf. Ein gemeinsamer Anfang und eine gemeinsame Suche verdienen ein gemeinsames Ende.“ Seite 223 EINDRUCK UND FAZIT dieses Buch beschreibt eine ganz wunderbare, vorsichtig entstehende Freundschaft zwischen zwei jungen Männern, die mich berührt hat. Die Ausgangslage interessiert mich natürlich sehr (auch wenn ich hoffte, dass noch etwas mehr Jugendhilfe thematisiert wird). Aber die beiden bei ihrer Reise zu begleiten, fand ich ganz wundervoll. Am Ende war ich etwas überrascht (damit hätte ich nicht gerechnet, oder ich hätte es mir anders gewünscht). Ich finde, dieses Buch ist kein klassischer Coming of Age Roman, wahrscheinlich hat er mir genau deshalb so gut gefallen. Ich empfehle dieses Buch gern weiter! „Ich hab’s nicht gemerkt. Ich hab ihn so oft gesehen, und ich hab’s einfach nicht gemerkt. Und irgendwann hat er losgelassen.“ Seite 249

4

Dieses starke Debüt ist eine feinfühlige Hommage an die Freiheit und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt. Lukas Mi-Sa Nguyen Egger stellt dabei die tiefgreifende Frage nach der Definition von Familie: Während die Herkunft oft von Schmerz geprägt ist, finden Kian und Marco in ihrer Freundschaft die Geborgenheit einer „Wahlfamilie“. Die Geschichte gewinnt an Intensität, als die beiden gemeinsam aus dem Heim ausbrechen. Diese Flucht ist mehr als nur ein Regelbruch; für Kian ist es der Versuch, seine Familie zu vergessen, für Marco ist es der, seine Familie zu finden. Ihre Suche führt sie bis an die Nordsee wird zur emotionalen Zerreißprobe und Heilung zugleich. Ein berührender Roadtrip über das Erwachsenwerden und die Kraft gewählter Bindungen – schmerzhaft ehrlich und doch voller Hoffnung.

4

Ein sehr berührendes Buch über zwei Jungs die ihre Heimat und Familie suchen und dabei entdecken, dass sie gar nicht so weit zu suchen brauchen. Hat mir gut gefallen auch wenn es ein paar kleine Längen hatte.

5

Hallo liebe/r Leser/in 👋🏼

hab mir eben einen Account erstellt. Freut mich, dass Du mein Buch gelesen hast, liest oder lesen willst. Lass mich wissen, wie Du es findest :) Oder hau mich mit Fragen und Anregungen an ✊🏼 Darf man sich selbst 5 Sterne geben? Ich geb die 5 Sterne einfach für das wunderschöne Cover, das fantastische Lektorat und den besten Hörbuchsprecher, den es gibt 👀✨ Grüüüße 💜

4

Schöner, aber auch trauriger Roman

4.5

Zwei Jungs, sieben Sommertage und ein Herzklopfen Richtung Meer

Manchmal kommt ein Buch daher, stellt sich nicht groß vor, setzt sich einfach neben einen und sagt: Komm, wir fahren mal kurz ans Meer. Und zack, sitzt man mit Kian und Marco irgendwo zwischen Heim, Flucht, Sommerluft, kaputten Lebensläufen und dieser fiesen Hoffnung, die einen immer genau dann erwischt, wenn man gerade so tun will, als wäre man hart im Nehmen. Vielleicht im Sommer erzählt von zwei Jungs, die das Leben nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst hat. Kian trägt Wut mit sich herum wie andere einen Rucksack, Marco hat diese stille Sehnsucht nach Zugehörigkeit, bei der man beim Lesen kurz schluckt und so tut, als wäre Staub im Auge. Kennt man ja. Ganz plötzlich. Mitten im Gesicht. Was mir richtig gut gefallen hat: Das Buch drückt nicht künstlich auf die Tränendrüse. Es ist emotional, ja, aber nicht kitschig. Eher so ein leiser Schlag in die Rippen. Der Roadtrip an die Nordsee fühlt sich nicht nach großem Abenteuerfilm an, sondern nach zwei Jugendlichen, die zum ersten Mal merken, dass Familie manchmal nicht da entsteht, wo Blutlinien gezogen werden, sondern da, wo jemand bleibt. Der Schreibstil ist jung, direkt und angenehm ungeschönt. Manchmal rotzig, manchmal verletzlich, manchmal so nah dran, dass man denkt: Junge, jetzt mach bitte kurz langsamer, ich muss das gerade fühlen. Genau diese Mischung macht das Buch stark. Für mich ist das ein Debüt mit Herz, Kante und erstaunlich viel Reife. Nicht perfekt glatt poliert, aber gerade deshalb so echt. Vielleicht im Sommer ist kein lautes Buch. Es ist eins, das nachhallt. Wie Meeresrauschen, nur mit mehr Kloß im Hals.

Zwei Jungs, sieben Sommertage und ein Herzklopfen Richtung Meer
4

Insgesamt ist "Vielleicht im Sommer" ein berührender Roman über Hoffnung, Freundschaft, Zugehörigkeit und die Suche nach Familie. Auch wenn mich nicht jede Entwicklung vollständig überzeugen konnte und dadurch etwas Potenzial ungenutzt blieb, hat mich die Geschichte berührt und mir gut gefallen

5

"Gebrochen ist gut", antwortet Sofia. "Weißt du, wie all die Farben entstehen, die wir sehen?" (...) "Alles steckt im weißen Licht der Sonne. Und damit wir die Welt bunt sehen können, muss Licht brechen. Gebrochenes Licht erschafft Farben. Nur gebrochenes Licht." _______________________________________

Kian und Marco fliehen aus dem Jugendheim, in dem sie untergebracht sind und treten eine abenteuerliche Reise zur Nordsee an. Die Geschichte der beiden ist so rasant erzählt und gleichzeitig gefühlvoll und tiefgehend. Dieses Buch über Familie, Verlust und Freundschaft hat mich berührt und von Seite eins an direkt abgeholt. Es fängt das Gefühl von sommerlicher Hoffnung so authentisch ein und schafft die perfekte Illusion, gemeinsam mit den Jungs auf einem der Roller zu sitzen, mit denen sie über Landstraßen zur Nordsee cruisen. Noch dazu hat mich der großartige Schreibstil absolut beeindruckt! Ich bin absolut begeistert! Ein spannender Coming-of-Age-Roman mit Roadtrip-Setting für den Sommer ☀️ 🛵 🌊

5

Ein extrem starkes, intensives, trauriges, mutmachendes Debüt! Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen! Triggerwarnung!

Ein extrem starkes, intensives, trauriges, mutmachendes Debüt! Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen! Triggerwarnung!
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