Ungleich behandelt

Ungleich behandelt

Taschenbuch
4.322

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Beschreibung

Gesundheit ist politisch!

Die gesellschaftliche Diskriminierung und Ungleichbehandlung von Frauen, People of Color, Menschen mit Behinderungen, queeren Personen und armen Menschen setzt sich in unserem Gesundheitssystem fort. Es kommt zu Fehldiagnosen oder Vernachlässigung, was sogar tödlich enden kann, ganz zu schweigen vom zwischenmenschlichen Umgang und Übergriffigkeiten. Ärzt*in und Feminist*in Sabina Schwachenwalde setzt sich gegen Sexismus, Rassismus, Queerfeindlichkeit, Klassismus und Ableismus ein und nimmt die Medizin kritisch in den Blick: Warum gelten manche Körper als weniger schützenswert gegenüber anderen? Warum wird manchen Patient*innen mehr, manchen weniger geglaubt? Wer entscheidet, was »normal« und was »krank« ist? Woher stammt das Bild der (weißen) Halbgötter in Weiß? Und ganz konkret: Warum lernt man im Medizinstudium, wie Hautkrankheiten auf heller, nicht aber auf dunkler Haut aussehen, warum sind die meisten ärztlichen Praxen nicht im Rollstuhl erreichbar, warum wissen Ärzt*innen so wenig über queere Gesundheit, und welche Folgen hat Diskriminierung auf unseren Körper und Psyche? Sabina Schwachenwalde liefert in ihrem Debüt die Erklärung, wie strukturelle Benachteiligungen in unserem Gesundheitssystem verankert sind, und verortet diese kritisch als Teil unserer patriarchalen Gesellschaft und pathologisierenden Geschichte.

Eine feministische Auseinandersetzung mit unserem Gesundheitssystem, um die allgegenwärtige Ungleichbehandlung endlich auszuräumen – und ein Plädoyer für eine gerechtere Gesundheit.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Medizin
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
320
Preis
18.50 €

Autorenbeschreibung

Sabina Schwachenwalde, geboren 1991 in Brandenburg, ist Ärzt*in und Feminist*in. Während ihres Studiums in Berlin, Istanbul und Melbourne forschte sie zu medizinischer Versorgung von Frauen aus eingewanderten Familien, schrieb journalistische Texte und setzte sich ehrenamtlich für gesundheitspolitische Themen ein. Durch ihre Arbeit in der Geburtshilfe kennt sie das Gesundheitssystem aus ärztlicher Perspektive, seit ihrer eigenen Post-Covid Erkrankung auch aus Patient*innensicht.

Beiträge

7
Alle
5

Das Gesundheitssystem diskriminiert und Diskriminierung macht krank. Sehr gutes, intersektionales Werk zur Aufklärung, das mich an machen stellen regelrecht schockiert hat... obwohl auch ich schon Diskriminierung und Übergriffigkeit durch medizinisches Personal erlebt habe. Unbedingt lesen!

Das Gesundheitssystem diskriminiert und Diskriminierung macht krank. Sehr gutes, intersektionales Werk zur Aufklärung, das mich an machen stellen regelrecht schockiert hat... obwohl auch ich schon Diskriminierung und Übergriffigkeit durch medizinisches Personal erlebt habe. Unbedingt lesen!
4

[unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar] Sabina Schwachenwalde - Ungleich behandelt Das Gesundheitssystem sollte alle Menschen gleich gut versorgen – doch die Realität sieht anders aus. In Ungleich behandelt zeigt Sabina Schwachenwalde auf, wie tief strukturelle Diskriminierung in der Medizin verankert ist. Deutlich wird dabei: Nicht nur Frauen, sondern viele marginalisierte Gruppen – darunter People of Color, queere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Kinder, ältere und sozial benachteiligte Personen – werden im medizinischen Bereich systematisch benachteiligt. Die Autor*in verbindet fundierte wissenschaftliche Recherchen mit persönlichen Erfahrungen und konkreten Beispielen. Dabei wird deutlich, wie vielfältig Diskriminierung im Gesundheitswesen sein kann: Sie beginnt bei fehlender Forschung zu unterschiedlichen Körpern, zieht sich über stereotype Zuschreibungen in Diagnosen und reicht bis hin zu mangelndem Zugang zu adäquater Behandlung – etwa durch sprachliche, finanzielle oder strukturelle Barrieren. Besonders eindrucksvoll ist, wie Schwachenwalde auch die historischen Hintergründe dieser Ungleichbehandlung beleuchtet. Dabei wird klar, dass viele medizinische Standards auf diskriminierenden Annahmen beruhen, die bis heute nachwirken. Gleichzeitig zeigt das Buch aber auch Möglichkeiten zur Veränderung – sowohl auf struktureller Ebene als auch im persönlichen Umgang mit Vorurteilen und Stereotypen. Ungleich behandelt überzeugt durch eine klare, zugängliche Sprache und einen intersektionalen Blickwinkel, der verschiedene Diskriminierungsformen miteinander verknüpft. Das Buch sensibilisiert für Themen, die vielen bislang verborgen geblieben sind, und regt zum Nachdenken über eigene Privilegien an. Eine wichtige und aufrüttelnde Lektüre für alle, die sich für eine gerechtere Medizin einsetzen wollen. Vielen Dank an das @team.bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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3.5

Wichtige Lektüre!

In vielen Bereichen geht man oft davon aus, dass Gleichberechtigung vorhanden sei.. Falsch gedacht! Erst recht in der Medizin ist dies nicht der Fall. Mir war durch meinen Beruf bewusst, dass es eine Menge Ungerechtigkeit vorhanden sind, es aber so nochmal aufgelistet zu bekommen, ist echt erschreckend! Ich kann’s für alle, die sich für dieses Thema interessieren, nur empfehlen!

Wichtige Lektüre!
5

Super informativ und viele neue Erkenntnisse

4

„Du und deine feministische Meinung.“ ~Nein, Fakten!

Wer Belege braucht, wird dieses Buch lieben! (oder hassen… kommt auf die Perspektive an) Sabina Schwachenwalde ist authentisch und reflektiert. Mit medizinischem und marginalisiertem Hintergrund, werden in diesem Buch eine Reihe konkreter Probleme beschrieben und durch Statistiken und Fakten untermauert. Besonders gut hat mir gefallen, dass Täter explizit genannt werden und der Gesamtkontext einer Ungleichheit verständlich wird. Jedoch werden auch Hoffnungstragende und Lichtblicke akut benannt, wodurch eine frustrierende Stimmung vermieden wird. Das Buch enthält einen umfassenden Überblick verschiedener Probleme. An manchen Stellen hätte ich mir eine tiefergehende Behandlung bestimmter Themen gewünscht. Hier auch meine Kritik: Der Schreibstil wirkt etwas hastig. Durch die schnell aufeinanderfolgenden neuen Themen wirkt einiges nicht abgeschlossen, bzw. Potential bleibt ungenutzt. Das Lesen wird hierdurch etwas erschwert. Abschließend würde ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, um sich einen Überblick bezüglich der Ungleichheit im Gesundheitssystem, sowie möglicher Lösungsansätze, zu verschaffen.

5

Sehr gut geschrieben, hervorragend strukturiert, informativ, eindrücklich und wirklich ernüchternd. Das Buch spannt einen weiten Bogen von den Anfängen der Medizin zur Zeit der Hexenverbrennung und des Kolonialismus bis hin zur modernen Medizin und beschreibt, wie damalige Sichtweisen und Überzeugungen auch heute noch- bewusst oder unbewusst- medizinisches Handeln und Denken in problematischer Weise prägen. Ausführlich wird dargestellt, welche Auswirkungen die Diskriminierung von marginalisierten Gruppen im Gesundheitskontext hat. Zusätzlich enthält das Buch viele persönliche Erzählungen und Beobachtungen der Autor*in aus dem Medizinstudium, dem medizinisch-pflegerischen Alltag im Krankenhaus und dem Gesundheitssystem. Man merkt, wie viel Engagement Sabina Schwachenwalde in dieses Buch gesteckt hat, um auf die gefährliche Ungleichbehandlung im Gesundheitswesen hinzuweisen, aber auch Vereine und Ansätze vorzustellen, die versuchen diesem Problem zumindest etwas entgegenzusetzen.

5

Würde 10000000 ⭐️ geben, wenn möglich. So gut recherchiert und leider sehr ernüchternd.

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