Une mort très douce

Une mort très douce

Sprache
Französisch
4.129

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Beschreibung

"La journée du mardi se passa bien. La nuit, maman fit des cauchemars. "On me met dans une boîte", disait-elle à ma soeur. "Je suis là, mais je suis dans la boîte. Je suis moi, et ce n'est plus moi. Des hommes emportent la boîte !" Elle se débattait : "Ne les laisse pas m'emporter !" Longtemps Poupette a gardé la main posée sur son front : "Je te promets. Ils ne te mettront pas dans la boîte." Elle a réclamé un supplément d'Équanil. Sauvée enfin de ses visions, maman l'a interrogée : "Mais qu'est-ce que ça veut dire, cette boîte, ces hommes ? - Ce sont des souvenirs de ton opération ; des infirmiers t'emportent sur un brancard." Maman s'est endormie."

Buchinformationen

Haupt-Genre
N/A
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
151
Preis
N/A

Beiträge

3
Alle
4.5

Unglücklicherweise durchlebt dieses Abenteuer, das allen gemeinsam ist, jeder allein.

Ein sanfter Tod von Simone de Beauvoir ist ein emotionales Buch sondergleichen. Die Autorin beschreibt darin unter Einbeziehung ihrer Weltanschauung und Psychologie den Tod ihrer Mutter. Das Buch schildert ein Näherkommen und vor allem das allmähliche Entstehen eines Verständnisses für das Leben der Mutter in dem Monat vor ihrem Ableben. Auch wenn diese autobiografische Erzählung anfangs langsam Fahrt aufnimmt, gewinnt sie mit jedem Abschnitt an Intensität und zieht die Lesenden zunehmend in ihren Bann. Zugleich entwickelt sich der Text immer stärker von einer reinen Erzählung zu einem Werk, das zum Nachdenken anregt. Das Buch beginnt mit einem Schenkelhalsbruch der Mutter, durch den sie ins Krankenhaus kommt. Dort wird festgestellt, dass die Mutter ausgerechnet an Krebs leidet – jener Krankheit, vor der sie ihr Leben lang große Angst hatte. Es entspinnt sich ein tiefer innerer Zwiespalt der Autorin darüber, wie der Mutter möglichst viel Leid erspart werden kann. Dabei wird deutlich, dass die Mutter am Leben hängt und sich an das Dasein und Erleben klammert, was sich immer wieder in ihren Aussagen zeigt. Simone de Beauvoir stellt eindrücklich dar, wie die schützende Hülle der Mutter durch die Krankheit bröckelt. Dadurch wird sie für ihre Tochter nachvollziehbarer, und es entsteht eine Nähe, die Trauer überhaupt erst zulässt. Ein sanfter Tod fordert heraus, erschüttert – und zeigt zugleich, dass selbst im Todeskampf Nähe, Erkenntnis und Menschlichkeit möglich sind.

5

Last 30 pages destroyed me omg

4

4.5 "schwer zu sterben, wenn man das Leben so heftig liebt." damn this book is …. (i can‘t find the right word). it‘s heavy, it‘s heartwarming, it‘s beautiful, it‘s sad and it‘s life. i can‘t remember the last time i read a book and after finishing it, i had to take a break and stare at the ceiling. it feels barbaric to start reading another book now, after having just finished this one. it deserves it‘s moment in stillness and silence. i‘m a huge fan of beauvoir and this is my first time, where i‘ve read her personal stories, her intimate thoughts. it felt almost too intimate, as if it should be forbidden to know of such a personal experience of hers and her family. but it made her even more real to me: her struggles with her mother, her beliefs, her fears, her relationship with sartre. she was suddenly so alive, i could almost feel her exist, which is the biggest honor ever. i‘m glad i read it. i‘m glad i have it at home, so i can reread it whenever i need it. i‘m glad i got to know beauvoir in this way, i‘m glad my mother is still alive. i‘m glad i can‘t relate to this story yet but i‘m scared of when i will.

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