Blick ins Buch
Über das Buch
Beten dient oft nicht nur dazu, Gott/einer Gottheit etwas zu sagen, sondern auch den anwesenden Menschen. Als Kommunikationsmittel hat es bestimmte Möglichkeiten ausgebildet, die in literarischen Werken der Antike ihren Niederschlag gefunden haben (zum Teil sind sie heute noch aktuell). So haben Gebete z. B. spannungssteigernde Funktion, sollen Informationen übermitteln, sollen Menschen zu bestimmten Verhaltensweisen wie zum Mitsprechen anregen – d.h., sie lassen sie politische, philosophische und andere Aussagen sich aneignen. Das Gebet ist dazu in der Lage, weil es aufgrund alltäglicher Erlebnisse und pathetischen Kontextes Menschen zu emotionalisieren vermag. Auf diese Weise bildet es die Brücke zwischen literarischem Werk und Alltag, zwischen objektiver und subjektiver Interpretation.Die Ergebnisse der Untersuchungen von Schriften der Antike werden für die Auslegung neutestamentlicher Gebete herangezogen. Weil diese in der zwischenmenschlichen Kommunikation eine Rolle spielen, legen sie das besondere Profil christlichen Glaubens, Betens und Handelns dar. Doch wollen diese Gebetstexte nicht nur über das Gebet informieren, sondern letztlich auch zum Beten anleiten.
ISBN9783525533734
VerlagVandenhoeck & Ruprecht
Erscheinungsdatum12.11.96
Seitenzahl348
FormatHardcover
Preis17.40 €
Autorin / Autor
Über Wolfgang Fenske
Dr. Wolfgang Fenske ist Privatdozent an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er war Mitarbeiter am Qumranprojekt von Prof. Dr. Heinz-Wolfgang Kuhn und Teilnehmer an Ausgrabungen in Bethsaida (Israel).
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