
658 Follower
REALITÄT DIE UNTER DIE HAUT GEHT! Jack Ketchum beweist mit Übler Abschaum, dass der Mensch das schlimmste Monster ist. Die Novelle basiert auf dem realen Fall von Paul Bernando und Karla Homolka, die in den 90er Jahren als Ken-und-Barbie Killer traurige Berühmtheit erlangten. Ein junges Paar, das nach aussen hin perfekt wirkte, während es im Keller unvorstellbare Gräueltaten beging. Ketchum ändert zwar die Namen in Sherry und Owen, bleibt aber erschreckend nah an den Fakten. Was Ketchum hier macht, ist kein klassischer Horror. Es ist eine literarische Sezierung des Bösen. Er nutzt originale Dialoge aus den Polizeiprotokollen und den Video Aufnahmen, die das Paar damals machte. Das Gefühl beim Lesen ist kaum zu beschreiben, man weiß, dass diese Worte genau so gefallen sind. Dass dieser Spott, diese Kälte und diese absolute Empathielosigkeit gegenüber den Opfern, darunter auch Sherrys eigene Schwester, bittere Realität waren. Ketchums Schreibstil ist dabei gewohnt präzise, fast schon unterkühlt. Er verzichtet auf billige Schockeffekte. Die Gewalt findet oft im Kopf statt und wird durch die emotionslose Sprache so sehr verstärkt, dass man das Buch zwischendurch weglegen muss, um tief durchzuatmen. Ich habe selten etwas gelesen, was mich so schmutzig zurückgelassen hat. Das ist ein Kompliment an Ketchums Können, aber auch eine Warnung an alle. Mit knapp 100 Seiten ist das Werk sehr kurz. Ich hätte mir gewünscht, dass die psychologische Manipulation zwischen Owen und Sherry noch ein Stück weiter ausgebaut wird um die Dynamik noch greifbarer zu machen. Zudem ist das ein Buch, das man liest und danach nie wieder anfassen möchte, es ist schwere Kost im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist ein wichtiges Buch für alle, die verstehen wollen, wie das Böse im Alltag maskiert wird. Wer True Crime mag und die literarische Härte eines Jack Ketchum schätzt, kommt hier nicht vorbei.

26. Apr. 2026
REALITÄT DIE UNTER DIE HAUT GEHT! Jack Ketchum beweist mit Übler Abschaum, dass der Mensch das schlimmste Monster ist. Die Novelle basiert auf dem realen Fall von Paul Bernando und Karla Homolka, die in den 90er Jahren als Ken-und-Barbie Killer traurige Berühmtheit erlangten. Ein junges Paar, das nach aussen hin perfekt wirkte, während es im Keller unvorstellbare Gräueltaten beging. Ketchum ändert zwar die Namen in Sherry und Owen, bleibt aber erschreckend nah an den Fakten. Was Ketchum hier macht, ist kein klassischer Horror. Es ist eine literarische Sezierung des Bösen. Er nutzt originale Dialoge aus den Polizeiprotokollen und den Video Aufnahmen, die das Paar damals machte. Das Gefühl beim Lesen ist kaum zu beschreiben, man weiß, dass diese Worte genau so gefallen sind. Dass dieser Spott, diese Kälte und diese absolute Empathielosigkeit gegenüber den Opfern, darunter auch Sherrys eigene Schwester, bittere Realität waren. Ketchums Schreibstil ist dabei gewohnt präzise, fast schon unterkühlt. Er verzichtet auf billige Schockeffekte. Die Gewalt findet oft im Kopf statt und wird durch die emotionslose Sprache so sehr verstärkt, dass man das Buch zwischendurch weglegen muss, um tief durchzuatmen. Ich habe selten etwas gelesen, was mich so schmutzig zurückgelassen hat. Das ist ein Kompliment an Ketchums Können, aber auch eine Warnung an alle. Mit knapp 100 Seiten ist das Werk sehr kurz. Ich hätte mir gewünscht, dass die psychologische Manipulation zwischen Owen und Sherry noch ein Stück weiter ausgebaut wird um die Dynamik noch greifbarer zu machen. Zudem ist das ein Buch, das man liest und danach nie wieder anfassen möchte, es ist schwere Kost im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist ein wichtiges Buch für alle, die verstehen wollen, wie das Böse im Alltag maskiert wird. Wer True Crime mag und die literarische Härte eines Jack Ketchum schätzt, kommt hier nicht vorbei.
26. Apr. 2026







